Wie mal (m)eine Geschäftsidee starb

Vor Jahren habe ich mal Tee verkauft, in meinem Geschäft. Irgendwann widmete ich mich anderen Dingen. Im Hinterkopf hatte ich immer eine Art Bewunderung für Prof. Günter Faltins Initiative „Die Teekampagne“. Dort lassen sich im Abonnement Großpackungen Schwarztee ordern. Dort gibt es zwar inzwischen auch indischen Grüntee; mir kam aber die Idee ein ähnliches Konzept zu verfolgen. Mit Grün- und Weißtee aus Japan. Wie bei der Teekampagne sollte es eine allseits bekannte und respektierte Teesorte sein. In diesem Falle statt Darjeeling die bekannte Sorte Sencha.
Das Konzept war ausgearbeitet, die Lieferanten ausgewählt und ich war bereits auf der Suche  nach Käufern; ganz nach Prof. Faltins Vorbild. Er hatte bereits die komplette Charge verkauft, bevor sie im Hafen von Rotterdam eintraf. Ein geschickter Schachzug und enormes Verkaufstalent.
Und dann kam mir „Fukushima“ dazwischen und die Idee ist tot. Auch wenn viele Produzenten beteuern, dass sich die Reaktorkatastrophe nicht auf ihr Anbaugebiet ausgewirkt hat und zahlreiche entsprechende Umwelttests präsentieren; die hiesigen Käufer hat das kalt gelassen. Soweit meine Recherchen.

Was tun, wenn man eine Idee hat, von der man überzeugt ist und durch „Schicksal“ zerfetzt wird?! Und: gar nicht so einfach danach eine „neue Idee“ aus dem Hut zu zaubern, oder?!

Foto: Lupo  / pixelio.de

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