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Pauls Tagebuch: Von Töchtern und Muschis

Ich lese im Buch „Das andere Geschlecht“ als meine Tochter ins Wohnzimmer kommt. Mit dem Blick auf meine Lektüre eröffnet sie mir: „Mein Freund war war völlig unfähig sich zu binden, wirklich krankhaft.“

„Ach ja?“

„Die ganzen vier Jahre, die er Medizin studiert hat, hatte Frank keine einzige Freundin.“

„Vielleicht hat er ja nur die ganze Zeit studiert“, erwidere ich.

„Klar doch“, haut sie mir um die Ohren, „MUSCHIS“.

„Karla“, ermahne ich meine Tochter und ziehe die Nase kraus.

„Im Grunde gibt Dein Ratgeber nur Tipps“, sagt Karla, „wie man krankhaft Beziehungsunfähige dazu bringt, bei der Stange zu bleiben.“

„Ich möchte lesen.“ …

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Es fühlt sich merkwürdig an, wenn das Kind, ob schon erwachsen, so mit ihrem Vater spricht. Ich gestehe, diese Nähe ist eine falsche.

 

 

Autor

Paul Fischer ist pensioniert Verwaltungsbeamter aus dem Saarland. Er führt seit vielen Jahren Tagebuch in dem er literarische Fundstücke und Begegnungen festhält. In „der blaue ritter“ veröffentlicht Paul eine Auswahl seine Notizen.

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