Warum ich Jäger bin – ein Weidmann erzählt

Franz von Defregger - Jäger - um 1900
Franz von Defregger – Jäger – um 1900

Ich bin als Junge schon immer viel im Wald gewesen, damals nannte man das noch einfach „Kind im Wald“… Viele natur- und tierkundliche Bücher habe ich damals verschlungen, Froschlaich umgesiedelt, Nisthilfen gebaut, im Wald biwakiert, mehrere Biotope mit angelegt und oft mit meinem Opa (Jäger) lehrreiche Zeit im Wald verbracht.

Später kamen dann noch Bücher von Jo Bentfeld, Nehberg und Buzek als Erstanschaffungen in meine eigene kleine Bibliothek, so dass ich von einem Selbstversorgerleben träumte. Damals schon reifte in mir der Gedanke, später Jäger zu werden, und zwar noch ohne, dass ich bis dahin überhaupt mal eine Waffe in der Hand hatte. Ich fand nur das Drumherum (Hege, Wissen über die Naturzusammenhänge, geschärfter Beobachtungssinn,…) so faszinierend. Beutetrieb hatte ich auch noch keinen. Es ging mir einzig um das Wissen und die Fertigkeiten. Das Beutemachen kam erst, als ich den Jagdschein bereits hatte, dann kam auch erst der Ernährungsaspekt. Den Jagdschein habe ich auch wegen eines längeren Auslandsaufenthaltes gemacht, was sich im Nachhinein als sehr richtig herausstellte.

Ergebnis einer nicht-repräsentativen Umfrage:

Umfrage durch Piet Marsfeld
Umfrage durch Piet Marsfeld

Ich habe auch früh schon schlechte Erfahrungen mit Jägern gemacht, diese Jäger hielten sich dann für „Götter in Grün“. Aber ebenso habe ich auch gute Erfahrungen und tolle Bekanntschaften gemacht, so dass sich immer mehr Vorurteile abgebaut haben.

Mittlerweile bin ich selbst Revierpächter (lange habe ich mich dagegen gesträubt…), habe sogar schon bei Freunden im Ausland gejagt (nie als Jagdtourist, sondern immer Fleischjagd) und bin aus Zeitgründen jagdlich leider nicht so aktiv, wie ich es gerne wäre…

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