Pauls Tagebuch: Gedanken über Hitlers Büste von Arno Breker

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Arno Breker: Büste von Adolf Hitler. – Copyright Museum Arno Breker/MARCO-VG, Bonn Op 13.02.07 – CC BY-SA 2.5

Aus einer Diskussion mit meinem Vater: Ist dieser Kopf nun Ausdruck der Zeit? Ist er heroisch? Verzweifelt? Gar ängstlich? Oder einfach nur brutal? Es fehlt uns wohl an Klarheit – alles mal wieder in Nebel gehüllt?

Wir sprachen über den Geburtstag eines Kindes am 20. April. – Irgendwie kamen wir zu Hitler und seinem Geburtshaus in Braunau am Inn. Dort befindet sich auch eine „Informationstafel“ am Gebäude. Mein Vater sagt, dass sich darüber immer noch gestritten wird. Darf es ein Zeitzeugnis sein? Eine Einladung zum Gedenken?

Dann fällt mir eine Selbstverständlichkeit ein, die mich dennoch berührt. Es ist das Geburtshaus. Dort lebte ein Kind, es reifte heran. Als Kind haben es sicherlich viele niedlich gefunden, wie man Kinder halt so sieht, wenn sie freundlich sind. Sogar künstlerisch war es interessiert und aktiv. Ein Mensch, den man lieben könnte.

Dann: der Knacks (um es mit Willemsen zu sagen)

Er wurd zur Bestie aufgebaut. Von Menschen. Von vielen Menschen. Allein schafft man sowas nicht. Ich habe Bild und eine Schere im Kopf…die Klingen weit auseinander. Rechts das Kind…Links die Büste..in der Mitte Nebel. Das Blatt lässt sich nicht schneiden.

 

 

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