Über Irland – Beschützerinstinkte und Heidi Talbot

Woran ich merkte, dass ich nun doch zum „alten Sack“ mutiert bin? Es war die CD „The last star“ von Heidi Talbot. Ich saß in  einem Öko-Kunst-Café im Hamburger Stadtteil St. Georg und wurde mit ihrer Stimme beschallt. Diese mädchenhafte Stimme, die bei mir den Beschützereflex auslöste und gleich danach der Schüttelreflex, wie bei einem erschreckten Tier, welche Frau will denn heute noch beschützt werden, das machen die doch lieber selbst.

Die Songs lassen gedanklich nach Irland reisen; ich fühle mich in die  Halbinsel Dingle versetzt. Mit dem Rad die hügelige Landschaft erkundend mit Heidi Talbot als Soundtrack und bei Stück Nummer drei  (Hang me) sehe ich den Delphin aus dem Wasser steigen, mit einem gekonnten Lupfer für die Touristen, die klatschend auf dem Kutter hocken und knipsen als entdeckten sie allesamt das Ungeheuer von Loch Ness.
Wie lässt sich ihre Musik beschreiben? Sie passt in einen irischen Pub, ist walzerlastig und fast immer gut tanzbar, wenn auch zeitweilig in Zeitlupe ausgeführt….ich glaube, man nannte das früher schwoofen….

Heidi spielt Gitarre und haucht bisweilen ihre, dann von Sehnsucht getriebenen Texte, ins Mikro. Ihre Lieder werden getragen von Gitarre, Geige. Bässe sind eher nebensächlich.

Zur Person: Heidi Talbot, Jahrgang 1980 ist eine Irish folk -Songwriterin aus Kill, County Kildare in Irland. Talbot ist die frühere Sängerin der Irisch-Amerikanischen  Musical-Gruppe Cherish the Ladies.
Das beschriebene Album: the last star
Dasaktuelle Album: angels without wings
Mehr zur Musikern: http://www.heiditalbot.com/

Foto © Heidi Talbot

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