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Wir sind Paris | Zum 13. November 2015

Sie kamen mit einer Mission
Gesandt vom Teufel selbst
Verliebt in nichts
Kein Lachen, kein Singen, kein Tanzen, kein Lieben
Nur noch fühlend das Dunkel im endlosen Tunnel
Düster im Tunnel
Schauen junge verblendete Menschen
Auf die Erleuchtung
Der Salven
Ihrer Gewehre
Geblendet von der Waffe Allmacht
Verblendet vom starken Reiz der Zerstörung
Schauen sie mit Entsetzen
Erst in ihre eigene entsetzliche Leere
Dann in Gesichter der Freude
Müssen diese Freude ausschalten
Wollen vernichten
Die eigene Sehnsucht
Nach Lust und Wohlbehagen
Wollen töten das Leben in sich
Paris am 13. November
Kultur, Freude, Gemeinschaftssinn, Frieden
Standen auf der Tagesordnung des Teufels
Die Täter meinen uns alle
Unsere Art zu leben
Statt Seele in Geborgenheit
Statt zärtliche Hände auf zarter Haut
Statt lernendes Blättern in Büchern
Nur der Griff zum Sprenggürtel
Nur der Finger am Abzug
Eigentlich suchen sie den Freitod
Das ist legitim
Aber dass sie uns und unsere Freiheit mitnehmen
Aber dass sie uns unsere Art zu leben nehmen
Das lassen wir ihnen nicht durchgehen
Unser Bollwerk bleibt
Leben, Lieben, Lachen, Lernen, Trauern, Feiern, Singen, Tanzen
In der Welt sein
Wir wollen
Was sie nicht können
Wir sind Paris

Fotos & Text © Erich Ruhl 2015

wirsindparisgoetheplatzffm_1250

 

Vom Autor vorgelesen:

Gedichte statt Blog:  www.ruhl-erich.de  | Audioquelle: audiyou

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