Internes | Wie eine neue Redaktion das Streiten lernt | Hintergründe zum Interview mit Rafael Santeria

Wenn mehrere Menschen an einem Projekt arbeiten, kann man sicher sein, dass es genauso viele unterschiedliche Ansichten und Motive, wie Beteiligte gibt. Bisher verlief der Aufbau des Magazins recht harmonisch, getragen von der stetig steigenden Leserzahl. Die erste echte Belastungsprobe gab es, als die Antworten zum Interview mit dem Pornoproduzenten im Eingangsordner von Outlook lagen.

Man kann die Reaktionen grob in drei Lager aufteilen: Schenkelklopfen bei den Herren, ein Sturm der Entrüstung bei den Damen und schmunzelnde Zurückhaltung beim Herausgeber, der den Stein ins Rollen brachte.

Foto: Privat
Foto: Privat

Wenn Rafael Santeria sagt, dass er charakterstarke Frauen bevorzugt, erntet er durchweg Zustimmung in der Redaktion (Das Interview wurde der beteiligten Runde vorgelesen). Wenn dann allerdings die Konkretisierung lautet: „Charakter definiert sich über die eingangs erwähnten Kriterien: Ist meine Frau bereit, sich unter mein Regelsystem zu fügen“, sieht das schon anders aus.

Nach dem Verlesen der Antworten, kippte die Stimmung eindeutig ins Negative; stimmen wurden laut, dieses Interview nicht zu veröffentlichen, da es einen falschen Eindruck vom Magazin erwecken könnte.  Vor allem, da es neuerdings auch Erzählungen für Kinder hier gibt.

Wir haben uns entschlossen, die Antworten unkommentiert genauso zu veröffentlichen, wie sie gegeben wurden.  Denn: wir wollen Denkanstöße liefern, Dinge in Frage stellen, gewiss auch provozieren. Vor allem aber das widersprüchliche Bild vom Mann aufzeichnen. Und dies gehört dazu.

Eine kleine Anekdote am Rande: die zunächst offene Ablehnung gegenüber Rafael Santeria wandelte sich auf (für uns Männer) wundersame Weise in Anerkennung, als der weibliche Teil der Redaktion sich die Fotos seiner Damenbegleitungen auf dem facebook-Profil anschaute: durchweg sehr attraktive  Mädels.

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