Was (m)ein Kind braucht – ein Anfang

Für diesen kleine Sammlung von Prioritätn habe ich mit zahlreichen Vätern in meiner Praxis gesprochen. Neben vielen guten Anregungen gab es – für meine Begriffe – zu viele Männer, die abgeblockt haben. Mit der Begründung niemand habe sich in die Familienangelegenheiten einzumischen. Schade fand ich, dass es eine Bitte um Erfahrungen und Anregungen scheinbar als persönlcihen Angriff gewertet wurde. Mein alter Philosophielehrer pflegte in solchen Fällen zu sagen: Nachtigall, ick hör Dir trappsen.

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Anwesenheit – physisch und mit allen Sinnen.  Ein Kind braucht Interaktion, da es aufs Lernen gepolt ist. Immer.  Lassen Sie auch nicht zu, dass Ihr Kind nur noch durch Schule lernt; bringen Sie täglich spielerische Aspekte mit ein. Wissen Sie noch, was Ihnen als Kind Spaß gemacht hat?  Woran Sie gern gebastelt haben, woraus Sie gern rumgebolzt sind. Bieten Sie dies doch ihrem Kind an und machen mit. Entdecken Sie wieder das Kind im Manne und zwar mit Ihrem Zögling. Und damit ist nun wirklich nicht das Herumbrettern mit dem Motorrad gemeint.

Beschützen – nach außen, nach innen. Schutz zeigt man, lebt man vor; darüber sprechen muss man nur bedingt. Es ist ja selbst für Erwachsene kaum greifbar, was damit konkret gemeint ist.

Ansprechbar sein – mein Kind ist wichtiger als die Zeitung, das tablet oder mein Hobby. Wie wäre es, sein Kind mit einzubinden? Selbstverständlich sollte jeder, egal ob Vater oder Mutter, Freiraum für sich haben und diesen auch nutzen. Denn nur wenn es den Eltern gut geht, haben diese die Energie, es ihren Kindern gut gehen zu lassen. Nur sollte halt das Kind nicht darunter leiden.

Respekt – auch wenn es in Ihren Mannesaugen um ein unreifes Kind geht. Denken Sie daran, es gibt immer alles was es kann. Ganz davon abgesehen, dass Sie sich als Kind selbst schlecht gefühlt haben, wenn Sie nicht ernst genommen wurden mit Ihren Bedürfnissen.

Vorbild sein – Kinder lernen in dem sie abschauen und nachahmen. Es kann also durchaus sinnvoll sein, die eigenen Angewohnheiten zu überprüfen.

Finanziell Verantwortung übernehmen.

Verlässlichkeit – Kinder lernen sehr schnell, wenn Eltern und insbesondere Väter unter „Zeitmangel“ ihre Versprechungen nicht halten. Und wie können Sie von Ihrem Kind erwarten, dass es später anders mit Ihnen umspringt.  Ein gewichtiger Punkt ist dabei sicherlich, auch wenn es am Himmel eher dunkle Wolken hat, seinem Kinde deutlich zu zeigen, dass Sie trennen: zwischen dem Ärgernis und Ihrer bedingungslosen Liebe. Da braucht es keine großen Worte, sondern körperliche Nähe.

Das Kind wirklich annehmen – was bedeutet, die obigen Verhaltensweisen umzusetzen. Ein Kind, insbesondere das eigene sollte niemals als Störfaktor empfunden werden. Der Fehler liegt dann grundsätzlich beim Erwachsenen.  Denn es ist dessen Aufgabe klar zu kommunizieren, Strukturen zu leben und allumfassende Liebe zu geben.

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