Wörterbuch – K wie Knappenehe

Ritterschlag in einem Gemälde von Edmund Blair Leighton. Es wurde 1901 gemalt.
Ritterschlag in einem Gemälde von Edmund Blair Leighton. Es wurde 1901 gemalt.

„Ein Wörterbuch anlegen, ein Verzeichnis der seit Jahrzehnten bevorzugten Worte, da käme man sich auf die Schliche, auf die Farben, auf die Objekte…“ Marie Luise Kaschnitz

Im Rittertum die Beziehung zwischen Mann und Frau, die sich darin erschöpfen sollte, dass der Ritter seiner Dame die Dienste eines Knappen, eines noch nicht zum Ritter geschlagenen Edelknaben zwischen 14 und 21 Jahren erwies. Der Brauch wird darauf zurückgeführt, dass die Burgherren, wenn sie in den Krieg, auf Raub oder zu Kreuzzügen aufbrachen, den zurückbleibenden Knappen den Schutz der Frauen ans Herz legen.

Edmund Blair- Leighton 'God Speed'
Edmund Blair- Leighton – ‚God Speed‘

Diese Schutzempfehlung wurde von manchen Ritterfrauen und -fräulein dahin ausgelegt, dass der Knappe zu ihrem Schutz nachts in ihrer Kemenate oder in ihrem Bett schlafen musste. Nach ritterlicher Auffassung war das ungefährlich. Ein Knappe galt offiziell nicht als Mann.

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