Peter Freestone – Freddie Mercury : Ein intimer Einblick von dem Mann, der ihn am besten kannte.

Buchcover der italienischen Ausgabe. Die ist schöner.
Buchcover der italienischen Ausgabe. Die ist schöner.

Es war keiner der Kumpel Freddie Mercurys, zumindest war dies nicht der Grund für seine Rolle im Leben der Queen-Frontmannes.
Er war eher sein persönlicher Assistent – loyaler und vertrauenswürdig. Sie lebten viele Jahre zusammen unter einem Dach – Garden Lodge – in einer Villa in Kengsington, südöstlich von London. Und es ist dieses Haus,
welches die Hauptrolle der ganzen Geschichte übernimmt.
Das Haus ist komplett nach den exklusiven  Geschmack des Sängers (nennen Sie ihn nicht Popstar, er würde sich maßlos ärgern) eingerichtet. Es ist fast jedes Detail im Buch beschrieben  – einschließlich einer Beschreibung der Probleme mit der Dusche.
Das Buch handelt auch von den Perioden in New York und Monaco und auch hier beschreibt der Autor genau dieHäuser in denen sie gemeinsam gelebt haben, aber jede der Geschichte beginnt und endet mit Garden Lodge.

Der Autor mit Freddy Mercury
Der Autor mit Freddy Mercury


Peter Freestone kommt im offiziellen Leben von Queen und Freddie praktisch nicht vor und wenn doch ist es Zufall. Die gemeinsame Geschichte beginnt in dem  Moment , in dem Peter zufällig Freddie bei den Vorbereitungen der Band für eine Show traf. Sie waren zum Zeitpunkt noch nicht sehr populär, aber bereits mit einer gewaltigen Bühnenpräsenz. Peter Freeware bügelt, ordnet die Kostüme und hat einen Blick auf alles. Außerdem kümmert er sich um die Gastronomie hinter die Kulissen der Konzerte.
Sie werden Freunde und Peter wird eingebunden: als Mädchen für Alles, übernimmt die PR und hält das Ökosystem Popband am Leben. Einschließlich der Überwachung der Medikamentegabe. Wann immer er benötigt wurde, Freestone war da.

Garden Lodge - der gemeinsame Wohnsitz
Garden Lodge – der gemeinsame Wohnsitz

Ich war überrascht, dass die anderen Bandmitglieder von Queen (Brian May, Roger Taylor und John Deacon) längste nicht eine so enge und persönliche Bindung zu Freddie Mercury hatten wie eben zu Peter. Das gilt insbesondere für die letzte Phase seines Lebens, wo es häufig zu Treffen zwischen ihnen kam.

Das Buch lebt von vielen Anekdoten und Erinnerungen, wobei  unmöglich zu erkennen ist, ob und wann der Autor ins Ausschmücken kommt. Es geht um Begegnungen mit Monsterrat Caballé, Tee mit Elton John, Treffen mit Prinz Andrew und die Besuche bei Michael Jackson,  aber im Grunde ist es ein Spiegel der damaligen Zeit. Angenehm reflektiert und man schüttelt doch hin und wieder den kopf, denn man ist ja irgendwie dabei gewesen und hat eigenen Erinnerungen.

Das Buch  folgt keinem linearen Zeitrahmen, bleibt aber leicht verständlich. Ich bin immer kritisch mit Starbiografien, da mir nie klar ist, wo der Maler die Szenerie besonders schön ausleuchtet; dennoch: wer die Musik von Freddy Mercury mag und mehr über sein widersoprüchliches Leben erfahren möchte, ist hier gut aufgehoben.


Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Bosworth Music (15. September 2010)
ISBN-10: 3865433138
ISBN-13: 978-3865433138

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