Über das E-Book – Konrad Paul Liessmann

Gutenberg Museumsdruck -  Diese Beispielseite ist eine Kopie der "The 42-line Gutenberg Bible", Vol 2, Blatt 235.
Gutenberg Museumsdruck – Diese Beispielseite ist eine Kopie der „The 42-line Gutenberg Bible“, Vol 2, Blatt 235.

Der Wiener Philosoph und Autor Konrad Paul Liessmann in seinem Artikel „Bücherdämmerung“ (in: Der Standard, Album, vom 7./8.Juli.2012) sinngemäß: Der Begriff „E-Book“ ist ein falsch verstandener Euphemismus. Das E-Book ist kein Buch sondern ein digitales Medium, das Lesetexte sichtbar macht. Nicht mehr und nicht weniger. Dass der Buchestalter diese Evolution hautnah miterlebt und nutzen kann; ebenso wie digitale Produktionstechniken, ist nicht Fluch, sondern Segen.
So müssen sich auch Autoren und Gestalter zu Gutenbergs Zeiten gefühlt haben, dessen Erfindung übrigens von Traditionalisten zunächstauch abgelehnt wurde. Das neue, digitale Medium braucht allerdings einen neuen Namen, um nicht ständig in Konkurrenz mit dem Medium Buch zu stehen. Aber der wird kommen. Genauso wie das noch junge Medium seine Kinderkrankheiten ablegen wird. Geben wir ihm etwas Zeit.

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