Die Mosel

Tanzende Kraft

Sanft bahnt sich
Mäandernd das weiche Wasser
Der Mosel
Die Wege
Der Blick findet
Behagliche Anker
Am festen sonnenbeleuchten
Steilhang des Weinbergs
Noch spürbar die pulsierende
Energie der beendeten reichen Lese
Des güldenen Tropfens
Der Berg gab sie preis
Tief im Oktober zeichnen
Die Brüder und Brüder
Des vulkanischen Steins
Die Wege
Die wunderbare Mosel
Das Weib des wohligen Tals
Ergießt sich
Windet sich hundertfach
Dann lässt diese gewandte Sie
Die bergende Kraft erahnen
Tanzend
Das stille Wasser
Brach den Stein
Die Berge an ihren Füßen
Unaufhaltsam spielend
Sie gehören zusammen
Die Hindernisse
Der Fluss
Wollen einander
Wollen einander atmen
Die eine Seele
Die den Stillstand
Nicht kennt
Die Mosel
Der Rhein
Sie kommt stolz
Er nimmt sie gerne auf
Wird selbst zum Weib
Während sich die milde Mosel
In ihn ergießt
Sich nicht verlierend
Die Kraft der Langsamkeit bewahrend
Bewahrend verändert
Sie den Vater Rhein
Ab jetzt in Koblenz
Am Eck
Alles ist gut gefügt
Bleibt gesichert
Bleibt im Fluss gesichert
Und nichts bleibt
Wie es war

Von Erich Ruhl-Bady vorgetragen.

© Erich Ruhl 2015

Gedichte statt Blog | Erich Ruhl-Bady
Audioquelle audiyou/smoothernergy99

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