Z wie Zwielicht

Gemälde | Karl Wilhelm Diefenbach (1851–1913) | Frage an die Sterne | 1901  — Erster Gedanke: hier fehlt das Zwielicht.

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Ich muss aufhören. Meine Gedanken verlieren sich in die dichte Nacht einer freudlosen Zukunft; die hellsten Stellen sind ein mattes Zwielicht, in dem ich die Gesichter des Vaters und meines erkenne. Wie strahlend war die Aussicht durch das offene Tor, an dem der Todesengel Wache hält! Und die Ruhe breitete sich gleich dem grellen weißen Licht aus.

Der Wecker zerfetzte die Szenerie mit seinem schrillen Tönen. Endlich. [gefunden bei Paul Heyse]

Zwielicht entstammt dem Niederdeutschen: mittelniederdeutsch twēlicht // eigentlich: halbes, gespaltenes Licht | Kein Teelicht.

Dämmerlicht, bei dem die Umrisse von entfernten Objekten nicht mehr genau zu erkennen sind.
Unangenehme, schwache Lichtverhältnisse, die durch zwei verschiedenartige Lichtquellen erzeugt werden.
Ein Gedicht Joseph von Eichendorffs (Zwielicht). Von Robert Schumann vertont | Liederkreis op. 39 (Schumann)
Verdächtige Gestalt // dubiose Handlung.

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