Das Titelfoto: Adrian Michael | Lizenz: CC BY-SA 3.0 Künstler: Ferdinand Hodler (1853–1918) | Die Wahrheit; I und II | 1903 | Kunsthaus Zürich

Im Zweifel zur Wahrheit

Der Kompass geht im Überfluss
So lieblich gern verloren
Es bettet sich der Schnellverdruss
In manche kluge Foren

Der Wert des Menschen Endlichkeit
Schafft Auswahl im Dazwischen
Auf Grübeln folgt Entschlossenheit
Impulse woll’n sich mischen

Zur Wahrheit des Entscheidungswegs
Der Zweifel kennt die Maschen
Wer zweifelt braucht nicht aufzugeben
Er kann sich überraschen

© Erich Ruhl-Bady – August 2017


 

Vom Autor vorgelesen
 

***

Mit diesem Gedicht wurde Erich Ruhl übrigens Gewinner eines kalifornischen Gedicht-Wettbewerbs für den Dezember 2017. Zur Einführung in das Gedicht gibt es das nachfolgende Video.

Das Video

Der entsprechende Link zum Beitrag auf der Website von poetry festival

 

Gedichte statt Blog:  www.ruhl-erich.de  | Audioquelle: audiyou

Das Titelfoto stammt von Adrian Michael
Ferdinand Hodler (1853–1918) | Die Wahrheit; I und II | 1903 | Kunsthaus Zürich | Lizenz: CC BY-SA 3.0

***

Zum Gemälde | Der Schweizer Maler Ferdinand Hodler (1853-1919) schuf zwei Fassungen seiner bedeutenden Komposition «Die Wahrheit». Die erste Fassung wurde restauriert. Vom 18. Januar bis 14. April 2013 ist sie gemeinsam mit der zweiten Fassung und weiteren Werken Hodlers in der Sammlung ausgestellt. Das monumentale, 196 x 273 cm große Ölgemälde «Die Wahrheit» entstand in seiner ersten Fassung 1902. Es entstammt der Sammlung Alfred Rütschi und ging 1929 als Geschenk der Erben an das Kunsthaus über. Die Komposition zeigt in der Mitte eine unbekleidete Frau, die links und rechts von unheimlichen «Dunkelmännern» umgeben ist. Diese wenden sich, symmetrisch angeordnet, von ihr ab. Dabei repräsentiert die Frau für Hodler die Wahrheit, vor der die Mächte des Dunkeln fliehen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

error: Content is protected !!
%d Bloggern gefällt das: