J wie Januskopf

…Denn nun schlugen die Strudel wilder, ungezügelter Phantasien über ihm zusammen. Ein Januskopf mit drei Gesichtern drehte sich auf einer Windmühle. Ein kleines Ferkelschwein mit gelben Kinderschuhen an den Füßen saß auf dem Schoß des Jankel Navratil und trank aus einer Saugflasche. Dann kam ein Hermelin mit weichem Fell und legte sich schmeichelnd an die Brust seines Wärters. Und Innocenz streichelte es, bis die Bestie auffuhr und ihm in die Kehle biss. Da schrie er auf in seiner Not, wollte entfliehen, schlug mit den Händen gegen die Schiffswand und schrie wieder, schrie, dass die Wände gellten und die Schiffsbemannung zusammenlief….

Aus: Adam Karrillon –  O Domina mea – 1920

Zum Janusdruck: Don Bernard de Montfaucon (* 16. Januar 1655 im Schloss Soulatgé in der Languedoc, Frankreich; † 21. Dezember 1741 in Paris) war französischer Gelehrter und Paläograph. Mit „L’Antiquité expliquée et représentée en figures“ (1719) kommentierte er 1120 Bildtafeln von antiken Monumenten.


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