LICHT TON BEWEGUNG unserer Zeit

Tanzt die Zeit, tut sie es zu einer Musik, wie wenn ein Kran einen Stapel Wellblech von einem Lager aufs andere hinüber wirft. Der Rhythmus ihrer Ausgelassenheit ist knarrend, stampfend, kubistisch, wie farbig rieselnde Lichtreklamen, Glieder verrenkend, aufreibend Scham an Scham. Ein  sich Bauch an Bauch pressender, geiler, morbider Tanz.

Die Nüstern dieser Zeit stehen weit offen, als röchen sie amor & indifférence aus dem Flakon, den Schweiß, das saure Aufstoßen in den Bars, das  fatale prickelnde Odeur der sich rasch ausbreitenden absynthfarbigen Wolke. Mechanisch & polternd schiebt sich diese, unsere Zeit voran.

Die Basis zu diesem Tagebucheintrag bildet ein Text von Arthur Holitscher in seinem Narrenbaedeker.


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