Können Fische Ball spielen?

Bisher ist nur ein Fisch bekannt, der das kann: der Nilhecht (oder auch Elefantenrüsselfisch) Gnathonemus petersii, der heute zu einem gefragten Bewohner von Aquarien geworden ist. Wirft man einen kleinen Schaumstoffball ins Aquarium, schwimmt der Fisch sofort zu ihm hin und spielt scheinbar mit Vergnügen mit dem Ball, wobei er ihn mit dem Kopf hoch stößt, dann wegschwimmt und sich von neuem auf sein Spielzeug stürzt.

J. Jury - Proceedings of the Zoological Society of London (vol. 1864, plate II)
J. Jury – Proceedings of the Zoological Society of London (vol. 1864, plate II)

Dieser vorwiegend nachtaktive Fisch stammt aus Zentralafrika, wo er vonNigera bis Zaire vor allem weichgründige Flussläufe besiedelt. Im Aquarium sollte er in Gruppen gehalten werden. Entsprechend muss das Becken eine Länge von über 180 cm aufweisen. Kleinere Becken mit einer Länge von 120 cm sind nur für Einzeltiere geeignet. Während der Eingewöhnung sind die Tiere sehr scheu und brauchen Verstecke. Eine dichte Bepflanzung, eine Schwimmpflanzendecke und ein weicher Bodengrund erhöhen das Wohlbefinden. Gegenüber Nicht-Artgenossen sind diese Nilhechte friedlich. Hält man aber nur zwei oder drei Exemplare zusammen, dann wird ein Tier sich zum Tyrannen aufschwingen und die Artgenossen unterdrücken. Elefantenrüsselfische gehören zu den Arten mit elektrischem Organ. Dieses ist relativ schwach und wird nur zur Ortung und zur Verständigung verwendet. Das Becken sollte mit weichem Bodengrund ausgestattet werden, damit das Maul der Tiere nicht verletzt werden kann, wenn sie nach Futter wühlen.

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Piet Marsfeld

Piet Marsfeld studierte Umweltwissenschaften in Lüneburg und engagiert sich seit Jahren im Umweltschutz. Derzeit nimmt er an einem Großprojekt zum Thema Getreideanbau teil. Thema: Weg vom Weizen. Reaktivierung alter Getreidesorten und die Möglichkeiten diese in unserer Ernährung stärker zu integrieren. Dazu hält er sich überwiegend in Griechenland, Ungarn und Schweden auf. Seine Motivation für unser Magazin zu schreiben: Piet ärgert es, dass wir immer mehr den Kontakt zur Natur verlieren. Viele Kinder glauben, dass unser Fleisch schon immer in der Platikverpackung war und können sich nicht vorstellen, dass diese Teil eines Tieres waren. Es ist ihm ein Anliegen uns die Wunder der Natur wieder näher zu bringen und den ein oder anderen zu animieren sich um Umweltschutz zu engagieren, damit wir nicht eines Tages nur noch in Riesenstädten leben und uns von Nahrungspillen ernähren.

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