Menschenbilder | Jackson Pollock über sich & die Sandmalerei

Meine Malerei entsteht nicht auf der Staffelei. Ich spanne die Leinwand selten auf, bevor ich male. Ich befestige lieber die Leinwand an der harten Wand oder auf dem Boden. Ich brauche den Widerstand einer harten Fläche. Auf dem Boden fühle ich mich wohler. Ich fühle mich mehr eins mit dem Bild, auf diese Weise kann ich mich um das Bild bewegen, von allen vier Seiten, und buchstäblich in dem Bilde sein.

Dies ist die Technik der indianischen Sandmaler des Westens. Ich weiche immer mehr von den üblichen Malmitteln, wie Staffelei, Palette, Pinsel usw. ab: ich verwende lieber Stöcke, Spachteln, Messer und fließende Farbe oder einen schweren Grund, dem ich Sand, gebrochenes Glas oder andere Stoffe beimische. Wenn ich in meinem Bild bin, nehme ich nicht wahr, was ich eigentlich tue. Nur durch eine Periode des «Kennenlernens» erkenne ich, was entstanden ist.

Ich fürchte mich nicht, Änderungen vorzunehmen oder die Vorstellung des Bildes zu zerstören usw., weil das Bild sein eigenes Leben hat, und ich versuche es durchscheinen zu lassen: nur wenn ich den Kontakt mit dem Bild verliere, ist das Resultat ein Verlust. Sonst entsteht eine reine Harmonie, ein wechselseitiges Geben und Nehmen und das Bild gelingt. | Jackson Pollock

Sandbilder sind Bilder aus farbigem Sand, die zumeist in symbolischen Handlungen, Gebeten oder Heilzeremonien Verwendung finden. Die Bekanntesten sind die der Tibeter und der Nordamerikanischen Ureinwohner.
Die Nordamerikanischen Sandbilder bzw. sandpaintings sind symbolische Bilder, die an bestimmte Zeremonien gebunden sind und ursprünglich aus pulverisiertem rotem, gelbem und weißem Sandstein und zermahlener Holzkohle auf einen hellsandigen und geglätteten Boden ‚gemalt‘ werden. Diese Gemälde können 30 cm, aber auch bis zu 5 Meter Durchmesser betragen.
Das Bild muss an einem Tag erstellt und am selben auch wieder zerstört werden. Während einer Heilungszeremonie, einem bis zu mehrere Tage andauernden Ritual mit Gesängen, kann eine ganze Reihe solcher Sandbilder erstellt und wieder gelöscht werden. Die zu behandelnde Person wird dabei während der Zeremonie in ein Sandbild gestellt oder gesetzt. Die Navajo, die Sandbilder ursprünglich von den Pueblo-Indianern übernahmen und weiter entwickelten, kennen bis zu tausend mit entsprechenden Zeremonien verbundene Sandbilder. | Quelle: wikipedia


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