Johannes Theodor Baargeld Φ 26 doch simpel Φ Lyrik und Prosa des Zentrodada

Das menschliche Auge und ein Fisch, letzterer versteinert, 1920 - Johannes Theodor Baargeldtrennlinie226 doch simpel

26 Lautzeichen, I guess, allerdings als Handhabe errungenschaftlich simpel. Wer erwärmte sich nicht für sich, um rein dazustehen. Adonismus, jene verschämte Hilfsstellung der zwei Finger, mag hier als Infantilperversion das präejakulative Erkenntnis noch aufkitzeln. Auf jeden Fall: Was jene sozialen Fertigkeiten anbelangt, wird man sich doch wohl noch als Brennscheere denken können, und sieht sich zwangsläufig das Befriedigungsalphabet nach bestem Können zur Weltanschauung ondulieren. Es ist wesentlich, als Maßstab dort das Können tierstimmimitatorisch bauchzujodeln, wo es nur terminologisch vorhanden und als Reflexion (secretio inferior impotentiae) gesellschaftswertet wird, um festzustellen, daß diesartige Reflexionen lediglich die lustreiberische Auskosung jener spärlichen Nurnochreizanläufe sind, die man sich noch für eine zeitlang mit verstohlener Koketterie zuspricht. Also von vulgärster Langeweile und bestenfalls erträglich verlogen. – 1920


Johannes Baargeld, 1920, Tusche, Feder, Montage, Das menschliche Auge und ein Fisch, letzterer versteinert; New York (Gemeinfrei)

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