Paul Klee • In der Luft über dem Wasser • Randbemerkungen über seine Handzeichungen

Paul Klee - In der Luft auf dem Wasser - 1928

Diese Handzeichnung stammt aus dem Jahr 1928. Mehr als die Hälfte der von Paul Klee hinterlassenen rund 9000 Werke sind Handzeichnungen. Auch wenn seine farbigen Kunstwerke eher bekannt sind, haben die Zeichnungen eine beherrschende Rolle bei ihm eingenommen, vergleichbar mit Leonardo, Delacroix oder Marées. Klees Handzeichnungen weisen nicht Bilder oder Bildvorhaben hin und sie wollen auch nicht Bilder sein. Seine Kunst ist antimonumental. Er wollte in neue Dimensionen vordringen: die Welt war für ihn nicht abgeschlossen sondern immer auf dem Wege. Klee fühlte sich an ihre Realitäten nicht sehr gebunden, weil er an diesen Form-Enden nicht das Wesen des natürlichen Schöpfungsprozesses sieht. Dem Künstler lag mehr an den formenden Kräften. Er ist vielleicht – ohne es gerade zu wollen – ein Philosoph. Er zeichnete um Dinge zu durchdringen und einen Kern zu finden. Bekannt ist Klee auch dafür, dass er sehr viel Wert auf die Betitelung seiner Werke legte. Wie immer, ist bei der oberen Zeichnung „In der Luft über dem Wasser“ der Titel mit Bedacht gewählt und ist eine ergänzende Aussage.

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