Michael Jurjewitsch Lermontow ♣ TAMANJ ♣ Eine Erzählung

             TAMANJ

        Tamanj ist das elendste aller russischen Hafenstädtchen. Ich wäre dort fast vor Hunger gestorben, außerdem wollte man mich zu allem übrigen dort noch ersäufen.

        Ich hatte die Post benutzt und kam spät in der Nacht an. Der Kutscher brachte sein ermüdetes Dreigespann an der Pforte des einzigen Steinhauses, das gleich am Ortseingang liegt, zum Stehen.

        Der Wachtposten, ein Kosak vom Schwarzen Meer, schrie, als er den Schellenton hörte, im Halbschlaf mit wilder Stimme: »Wer da?« Ein Unteroffizier und ein Aufseher kamen heraus.

        Ich erklärte ihnen, daß ich Offizier sei, aus Dienstgründen zur aktiven Armee reise, und verlangte nach einem Quartier. Der Aufseher führte uns durch die Stadt. Allein jede Hütte war besetzt. Es war bitter kalt; drei Nächte hindurch hatte ich keinen Schlaf gefunden, ich war mithin erschöpft und ärgerte mich immer mehr.

        »Bring mich endlich irgendwo unter, du Räuber! und sei es beim Teufel, ich muß eine Unterkunft finden! « schrie ich.

Tiflis, Gemälde von Michail Lermontow, 1837
Tiflis, Gemälde von Michail Lermontow, 1837

    »Es gibt da noch eine Hütte«, entgegnete der Aufseher und kratzte sich dabei den Nacken; »aber sie wird Euer Wohlgeboren nicht gefallen: es ist da nicht geheuer!«

        Ich begriff die genaue Bedeutung des letzten Wortes nicht ganz und befahl ihm, voranzugehen; nach einer langen Wanderung durch kotige Querstraßen, in denen ich nichts als morsche Zäune wahrnehmen konnte, gelangten wir endlich zu einer kleinen Hütte, die dicht über dem Meeresufer lag.

        Grell schien der Vollmond auf das Schilfdach und die weißen Wände meiner neuen Behausung; auf dem Hof, der von einer Mauer aus Feldsteinen umgeben war, stand noch eine andere Hütte, noch älter und noch kleiner als die erste und schon ganz schief geworden.

        Hart neben ihrer Wand fiel das Ufer steil zum Meer ab, und in der Tiefe plätscherten mit unablässigem Raunen die dunkelblauen Wellen.

        Still blickte der Mond auf das unruhige, aber ihm gehorsame Element herab; bei seinem Licht konnte ich in weiter Entfernung vorn Ufer zwei Schiffe erkennen, deren schwarzes Takelwerk sich wie ein Spinngewebe unbeweglich vom blassen Strich des Himmels abhob.

        »Im Hafen gibt es Fahrzeuge«, überlegte ich. »Morgen werde ich mich mithin nach Gelendschik begeben.«

        Ein Kosak eines Linienregiments war zu jener Zeit mein Bursche. Ich befahl ihm, den Koffer vom Wagen zu nehmen und den Kutscher zu entlassen, unterdessen begann ich selber nach dem Hausherrn zu rufen, aber alles schwieg; ich klopfte – es schwieg noch immer … was sollte das nur wieder bedeuten? Endlich kroch aus dem Hausflur ein vierzehnjähriger Junge.

        »Wo ist der Hausherr?« – »Keiner da.« »Wie das? Ist überhaupt keiner da?« – »Keiner.« »Und die Hausfrau?« – »Gerade zur Vorstadt gelaufen.« »Wer wird mir denn die Tür öffnen?« sagte ich und stieß mit dem Fuß dagegen. Die Tür öffnete sich von selber; ein feuchter Hauch wehte mir aus dem Hause entgegen.

        Ich zündete ein Schwefelholz an und führte es an das Gesicht des Knaben: es beleuchtete zwei völlig weiße Augen. Er war blind. Regungslos stand er vor mir, und ich betrachtete seine Züge.

        Ich muß gestehen, daß ich ein heftiges Vorurteil gegen alle Blinden hege, gegen Einäugige, Taube, Stumme, Bein- und Armlose, Bucklige und dergleichen mehr.

        Ich konnte oft die Beobachtung machen, daß es sonderbare Verbindungen zwischen dem Äußeren eines Menschen und seiner Seele gibt; es ist fast so, als verliere die Seele irgendeines ihrer Gefühle, wenn der Körper eines Gliedes verlustig geht.

        Ich begann also, das Gesicht des Blinden zu betrachten; doch was kann man in einem Antlitz lesen, das keine Augen hat? … Lange sah ich ihn so mit unwillkürlichem Mitgefühl an, als plötzlich ein kaum merkbares Lächeln über seine schmalen Lippen flog, das auf mich, ich weiß nicht warum, den allerunangenehmsten Eindruck machte.

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        In meinem Geist stieg ein Verdacht auf, daß dieser Blinde am Ende gar nicht so blind sei, wie es den Anschein hatte; vergebens versuchte ich mir vorzuhalten, daß man den Star nicht vortäuschen könne; und aus welchem Grunde sollte er es denn auch tun? Allein es war umsonst! – Ich bin nur zu sehr geneigt, mich Vorurteilen hinzugeben.

        »Bist du der Sohn der Hausfrau?« fragte ich ihn. »Nein.« – »Wer bist du dann?« – »Eine arme Waise.« – »Und hat die Hausfrau selber Kinder?« – »Nein; eine Tochter war da, die ist mit einem Tataren übers Wasser geschwommen.« – »Was war das für ein Tatar?« – »Weiß der Teufel! Ein Tatar aus der Krim, Schiffer war er, in Kertsch.«

        Ich trat ins Haus: zwei Bänke, ein Tisch und außerdem noch ein riesenhafter Kasten, der neben dem Ofen stand, bildeten das ganze Mobiliar. An der Wand hing kein einziges Heiligenbild – ein übles Vorzeichen!

        Durch das zerbrochene Fenster drang der Wind vom Meere. Ich zog aus meinem Koffer einen Wachskerzenstummel hervor und begann, nachdem ich ihn angezündet hatte, meine Sachen auszupacken; meinen Säbel und das Gewehr brachte ich in der einen Ecke unter, die Pistolen legte ich auf den Tisch; auf der einen Bank breitete ich meinen Filzmantel aus, mein Kosak dagegen den seinen auf der andern; nach zehn Minuten schnarchte er, ich jedoch konnte nicht einschlafen: immer noch schwebte, trotz der Dunkelheit, der junge mit den weißen Augen vor mir.

        So verstrich etwa eine Stunde. Der Mond schien durchs Fenster, und sein Licht spielte auf dem Lehmboden des Hauses.

        Auf einmal glitt ein Schatten über den hellen Streifen, der auf dem Boden lag. Ich erhob mich und schaute durchs Fenster: plötzlich lief abermals jemand vorüber und verschwand, weiß Gott, wohin.

        Ich konnte unmöglich annehmen, daß dieses Geschöpf den steilen Abhang der Klippe hinuntergesprungen sei; aber es gab keine andere Möglichkeit, wohin es sonst hätte verschwinden können. Ich stand vollends auf, warf mir den Beschmet über die Schultern, schnallte den Dolch um und verließ leise die Hütte; der blinde junge kam mir entgegen. Ich verbarg mich hinter dem Zaun, er schritt mit sicherem, wenn auch vorsichtigem Tritt an mir vorüber.

        Unterm Arm trug er ein Bündel, er ging zum Hafen und stieg einen schmalen und steilen Pfad zum Meer hinab. »An jenem Tage werden die Stummen zu reden beginnen und die Blinden sehen«, dachte ich und folgte ihm in einer Entfernung, aus der ich ihn noch im Auge behalten konnte.

        Unterdessen waren Wolken über den Mond gekrochen, vom Meere stieg ein Nebel auf; er war so dicht, daß die Laterne am Bug des näheren Schiffes kaum mehr hindurchschimmerte; am Ufer glitzerte der Schaum der Wellenkämme, die es in einem fort zu überschwemmen drohten.

        Der Abstieg gelang mir seiner Steilheit wegen nur mit Mühe, aber plötzlich gewahrte ich, daß der Blinde stehengeblieben war, er bog dann nach rechts ab und ging so nahe an der Flut, daß es den Eindruck machte, die nächste Welle müßte ihn packen und fortschwemmen; allein dies schien nicht sein erster Spaziergang zu sein, denn mit großer Sicherheit sprang er von Stein zu Stein und vermied alle Spalten.

        Endlich machte er halt, horchte, setzte sich dann auf die Erde und legte sein Bündel neben sich. Hinter einer vorspringenden Uferklippe versteckt, beobachtete ich all seine Bewegungen. Wenige Minuten darauf zeigte sich auf der entgegengesetzten Seite eine weiße Gestalt; sie näherte sich dem Blinden und setzte sich neben ihn. Von Zeit zu Zeit trug mir der Wind abgerissene Brocken ihres Gespräches zu.

        »Was, Blinder?« fragte eine Frauenstimme, »wie der Sturm weht; Janko wird heute nicht kommen.« »Janko fürchtet den Sturm nicht«, entgegnete er. »Der Nebel wird immer dichter«, ertönte aufs neue die Frauenstimme mit einem Anflug von Trauer.

        »Im Nebel ist es leichter, an den Wachtschiffen vorüberzukommen«, lautete die Antwort. – »Und wenn er dabei ertrinkt?« – »Was macht’s? Du wirst dann eben am Sonntag ohne ein neues Band zur Kirche gehen.«

        Ein Schweigen trat ein; am meisten von allem hatte mich überrascht, daß der Blinde, der sich im Gespräch mit mir der kleinrussischen Mundart bedient hatte, sich jetzt in reinem Russisch ausdrückte.

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        »Siehst du nun, daß ich recht hatte?« sagte mit einem Male der Blinde und klatschte in die Hände. »Janko fürchtet weder das Meer noch den Wind, noch den Sturm, noch die Wachtposten am Ufer; horch nur mal, das ist nicht Wasser, was dort plätschert, mich kann man nicht täuschen – das sind seine langen Ruder.«

        Die Frau sprang auf und schaute unruhig in die Ferne.»Du träumst, Blinder!« sagte sie; »ich kann nichts sehen.«

        Ich muß gestehen, wieviel Mühe ich mir auch gab, in der Ferne irgend etwas einem Boot Ähnliches wahrzunehmen – es war alles vergebens. So verstrichen weitere zehn Minuten; plötzlich aber zeigte sich zwischen den Wellenbergen ein schwarzer Punkt: er wurde bald größer, bald wieder kleiner. Schwer die Wellenrücken hinanklimmend, schnell von ihnen herab wieder in die Tiefe gleitend, näherte sich dem Ufer ein Boot.

        »Verwegen muß der Schiffer sein, der sich in solcher Nacht entschließt, die Meerenge in der Breite von zwanzig Werst zu überqueren, und wichtig muß der Grund sein, der ihn dazu bewogen hat.«

        Mit solchen Gedanken betrachtete ich das armselige Boot, mir klopfte unwillkürlich das Herz dabei; allein das Boot tauchte wie eine Ente und sprang dann wieder mit einem schnellen Schlag der Ruder, als hätte es Flügel, bedeckt von dem Gischt der Wellen, aus dem Abgrund heraus; ich dachte jeden Augenblick, daß es in tollem Schwung ans Ufer stoßen und dort zerschellen müßte; doch da wendete es geschickt zur Seite und schlüpfte unbeschädigt in die kleine Bucht.

        Ein Mensch mittleren Wuchses trat ans Ufer, er trug eine tatarische Lammfellmütze; er winkte mit der Hand, und nun machten sich die drei daran, etwas aus dem Boot hervorzuziehen; die Ladung war so gewaltig, daß ich bis jetzt nicht verstehen kann, wieso das Boot nicht untergegangen ist.

        Jeder lud sich ein Bündel auf den Rücken, und sie entfernten sich, längs des Ufers gehend; ich verlor sie bald aus dem Gesicht. Es war Zeit für mich, nach Hause zurückzukehren; aber ich muß zugeben, daß all diese Seltsamkeiten mich sehr erregt hatten und daß ich mit Ungeduld den Morgen erwartete.

        Mein Kosak war aufs äußerste erstaunt, als er mich bei seinem Erwachen bereits angezogen sah; jedoch ich sagte ihm nicht, was mich dazu veranlaßt hatte. Eine Zeitlang genoß ich durch mein Fenster den Ausblick auf den blauen, von zerrissenen Wölkchen bedeckten Himmel und betrachtete das ferne Ufer der Krim, das sich wie ein lila Band hinzieht und mit einer Klippe endet, auf deren Gipfel ein Leuchtturm weiß schimmert; dann aber begab ich mich zur Festung Fanagoria, um vom dortigen Kommandanten die Stunde meiner Abreise nach Gelendschik zu erfahren.Лермонтов_Кавказский_вид_возле_селения_Сиони

        Doch – o weh! auch der Kommandant konnte mir nichts Bestimmtes hierüber verraten. Die Schiffe, die ich im Hafen gesehen, waren entweder Wachtschiffe oder Kauffahrer, die man noch nicht einmal zu beladen begonnen hatte. – »Es kann sein, daß das Postschiff nach drei oder vier Tagen eintreffen wird«, sagte der Kommandant. »Dann werden wir weiter sehen.«

        Finster und verdrossen ging ich nach Hause zurück. An der Tür empfing mich mein Kosak mit erschrockenem Gesicht.

        »Schlimm, Euer Wohlgeboren!« redete er mich an.

        »Freilich, Bruder, Gott allein weiß, wann wir von hier fortfahren werden! «

        Bei diesen Worten wuchs seine Aufregung nur noch mehr, er neigte sich zu mir und sagte flüsternd: »Hier ist ’s nicht geheuer! Ich traf heute einen Aufseher, den ich gut kenne – wir waren im vergangenen Jahr in der gleichen Abteilung; kaum hatte ich ihm gesagt, wo wir Quartier gefunden, da rief er mir schon zu: Bruder, da ist’s nicht geheuer, schlimme Leute wohnen dort! … Ja, und in der Tat, was ist denn das für ein Blinder ! . . . Er geht immer allein, er geht sogar auf den Markt und holt Brot und Wasser … man scheint sich hierorts daran gewöhnt zu haben.«

        »Nun? Und ist denn nicht wenigstens die Hausfrau bereits erschienen? … «

        »Während Sie fort waren, kam eine alte Frau mit ihrer Tochter.«

        »Was für eine Tochter? Sie hat ja gar keine Tochter.« – »Weiß Gott, wer es ist, wenn sie nicht ihre Tochter ist; die Alte sitzt übrigens in ihrem Hause.«

        Ich trat in das andere Haus. Der Ofen war stark geheizt, und es kochte darin ein Mittagessen, das für diese Bettler ziemlich üppig zu nennen war. Die Alte antwortete auf all meine Fragen nur, daß sie taub sei und nichts höre. Was sollte ich mit ihr beginnen?Lermontov_Vospominanie_o_Kavkaze_Oil_1838

        Ich wendete mich zu dem Blinden, der vor dem Ofen saß und beständig Reisig ins Feuer legte. »Hör mal, du kleiner blinder Teufel«, sagte ich zu ihm und nahm ihn beim Ohr; »erzähl mal, wohin du nachts mit deinem Bündel gezogen bist – was?« Der blinde Junge aber begann plötzlich zu weinen und zu schreien und ächzte: »Wohin ich gegangen bin? … Nirgends bin ich hingegangen … mit einem Bündel? … Mit was für einem Bündel?«

        Die Alte schien es dieses Mal gehört zu haben und begann zu murren: »Was für Geschichten und dazu noch mit einem armen Krüppel? Was wollen Sie von ihm? Was hat er Ihnen getan?« Mir war alles so zuwider, daß ich hinausging, allein ich war fest entschlossen, den Schlüssel zu diesem Rätsel zu finden.

        Ich wickelte mich in meinen Mantel, setzte mich am Zaun auf einen Stein und schaute in die Weite; vor mir dehnte sich das vom nächtlichen Sturm noch immer wogende Meer; sein gleichmäßiges Rauschen, das dem Raunen einer schlafenden Stadt ähnelte, erinnerte mich an alte Jahre, und meine Gedanken flogen nach dem Norden, zu unserer kalten Hauptstadt.

        Erregt von Erinnerungen, vergaß ich alles ringsumher … So verging wohl eine Stunde; es kann auch sein, daß es mehr war… Plötzlich drang etwas wie ein Lied an mein Ohr. Ja, es war ein Lied; und zwar sang es eine frische Frauenstimme – allein von wo kam es? … Ich horchte hin: In der Tat, es war Gesang – bald schallte er gedehnt und traurig, bald wieder wurde er lebendig und schnell. Ich blickte mich um – es war niemand zu sehen; ich horchte wieder hin – es war, als fielen die Töne vom Himmel. Endlich sah ich auf:

        Auf dem Dach meines Hauses stand ein Mädchen in gestreiftem Kleide, mit ihren flatternden Haaren glich sie wahrhaftig einer Nixe. Die Augen mit der Hand vor den Sonnenstrahlen schützend, schaute sie aufmerksam in die Ferne, bald lachte sie und sprach mit sich selber, bald wieder begann sie aufs neue zu singen.

        Ich kann mich noch genau an dieses Lied erinnern:

        In verwegner Freiheit ziehn
        über grüne Meere,
        ziehn die vielen Schiffe hin
        mit den weißen Segeln.

        Und mit all den Schiffen dort
        schwimmt mein Schifflein hin,
        Schifflein ohne Takelwerk,
        mit zwei Rudern nur.

        Wenn der Sturm die Wogen hebt,
        heben auch die Schiffe all,
        heben ihre Flügel auf,
        streichen übers Meer geschwind.

        Dann verneig ich mich vorm Meer
        mit dem tiefsten Gruß:
        »Rühr mich nicht an du schlimmes Meer
        rühr mein Boot nicht an:

        denn es birgt mein Schifflein ja
        viele Kostbarkeiten gut,
        denn es fährt durch dunkle Nacht
        dort mein wilder Tollkopf hin.«

        Unwillkürlich durchzuckte mich der Gedanke, daß ich nachts dieselbe Stimme gehört hatte; ich dachte einen Augenblick nach, allein als ich abermals hinaufschaute, war das Mädchen nicht mehr zu sehen.The_View_of_the_Cross_Mountain_by_Mikhail_Lermontov_1837

        Plötzlich lief sie an mir vorüber, sie summte jetzt ein anderes Lied und schnalzte mit den Fingern; sie lief ins Haus, in dem die Alte saß, und sogleich entstand ein Streit zwischen den beiden. Die Alte ärgerte sich, sie aber lachte nur laut. Kurz darauf hüpfte meine Undine wieder an mir vorüber; als sie an mir vorbeikam, blieb sie ein wenig stehen und sah mich aufmerksam an, als versetze meine Anwesenheit sie in Erstaunen; dann jedoch wandte sie sich gleichgültig ab und schritt langsam dem Hafen zu.

        Aber hiermit hatte es noch nicht sein Ende gefunden: den ganzen Tag über trieb sie sich immer in der Nähe meiner Wohnung herum; ihr Gesang und ihr Springen wollten überhaupt nicht mehr aufhören. Sonderbares Geschöpf! Auf ihrem Antlitz war nicht das geringste Anzeichen des Wahnsinns zu lesen;

        im Gegenteil sogar: mit einem beinahe verwegenen Scharfblick ruhten ihre Augen auf mir, und es war fast, als seien diese Augen mit magnetischer Gewalt begabt und als erwarteten sie jedesmal, wenn sie auf mir ruhten, eine Frage von mir. Doch sobald ich sie ansprach, lief sie noch jedesmal mit einem listigen Lächeln fort.

        Wahrhaftig, in meinem ganzen Leben hatte ich noch keine solche Frau zu Gesicht bekommen. Sie war durchaus nicht, was man eine Schönheit nennt, allein auch hinsichtlich der Schönheit habe ich meine gewissen Vorurteile.

        Viel Rasse steckte in ihr. . . die Rasse ist bei den Frauen wie bei den Pferden etwas sehr Wichtiges: diese Entdeckung gehört der jungen französischen Generation an. Sie, das heißt die Rasse und nicht etwa die junge französische Generation, zeigt sich am klarsten im Gang, in den Händen und an den Füßen; die Nase hat ebenfalls viel zu bedeuten.

        Eine regelmäßige Nase ist in Rußland seltener als etwa ein kleines Füßchen. Meine Sängerin schien nicht älter zu sein als achtzehn Jahre. Die ungewöhnliche Geschmeidigkeit ihres Körpers, eine besondere, ihr eigentümliche Art, das Haupt zu neigen, die langen blonden Haare, das goldige Schimmern ihrer auf dem Hals und den Schultern ein wenig von der Sonne gebräunten Haut und vor allem die regelmäßige Nase – all das war für mich geradezu bezaubernd.

        Und lag auch in ihren scheuen Blicken etwas Wildes und Verdachterregendes, und war auch in ihrem Lächeln etwas durchaus Unbestimmtes, so siegte dennoch die Macht des Vorurteils: ihre regelmäßige Nase machte mich verrückt; ich stellte mir vor, Goethes Mignon gefunden zu haben – diese eigenartigste Schöpfung seiner deutschen Phantasie; und in der Tat hatten die beiden viel Ähnlichkeit miteinander: die gleichen schnellen Übergänge von der größten Unruhe zur vollkommenen Unbeweglichkeit, die gleichen rätselhaften Reden, dieselben Sprünge und sonderbaren Lieder …Paintings_by_Mikhail_Lermontov,_1837

        Als es Abend wurde, gelang es mir, sie in der Tür festzuhalten; ich begann folgendes Gespräch mit ihr:

        »Sag mir doch, meine Schönste«, fragte ich, »was tatest du heute auf dem Dache?« – »Ich schaute, von wo der Wind bläst; von dort kommt auch das Glück.« – »Wie? Wolltest du mit deinem Liede etwa das Glück beschwören?« –

        »Wo man singt, da gibt es immer Glückliche.« – »Aber wie, wenn du dir mit deinem Singen am Ende einen Kummer heraufbeschwörst?« »Was macht’s? Wo es nicht besser wird, wird es schlimmer, und vom Schlimmen zum Guten ist es wiederum nicht sehr weit.« –

        »Wer hat dich dieses Lied gelehrt?« – »Niemand hat es mich gelehrt; ich singe, was mir einfällt; wer es hören soll, der hört’s; und wer es nicht hören soll, der wird es nicht begreifen.« – »Und wie heißt du denn, kleine Sängerin?« –

        »Wer mich getauft hat, der wird es wissen.« – »Und wer hat dich denn getauft?« – »Woher soll ich das wissen!« – »Was du für eine Geheimniskrämerin bist! Hör mal, was ich von dir weiß.« (Ihr Gesicht veränderte sich hierbei nicht, ja sie bewegte nicht einmal die Lippen, als ginge es sie gar nichts an.) »Ich weiß, daß du gestern nacht ans Ufer gingst.«

        Und nun erzählte ich ihr mit viel Wichtigkeit alles, was ich gesehen, und dachte, sie damit verlegen zu machen; aber gefehlt! Sie lachte aus voller Kehle. »Viel gesehen und wenig wissen; aber was Sie wissen, das halten Sie fein hinter Schloß und Riegel.« –

        »Wie aber, wenn es mir etwa in den Kopf käme, das alles dem Kommandanten zu berichten?« ich machte hierbei ein sehr ernsthaftes, ja fast strenges Gesicht. Mit einem Male sprang sie davon, sang und verschwand wie ein Vogel, den man aus dem Gebüsch aufgescheucht hat.

        Meine letzten Worte waren völlig unangebracht gewesen; welche Bedeutung sie gewinnen sollten, ahnte ich damals noch gar nicht, allein ich hatte später Gelegenheit genug, sie zu bereuen.

        Es dämmerte, ich befahl meinem Kosaken, den Teekessel auf Feldzugsart heiß zu machen, zündete eine Kerze an, setzte mich an den Tisch und rauchte meine Reisepfeife. Ich war gerade mit dem zweiten Glas Tee fertig geworden, als plötzlich die Tür knarrte; hinter meinem Rücken hörte ich leise Schritte und Kleiderrauschen; ich fuhr auf und drehte mich um – sie war es, meine Undine.

        Leise und stumm setzte sie sich mir gegenüber und heftete ihre Augen auf mich; ich weiß nicht, warum, aber ihr Blick kam mir zauberhaft zärtlich vor; er erinnerte mich an einen jener Blicke, die vor Zeiten so selbstherrlich mit meinem Leben gespielt hatten.

        Es machte den Eindruck, als erwarte sie eine Frage von mir, allein ich schwieg voll unerklärlicher Verwirrung. Dunkle Blässe lag auf ihrem Antlitz, seine Züge sprachen von seelischer Erregung; ihre Hand glitt ziellos über den Tisch, und ich bemerkte, daß sie leise zitterte; ihre Brust wogte, doch bald wieder war es, als halte sie den Atem an.

        Nach und nach begann diese Komödie mich zu langweilen, und schon war ich drauf und dran, das Schweigen auf die allerprosaischste Art zu unterbrechen, das heißt, ihr ein Glas Tee anzubieten, als sie mit einem Male aufsprang, meinen Hals mit ihren beiden Armen umfing und einen feuchten und brennenden Kuß auf meine Lippen drückte. Es dunkelte mir vor den Augen, mein Kopf drehte sich, mit ganzer Kraft jugendlicher Leidenschaft preßte ich sie in meine Arme, sie jedoch entwand sich mir wie eine Schlange und flüsterte mir nur ins Ohr:

        »Komm heute nacht, wenn alles schläft, zum Ufer«, und war wie ein Pfeil aus dem Zimmer. Im Hausflur warf sie den Teekessel um und das Licht, das auf der Bank stand. »Satan von einem Mädchen!« rief mein Kosak, der auf dem Stroh lag und gerade davon geträumt hatte, sich mit dem Rest meines Tees zu erwärmen. Und da erst kam ich wieder zur Besinnung.

        Zwei Stunden darauf, als jeder Laut im Hafen verstummt war, weckte ich meinen Kosaken auf. »Wenn du hören solltest, daß ich meine Pistole abschieße«, sagte ich zu ihm, »dann komm geschwind ans Ufer.« Er glotzte mich an und antwortete mechanisch: »Zu Befehl, Euer Wohlgeboren.« Ich steckte die Pistole in den Gürtel und ging hinaus. Sie erwartete mich am Rande des Abhanges; sie war mehr als leicht gekleidet, ein kleines Tuch gürtete ihren geschmeidigen Leib.

        »Komm mit!« sagte sie, ergriff meine Hand und zog mich den Abhang hinunter. Ich kann heute noch nicht fassen, daß ich mir damals nicht den Hals brach; unten angelangt, bogen wir nach rechts ab und schritten den gleichen Weg, auf dem ich gestern dem Blinden gefolgt war.

        Der Mond war noch nicht aufgegangen und nur zwei Sternchen schimmerten am dunkelblauen Himmel wie zwei rettende Leuchtturmfeuer. Gleichmäßig und gemessen rollten die schweren Wogen eine nach der andern daher und schaukelten kaum merkbar das einsame Boot, das am Ufer angekettet war. »Laß uns ins Boot steigen«, sagte meine Gefährtin. Ich zauderte – ich bin kein Freund von sentimentalen Spazierfahrten auf dem Meere, allein es war zu spät, zurückzuweichen.

        Sie sprang ins Boot, ich folgte ihr und hatte kaum meine Fassung wiedererlangt, als ich gewahrte, daß wir vom Lande abgestoßen waren. »Was soll das heißen?« fragte ich ärgerlich. »Das heißt«, erwiderte sie, indem sie neben mir auf der Bank Platz nahm und mich mit ihren Armen umschlang, »das heißt, daß ich dich liebe…«

        Sie schmiegte ihre Wange an die meine, und ich spürte ihren brennenden Atem auf meinem Gesicht. Da fiel etwas geräuschvoll ins Wasser; ich faßte an meinen Gürtel – die Pistole war fort. Oh! ein furchtbarer Verdacht stahl sich da in meine Seele, das Blut stieg mir in den Kopf! Ich sah mich um – wir waren bereits gegen fünfzig Faden vom Ufer entfernt, und ich konnte nicht schwimmen! Ich wollte sie von mir stoßen – wie eine Katze krallte sie sich an mich, und plötzlich hätte mich ein heftiger Stoß von ihr fast ins Meer geworfen.

        Das Boot schwankte stark, es gelang mir freilich schnell, das Gleichgewicht wiederherzustellen, aber nun kam es zu einem verzweifelten Kampf zwischen uns; die Wut verdoppelte meine Kräfte, doch nur zu bald erkannte ich, daß ich meiner Gegnerin in Gewandtheit unterlegen war … »Was willst du von mir!« brüllte ich und preßte gewaltsam ihre kleinen Hände, ihre Finger knackten, sie schrie indes nicht auf, ihre Schlangennatur hielt auch diese Folter aus.

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        »Du hast’s gesehen«, entgegnete sie, »du wirst’s verraten!« und drängte mich dabei mit übernatürlicher Kraft an den Rand des Bootes; wir hingen beide mit halbem Körper über dem Wasser; die Flut benetzte ihr Haar; der Augenblick war entscheidend.

        Ich stemmte meine Knie auf den Boden, packte mit der einen Faust ihre Haare und mit der andern ihre Gurgel, sie mußte dabei meinen Anzug fahrenlassen, und in derselben Sekunde warf ich sie ins Meer.

        Es war schon ziemlich dunkel; ihr Kopf tauchte noch zweimal im Schaum der Wellen auf, aber gleich darauf konnte ich nichts mehr wahrnehmen …

        Auf dem Boden des Bootes fand ich die Überreste eines alten Ruders und gelangte mit seiner Hilfe nach unendlicher Mühe ans Ufer. Während ich längs des Ufers nach Hause zurückkehrte, schaute ich unwillkürlich nach der Seite aus, wo gestern der Blinde den nächtlichen Schiffer erwartet hatte.

        Der Mond stand hoch am Himmel, und auf einmal kam es mir so vor, als sähe ich jemand in einem weißen Gewand dort am Ufer sitzen; getrieben von Neugierde, schlich ich näher heran und legte mich über dem Uferabsturz ins Gras; wenn ich den Kopf ein wenig vorstreckte, konnte ich von meiner Klippe aus alles sehen, was unten geschah, und erstaunte keineswegs, sondern war fast darüber erfreut, als ich meine Nixe wiedererkannte.

        Sie war damit beschäftigt, den Schaum des Meeres aus ihren langen Haaren zu entfernen; eng lag das nasse Hemd um ihren geschmeidigen Leib und die hohe Brust. Kurz darauf zeigte sich in der Ferne das Boot: es näherte sich rasch; wie gestern sprang der Mann in der Tatarenmütze heraus, ich bemerkte, daß sein Haar nach Kosakenart gestutzt war und daß ein großes Messer hinter seinem Ledergürtel steckte. »Janko«, sagte sie, »es ist alles verloren!« Sie sprachen weiter, aber sie sprachen so leise, daß ich nichts verstehen konnte. – »Wo ist denn der Blinde?« fragte Janko endlich mit etwas lauterer Stimme. »Ich habe ihn fortgeschickt«, war die Antwort. Wenige Minuten darauf erschien der Blinde, er schleppte einen Sack auf dem Rücken und legte ihn ins Boot.

        »Hör mal Blinder!« sagte Janko, »du mußt jetzt den Ort bewachen … du weißt doch? Kostbare Waren liegen dort … und sag dem (den Namen konnte ich nicht verstehen), daß ich ihm nicht mehr diene; die Sache steht schlimm, er wird mich nicht wiedersehen; es ist jetzt zu gefährlich; ich fahre fort, um mir anderswo Arbeit zu suchen; ihm jedoch wird es schwerfallen, abermals einen so verwegenen Burschen zu finden. Und sag ihm ferner, daß, wenn er die Arbeit besser bezahlt hätte, Janko ihn nicht verlassen haben würde. Ich finde überall meinen Weg, wo der Wind weht und das Meer rauscht!«

        Nach einer kurzen Pause fuhr Janko fort: »Sie fährt mit mir; sie darf nicht länger hierbleiben; und der Alten sage, daß es höchste Zeit sei zu sterben; sie lebt schon viel zu lange, man muß immer Maß und Ziel kennen. Uns wird sie nicht mehr wiedersehen.«

        »Und ich?« rief der Blinde mit kläglicher Stimme.

        »Was soll ich mit dir?« ward ihm zur Antwort.

        Währenddessen war meine Undine bereits ins Boot gesprungen und winkte ihrem Gefährten zu; er drückte dem Blinden etwas in die Hand und sagte: »Da, kauf dir Pfeffernüsse dafür.« – »Mehr nicht?« fragte der Blinde. – »Da hast du noch« – eine Münze klirrte zu Boden und rollte über die Steine.

        Der Blinde hob sie nicht auf. Janko sprang ins Boot; der Wind wehte vom Lande; sie zogen ihr kleines Segel auf und glitten schnell dahin. Noch lange flimmerte im Mondschein das weiße Segel zwischen den dunklen Wolken; allein immer noch saß der Blinde am Ufer, und es kam mir so vor, als hörte ich ein Schluchzen: der blinde Junge weinte lange, lange … Mir ward es traurig ums Herz. Warum nur hatte es dem Schicksal gefallen, mich in den friedlichen Kreis dieser ehrlichen Schmuggler zu stoßen? Wie ein Stein, der in eine ruhige Quelle geworfen wird, regte ich ihren Frieden auf und wäre dabei fast selber wie ein Stein zugrunde gegangen.

        Ich kehrte nach Hause zurück. Im Hausflur knisterte das herabgebrannte Licht auf einem Holzteller, und mein Kosak schlief trotz meiner Anordnung den Schlaf des Gerechten, wobei er sein Gewehr mit beiden Armen umklammert hielt. Ich ließ ihn schlafen, nahm das Licht und trat ins Haus. 0 weh! meine Schatulle, mein Säbel mit dem silbernen Griff, der Dolch aus Daghestan – ein Geschenk eines Freundes, alles war verschwunden.

        Jetzt erst erriet ich, was für Dinge dieser verdammte Blinde ans Ufer geschleppt hatte. Ich weckte meinen Kosaken mit einem ziemlich unhöflichen Rippenstoß auf, schalt ihn aus und ärgerte mich, allein es war nichts daran zu ändern! Es wäre ja auch zu lächerlich gewesen, der Obrigkeit anzuzeigen, daß ein blinder Knabe mich ausgeplündert und ein achtzehnjähriges Mädchen mich beinahe ersäuft hatte.

        Am nächsten Morgen ergab sich, Gott sei Dank, die Möglichkeit der Weiterreise, und so verließ ich denn Tamanj. Was aus der Alten und dem armen Blinden geworden ist, weiß ich nicht. Und was gehen mich auch die menschlichen Freuden und Nöte an, mich, einen reisenden Offizier mit Reiseorder in Dienstangelegenheiten? …trennlinie640Michail Jurjewitsch, russischer Schriftsteller, * Moskau 15. 10. 1814, ✝ Pjatigorsk 27. 7. 1841; Nachkomme eines schottischen Adligen, Offizier, wurde 1837 wegen seines gesellschaftskritischen Gedichts auf den Tod A. S. Puschkins (»Smert‘ poėta«) in den Kaukasus strafversetzt; kehrte 1838 nach Petersburg zurück, wurde aber bereits 1840 wegen eines Duells erneut in den Kaukasus versetzt und dort im Duell getötet. – Lermontow ist der Hauptrepräsentant der russischen Romantikergeneration nach Puschkin; v. a. Lord Byron wurde für ihn Vorbild, sowohl in Thematik und Technik wie in Selbststilisierung und Weltsicht, für die Weltschmerz, Verachtung der Gesellschaft und Sehnsucht des Einsamen nach Heilung durch Natur und reine Liebe charakteristisch sind. Dem entspricht eine Lyrik, die einerseits in Motivik, Verstechnik und Lautinstrumentierung »musikalisch« und »singbar« wirkt (häufig vertont), andererseits gelegentlich zur Rhetorik neigt. All diese Themen und Aspekte verbinden sich beispielhaft im lyrischen Versepos »Demon« (1840; deutsch »Der Dämon«), während die epische Versdichtung »Pesnja pro carja Ivana Vasil’eviča, molodogo opričnika i udalnogo kupca Kalašnikova« (1837; deutsch »Das Lied vom Zaren Iwan, seinem jungen Leibwächter und dem kühnen Kaufmann Kalaschnikow«) kunstvoll Thematik und Stil der russischen Volksepik verwendet. – Als Dramatiker blieb Lermontow dem romantischen Drama der Leidenschaften und effektvollen Gefühlskontrasten verhaftet (»Maskarad«, 1835; deutsch »Maskerade«).

Lermontows bedeutendstes Werk ist der Roman »Geroj našego vremeni« (1840; deutsch »Ein Held unserer Zeit«), dessen Hauptgestalt Pečorin, dargestellt aus der Sicht verschiedener Erzähler, den Typus des »überflüssigen Menschen« vertritt, der, intelligent und kraftvoll, ohne Betätigungsfeld in seiner Zeit dasteht. Die Erzähltechnik und psychologische Tiefe machen das Werk zum Vorläufer der großen russischen realistischen Romane.

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