Alice Miller | Die Revolte des Körpers

Miller-Alice - Die Revolte des Körpers - c suhrkamp
Miller-Alice – Die Revolte des Körpers – c suhrkamp

Das vierte Gebot verlangt von uns unsere Eltern zu ehren und zu lieben, auf dass wir – so die versteckte Drohung – lange leben. Dieses Gebot der Ehr-Furcht beansprucht universelle Gültigkeit. Wer es befolgen will, obwohl er von seinen Eltern einst missachtet, misshandelt, missbraucht wurde, kann dies nur, wenn er seine wahren Emotionen verdrängt. Gegen diese seelische Verstümmelung und das Ignorieren von unbewältigten Kindheitstraumata revoltiert indes der Körper häufig mit schweren Erkrankungen. Wie diese entstehen, zeigt Alice Miller in diesem Werk:
Die Revolte des Körpers handelt von dem Konflikt zwischen dem, was wir fühlen und was unser Körper registriert hat, und dem, was wir fühlen möchten, um den moralischen Normen zu entsprechen, die wir von jeher verinnerlicht haben.

Rezension | Alice Miller schreibt in ihrem Buch „Die Revolte des Köpers“ über die Bedeutung des vierten Gebots für die Zielsetzung in der heutigen Psychotherapie.
Nach Auffassung der Autorin wird in den vorherrschenden Therapieformen davon ausgegangen, dass das oberste Ziel die Versöhnung mit den Eltern sei. War die Kindheit noch so schlimm, wurde man misshandelt oder missbraucht, so solle man in der letzten Therapiestunde dennoch dazu bereit sein, seinen Eltern zu verzeihen und Liebe oder mindestens Respekt für sie zu empfinden. Nur so könne man von einer erfolgreichen Behandlung sprechen. (mehr …)

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