Tanzt die Zeit einen kubistischen Tanz

Tanzt die Zeit, tut sie es zu einer Musik, deren Klänge an einen Kran erinnern, der einen Stapel Wellblech von einem Lager zum anderen hinüber wuchtet. Ihr ausgelassener Rhythmus ist knarrend, stampfend, farbig wie rieselnde Lichtreklamen.

Der Tanz lässt unsere Glieder verrenken, zu einem Bauch an Bauch gepressten, kubistisch geilen Tanz.

Die Nüstern der Zeit stehen weit offen, als würden sie amor & indifférence, den Schweiß des homo politicus, das saure Aufstoßen in den Bars & den prickelnden Wohlgeruch der sich rasch ausbreitenden absynthenen Wolke in sich aufsaugen wollen, gar müssen.

Wider den Tanz schiebt sich diese, unsere Zeit mechanisch & polternd voran; in der Kuppel des Reichstages Kandinskys konzentrischen Kreisen folgend.

Dieser Tanz spiegelt meinen inneren Halt.


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