Giorgio de Chirico • Prophetisches Porträt des Apollinaire (Guillaume de Kostrowitsky)

Giorgio de Chirico • Prophetisches Porträt des Apollinaire (Guillaume de Kostrowitsky) - 1914
Giorgio de Chirico • Prophetisches Porträt des Apollinaire (Guillaume de Kostrowitsky) – 1914 – Musée National d’Art Moderne, Centre Georges Pompidou, Paris, France

„Man kann nicht den Leichnam seines Vaters mit sich herumtragen.“ Apollinaire fasst seine Ansichten gern in solch knackige Sätze. Er hielt z.B. nichts davon sich als Maler/Autor immer wieder mit dem Historismus zu beschäftigen.

Nachdem sich Guillaume de Kostrowitsky vom Futurismus in der Kunst zurückgezogen hatte, trat er für die „metaphysischen“ Konzeptionen von Giorgio de Chirico ein. Er war davon überzeugt, dass  der italienische Maler und Grafiker der bemerkenswerteste Künstler seiner Zeit war. Apollinaire beschäftigte sich intensiv mit Chiricos Ikonographie; dies brachte in zur Erkenntnis des Aussagewertes  der Träume und überhaupt unbewusster, im Bild sichtbar werdender Vorgänge und wies damit dem künftigen Surrealismus den Weg.

Seine Freundschaft mit Guillaume de Kostrowitsky hat Chirico 1914 auf dem obigen Kunstwerk in eigenartiger Weise festgehalten: die Silhouette Apollinaires als Schießbudenfigur, mit von einer Kugel durchlöchertem Kopf.

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