Mit dem Drachenboot nach Amerika – Ein Gastbeitrag von Peter Rusalda

N. C. Wyeth ~ Queen Astrid ~ The World Of Music - Song Programs for Youth: Treasure ~ Ginn and Company, 1938
N. C. Wyeth ~ Queen Astrid ~ The World Of Music – Song Programs for Youth: Treasure ~ Ginn and Company, 1938
Die Nordmänner

Die Nordleute haben viele Namen, sie nennen sich nach ihren Wintersitzen Norweger; wenn sie nach Ostland fahren und tief nach Rußland vorstoßen, nennt man sie Waräger; an den Küsten des Westens fürchtet man sie als Wikinger oder Normannen; in England spricht man von ihnen als den Ostmannen oder Dänen. Ihre Zweige sitzen in Norwegen, im Lande Dänemark, in Schweden und auf den Inseln des nördlichen Meeres. Die Nordleute beherrschen von alters her die Kunst, Langschiffe zu bauen, die hochseetüchtig sind. Auf-den Helligen am Ufer der tiefeingeschnittenen Fjorde liegen die hochbordigen, kühngeschnittenen Schiffsrümpfe, die 30 oder 40 Meter lang sind, eine gedeckte Kajüte und mittschiffs den Laderaum haben. Der Bug zeigt kunstreiche Schnitzereien, Drachenköpfe, Seeschlangen, schnaubende Pferde und seltsames Fabelgetier. 60 oder auch 80 Menschen samt Rossen, Hausrat und Waffen finden Platz in den Meeresseglern. Wenn sie von Stapel rollen, wird der Großmast errichtet und das gestreifte Toppsegel gehißt. Bei Flaute greifen die Nordmänner zu den Rudern; wenn aber der graue Sturm über das Wasser reitet, dann werden die Ruder eingezogen und die Schilde außenbords über die Ruderöffnungen gesteckt. So fliegen die Schiffe mit gerefften Segeln wogenab und -auf, durch Gischt und Wasserschwall hinein in die unendliche Weite. Irgendwo im Nebel taucht eine Küste auf, Dörfer und Städte heben sich aus dem Wasser. Wo die Siedlungen schutzlos sind, da gehen die Wikinger an Land, und der Raubzug beginnt. Immer bleiben sie in Wassernähe. Es ist Wikingerregel, sich nicht mehr als einen Tagesmarsch von den Schiffen zu entfernen. Denn das Meer und die Ströme sind ihre Heimat. Rings um den Erdkreis stampfen die Wikingerschiffe durch die aufgewühlten Meere. Da gibt es Männer, die jahraus, jahrein die englischen Küsten brandschatzen, die auf Irland Tribut erheben, die mit ganzen Flotten von flinken Booten die deutschen und französischen Ströme aufwärts rudern, um zu plündern. Aachen berennen sie, sie zünden Köln und Hamburg an und bedrängen Paris. Irgendein nordischer Abenteurer trägt das Gerücht zu ihnen, auch die goldene Wunderstadt Rom stehe am Meer. Da lenken sie die Drachenschnäbel ihrer Langboote südwärts, durchfahren die Meerenge von Gibraltar und erreichen Italiens Küste. Die nächstbeste Küstenstadt wird ausgeraubt — erst nach Jahren erfahren sie, daß sie die falsche Stadt gebrandschatzt haben. Auf den russischen Strömen segeln die Schiffe der Wikinger. Sie legen am ukrainischen Ufer an, gründen das Fürstentum Kiew, rudern die Wolga abwärts, schleppen ihre Boote zum Don hinüber und erreichen das Schwarze Meer. In der Kaiserstadt Byzanz verdingen etliche von ihnen sich in die Dienste Ostroms. Als Leibwache der Kaiser erwerben sich die hochgewachsenen Männer aus dem grauen Norden Ruhm und Schätze.
Im Jahre 911 zieht eine ganze Flotte unter Herzog Rollo aus, landet an der Seinemündung und errichtet dort ein bleibendes Herzogtum, die Normandie genannt. Der Normanne Ottar segelt ins Weiße Meer und bringt die erste Kunde von den Lappländern. Ein Menschenalter vorher ist ein Wikingerschiff durch Stürme weit nach Nordwesten verschlagen worden und sichtete ein kaltes, wildzerklüftetes Land, das um diese Jahreszeit von Eis und Schnee bedeckt war. Die Mannschaft des Räubers Floki, der dieses Schiff führte, ging an Land, sah rauchende Berge und siedende Quellen im Eisland und kehrte mit der Botschaft von Island (Eisland) nach Norwegen heim.
Die Seeräuber aus dem Nordland sind eine wahre Plage für das Abendland. Solange die Meere offen sind, streifen sie in alle Richtungen der Windrose. Nahen die Herbststürme, der strenge Winterfrost und die Sonnwendnebel, dann legen sie, reich an Vorräten und Kostbarkeiten, wieder auf den nordischen Inseln und Halbinseln an, wo der Boden zu karg und zu eng ist, ihnen das ganze Jahr über Nahrung zu bieten. Das entzweite Europa vermag mit Waffengewalt ihre Macht nicht zu brechen. Da schickt es Sendlinge des Friedens zu den Friedlosen. Glaubensboten beginnen mit Predigt und Kreuz den stillen Kampf mit dem ungefügen Sinn der nordischen Heiden. Langsam dringt auch ins Nebelland Skandinaviens die Botschaft des Erlösers. Schon bricht ein Land aus dem nordischen Ring des Heidentums: Harald Blauzahn, der sich Dänemark gefügig gemacht hat, nimmt die Taufe und macht seine Dänen zu Christen. Die wandernden Bischöfe und Mönche aber pilgern mutig weiter nach Norden und landen in Norwegen: das Schwert in der einen Faust, das Kreuz in der anderen.
Auch in Norwegen haben sich die Verhältnisse zuungunsten der Freiheitgewohnten verschoben. Einer der Grundherren hat sich zum König über die freien Männer erhoben: Harald Harfagr (Schönhaar) verlangt Gehorsam in Norwegen. Das ist vielen der ungebärdigen Abenteurer und Meerfahrer zuwider. Und weil eben um diese Zeit der wilde Seeräuber Floki mit seiner Botschaft vom neuentdeckten Island heimkehrt, sammeln sich einige Tausend Unzufriedene in dem Versprechen, mit den nächsten Frühjahrswinden nach Nordwest zu segeln: ins Land der Freiheit, in dem es vielleicht Eis und Feuerberge, aber gewiß keine herrischen Könige geben wird.
Im Jahre 874 christlicher Zeitrechnung steuert die Landnahmeflotte der Norweger tausend Meilen über das Nordmeer und nimmt Island in Besitz. Hundert Jahre danach beginnt von den Küsten Islands und Norwegens aus die Reihe der Wanderzüge, von denen hier berichtet werden soll.

Erik der Rote fährt nach Grönland
ERIK DEN RØDE THORVALDSSON
ERIK DEN RØDE THORVALDSSON

Thorvald Asvaldson aus der Gegend von Stavanger in Norwegen hat einen Mann im Holmgang (Zweikampf) erschlagen, und nun fahnden die Gefolgsleute des Königs nach ihm.
Aber sind nicht vor zwei Menschenaltern die freien Männer aus diesem Lande gen Westen gefahren? Ist es nicht seither üblich geworden, daß die Gesetzesverächter und Totschläger über die graue See nach Island gehen? Und so rüstet Thorvald Asvaldson mit seinen Gefolgsleuten die Langschiffe, belädt sie mit Vieh und Hausrat und wirft die Taue von Norwegens Küste los. Das Geschlecht Asvaldsons kommt spät nach Island. Alle guten Weiden sind im Besitz der alten Landnahmemänner. Einzig an den Hornstranden — der Nordostspitze der isländischen Westfjorde — ist armes Land zu haben. Dort baut Thorvald Asvaldson seinen Hof. Er ist der Vater Erichs, den man seiner flammend roten Haare wegen den „Roten“ nennt.  
Der junge Erik Thorvaldson wächst auf Island heran wie alle Söhne aus diesen Geschlechtern: Er lernt die Waffen gebrauchen und das Steuer führen, am Arbeitsplatz der Zimmerleute schwingt er die Axt, und man rühmt ihm vielerlei Geschicklichkeit in Schmiede und Werkstatt nach. Als er achtzehn Jahre alt ist, begibt er sich mit anderen seinesgleichen übers Meer nach Norwegen, Wikingerart zu lernen. Am Hofe Haakon Jarls wird Erik einer in der Schar der Isländer und Norweger, die den König umgeben. Er segelt mit ihnen zwei Jahre auf Raubfahrt und lernt die Meere weithin kennen. Dann kehrt er nach Island heim, heiratet und siedelt vom Hornstranden-Hof Thorvalds, des Vaters, auf den Hof seines Weibes im Breidarfjordtal über. Unter den Männern, die er nach Island mitgebracht hat, befindet sich auch ein freigelassener Kriegsgefangener. Tyrk = Südmann / Tyrk = Dirk oder Dietrich nennen die Isländer ihn; er soll irgendwo aus Deutschland stammen. Die Wikinger haben ihn an einem westlichen Strande aufgelesen und nahmen ihn als Hörigen mit. Aber Erik, dem der Deutsche gefiel, gab ihm die Freiheit zurück. Diesen Tyrk macht Erik zum Ziehvater der Söhne, die ihm geschenkt werden. Der Älteste von ihnen, Leif Erikson, hängt mit besonderer Liebe an dem Fremden. Auf dem Breidarf jordshof gibt es bald Streit mit dem Nachbarn. Unter den hohen Felsen des Fjords liegt nahe dem Meer der Valtjoff-Hof. Über dieses Gehöft des befehdeten Nachbarn lassen eines Tages Eriks Leute aus Bosheit einen Felssturz niedergehen. Mord und Totschlag sind die Folge. Für die Untat seiner Sklaven hat Erik einzustehen. So mißt er sich mit einem berühmten Holmgänger der Valtjoff-Sippe im Kampfring. Sie kreuzen die Schwerter, mächtige Schläge hageln auf die Schilde und Brünnen, zuletzt liegt der riesige Gegner Eriks mit gespaltenem Haupte im Sand. Als das Gauthing zusammentritt, geschieht es Erik wie einst seinem Vater; er wird des Landes verwiesen und soll zwei Jahre in die Fremde gehen. In der Halle des nordischen Hauses, wo um das flackernde Feuer nicht nur die Schlafstätten, sondern auch die Tafel für die Zecher angeordnet sind, steht von alters her auch der Hochsitz — der auf Säulen gestützte Sessel für den Hausvater. Diese Säulen — die „Setstokkar“ (Sitzstöcke) — und die Götterbildnisse, die kunstvoll hineingeschnitzt sind, genießen die Verehrung des Geschlechts, sie gelten als Heiligtum. Ehe Erik das Land verläßt und mit seinen Getreuen das Langschiff besteigt, trägt er die „Setstokkar“ seines Hauses zu Thorgest, einem Gefährten von Norwegen her, und Thorgest verspricht ihm, daß er sie ihm aufbewahren werde, bis er zurückkomme. «
Zwei Jahre später legt das Drachenschiff Eriks wieder im Breidarfjord an. Sie haben vagabundierend auf einer Insel gelebt und sich weit auf den Meeren umhergetrieben. Nun ist die Sühnefrist abgelaufen. Eriks erster Gang ist zu Thorgest, die „Setstokkar“ zu fordern. Da läßt Thorgest die Herausgabe verweigern und weist Erik von seinem Hof.  
Der rothaarige Erik soll keine Heimat mehr auf Island finden. Zwar sammelt er zornschnaubend seine Freunde und die Leute seiner Sippe und zieht gegen Thorgest — aber die Feinde sind stärker, der Rote verfällt abermals dem Blutbann und muß erneut mit den Seinen das Land verlassen: Drei Jahre Verbannung heißt der Wahrspruch des Gerichts. Erik der Rote ist aufs tiefste getroffen. Soll er sein Leben als Geächteter vertun? Wieder die Jahre auf öden Schären und Inseln verliegen und ziellos über die grauen Wasser streichen, während die Daheimgebliebenen zu Ehren und Reichtümern kommen? Nein! Er will es diesem Thorgest beweisen, welcher Kerl in ihm steckt. Island soll aufschauen, wenn er nach drei Jahren zurückkehrt! „Nur fort von diesen Menschen! Laßt uns unbetretene Eilande suchen!“ sagt er zu seinen Freunden. „Geht nicht die Kunde, daß vor einem Menschenalter einer der Unsern durch einen Sturm westwärts verschlagen wurde und in eine wilde Schärenlandschaft, die Gunbjörn-Schären, geriet? Wo aber Schären im Wasser liegen, da ist die Küste nicht weit! Wir wollen nach Westen segeln und neues Land finden!“ Die Leute schlagen die Schwerter an die Schilde zum Zeichen der Zustimmung, sie haben ihm Treue gelobt und wären bereit, mit ihm zur Hölle zu fahren. So besteigen sie „Stigandi“, das Drachenboot, und wenden nach Westen, wo der Sage nach Nebel und Eis die Tore des Erdkreises verschließen.  
Wieder gehen drei Jahre ins Land. Man hat Erik den Roten und seine Mannschaft vergessen. Kein Englandfahrer, kein Handelsschiff auf Norwegenroute ist seinem Segler begegnet. Vielleicht aber wissen die Eisriesen oder die nachtdunklen Tiefen des Ozeans mehr!

Auf dem Breidarfjordhof am Fjord ist unter der Obhut des Deutschen Tyrk Südmann der kleine Leif herangewachsen, schon übt Eriks Sohn die Handhabung des Schwertes, schon wirft er Speere und lenkt sein kleines Boot ganz allein quer über den Fjord. Da kommt plötzlich Kunde von der „Stigandi“. Von Westen her segelnd wurde das Schiff am Kap Snaifellsnes, der östlichsten Steilklippe Islands, gesichtet.
Erik der Rote ist wiedergekehrt! Was er berichtet, übersteigt alle Vorstellung. Ganz Island ist davon erfüllt. Das Geheimnis der drei Jahre des Verschollenseins hat sich gelüftet: Erik und seine Mannschaft haben im Westen neues Land entdeckt. Bald weiß es jedermann zwischen Islands nördlichsten und südlichsten Siedlungen Eyrar und Reynines, daß nicht sehr weit nach Westen hin ein gewaltiges Land aus dem Meere steigt. Tiefe Fjorde und langgestreckte Küsten dehnen sich menschenleer jenseits der Gunbjörn-Schären. Grönland — das grüne Land — nennt Erik seine Entdeckung. Er entsinnt sich nur zu gut, wie abträglich der Name Island seiner bisherigen Heimat gewesen ist; wie ungern die Norweger in dies Land des Eises gefahren sind. Soll Grönland besiedelt werden und Menschen anlocken, nun so muß schon in seinem Namen etwas Verheißendes klingen. Grönland — Grünes Land! Freilich — die Männer der Schiffsbesatzung plaudern bald mehr als ihm lieb ist. Und so erfahren die Isländer auch, daß ein riesiger Gletscher — der Mitferner — das erste Landmal Grönlands ist, das der Seefahrer erblickt; daß mehr als die Hälfte des Jahres Eisberge und Treibeisgürtel die Fjorde blockieren und daß das „grüne Land“ viele Monate unter meterhohen Schneewehen begraben liegt. Erik zieht trotzdem von Hof zu Hof und findet Männer, die bereit sind, ihm nach Westen zu folgen.  
Da steht Erik in der Halle und spricht zu den Männern. Ein Rock aus Seehundsfell und unten geschnürte, linnene Hosen sind seine Kleidung, goldene Spangen klirren an seinen Schultern und halten den seidenen Umhang, den er auf einer Raubfahrt im Süden erbeutet. Wenn er spricht, flammt der rote Bart, die zotteligen Locken umwallen sein windzerzaustes Gesicht. So schildert er die grünen Hänge längs der Fjorde, die Grenzenlosigkeit dieser westlichen Welt, die er in drei Jahren erforscht hat, er spricht von der Freiheit, die dort drüben winkt. Denn auch Island beginnt eng zu werden. Schon spricht man davon, daß König Olaf Tryggvason von Norwegen dem neuen Glauben zuneige und schon die Sendboten für Island bestimmt habe. Da ist auch auf Island kein Platz mehr für diese Männer, die den alten Göttern und alten Sitten die Treue halten wollen.
 
Bald danach ereignet sich’s, daß ein weitberühmter wikingischer Held — Thorvald Kodranson — mit seinem Schiff in Island landet. Mit ihm kommt ein streitbarer sächsischer Bischof, der sogleich beginnt, die Lehre des „Weißen Christ“ zu verkünden. Nur die Achtung vor Thorvald Kodranson bewahrt das Leben dieses Mannes. Noch will Island nicht von den Asengöttern lassen. Aber seelische Unruhe ist ins Land gekommen, und so Anden sich viele, die Erik ihre Teilnahme zur Westfahrt zusagen. Land und Höfe werden verkauft. Nur das Notwendigste: Zuchtvieh, Werkzeuge, Webstühle und Spinnräder, Geschirr und Waffen treibt und trägt man zum Strand, wo man zur Ausfahrt rüstet. Die Männer prüfen die hochgebockten Schiffe, bessern das Tauwerk und flicken die Segel. Als der Maimonat des Jahres 984 herangekommen ist, sammeln sich vor der Landspitze Snaifellsnes 25 Hochseeschiffe zur Landnahmefahrt. Island hat um diese Zeit 60 000 Einwohner. 900 von ihnen folgen dem Rufe Eriks des Roten. Die Schiffe wiegen sich auf der breiten Dünung, die von Osten heraufsteigt. Über die Balken, die mittschiffs den Bord erhöhen, blöken und muhen die Schafe und Rinder. Auf den Nachbarschiffen stampfen ungeduldig die Rosse, denen die ungewohnte See nicht behagt. Frauen und Kinder drängen sich auf dem Deck unter dem Hauptmast. Große Planen sind über die Waren und Gerätschaften gespannt, während die Seemannschaft Vorschiffs versammelt ist. Nur die Steuerleute stehen auf der Back und halten die riesigen Ruderbalken fest. Auch Tyrk Südmann und Leif, Eriks Sohn, sind mit an Bord. Noch einmal blicken die beiden zurück zur heimatlichen Küste.
Möge Odin, der Allvater, wissen, wohin der Wahrspruch der Nornen sie verschlägt. Da richtet sich auf dem Heck der „Stigandi“ Erik der Rote hoch auf und formt seine Hände gleich einem Trichter: „Werft los!“ Die langen Ruder staken ins Wasser. Wie ein Wehlaut steigt der Schrei der Zurückgebliebenen am Ufer auf, die Rümpfe der Schiffe beginnen zu stampfen und wenden die breiten Brüste der Dünung zu. Segel rollen gelb und rot gestreift von den Rahen, klatschen an den Mastbaum und spannen sich plötzlich unter der Gewalt des Windes. „Stigandi“ läuft an die Spitze. Ihr Drachenhaupt taucht in das erste Wogental und steigt sofort wieder daraus hervor. Endlos, unerbittlich dehnt sich das Nordmeer nach Westen.

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