Wer trinkt Wasser mit dem Schwanz?

babuin_3Bei Babuin-Pavianen hat man folgendes beobachtet: Wenn sie weder mit den Händen noch mit dem Mund ans Wasser gelangen, »schöpfen« sie es—mit dem Schwanz. Sie krallen sich mit den Vorderpfoten an einem Vorsprung der Uferböschung, an einer Wurzel oder einem Ast fest und bemühen sich nach Kräften, mit dem Schwanzende das Wasser zu erreichen. Hat der Pavian das geschafft, klettert er flink ans Ufer und lutscht das Schwanzende schnellstens ab, ehe es in der afrikanischen Hitze wieder getrocknet ist. Danach holt er sich auf die gleiche Weise eine neue Portion Wasser, bis er sich satt getrunken hat. Babuine kommen allerdings mit wenig Wasser aus, mit drei bis vier Gläsern am Tag. Deshalb schaffen sie es durchaus, in der beschriebenen Art ihren Durst zu stillen. Müssen sie aber nicht auf Abhängen herumklettern, um ans Wasser zu gelangen, trinken sie wie alle anderen Tiere mit dem Maul.

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Piet Marsfeld

Piet Marsfeld studierte Umweltwissenschaften in Lüneburg und engagiert sich seit Jahren im Umweltschutz. Derzeit nimmt er an einem Großprojekt zum Thema Getreideanbau teil. Thema: Weg vom Weizen. Reaktivierung alter Getreidesorten und die Möglichkeiten diese in unserer Ernährung stärker zu integrieren. Dazu hält er sich überwiegend in Griechenland, Ungarn und Schweden auf. Seine Motivation für unser Magazin zu schreiben: Piet ärgert es, dass wir immer mehr den Kontakt zur Natur verlieren. Viele Kinder glauben, dass unser Fleisch schon immer in der Platikverpackung war und können sich nicht vorstellen, dass diese Teil eines Tieres waren. Es ist ihm ein Anliegen uns die Wunder der Natur wieder näher zu bringen und den ein oder anderen zu animieren sich um Umweltschutz zu engagieren, damit wir nicht eines Tages nur noch in Riesenstädten leben und uns von Nahrungspillen ernähren.

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