Menschenbilder | Francisco Borès | Spanischer Maler der Moderne

Francisco BorèsFrancisco Borès wurde 1898 in Madrid geboren. Mit 17 Jahren beginnt er an einer Privatakademie zu malen. Er kopiert insbesondere Bilder aus dem Prado, wofür Borès sich viel Zeit nimmt. 1922 tritt er der s.g. Ultraisten-Gruppe – einer literarischen und künstlerischen avantgardistischen Vereinigung bei.

Der Ultraismus (von span. ultraísmo) ist eine Literaturbewegung, die 1918 in Spanien mit der erklärten Absicht entstand, dem Modernismus entgegenzutreten, der die spanische Dichtung seit Ende des 19. Jahrhunderts bestimmte. Er wurde in den Gesprächsrunden des Madrider Café Colonial unter Leitung von Rafael Cansinos Assens begründet.
Den ultraistischen Kern bildeten, neben weiteren, Guillermo de Torre, Juan Larrea, Gerardo Diego, Pedro Garfias, Ernesto López-Parra, Lucía Sánchez Saornil, Jacobo Sureda und Jorge Luis Borges, der damals in Madrid lebte.
Im Einklang mit dem italienischen und russischen Futurismus, dem Dadaismus und dem französischen Surrealismus verfolgte der Ultraismus das Ziel eines ästhetischen Umbruchs, dies jedoch weniger umfassend als der Surrealismus, der die Ausdehnung auf alle Künste und sogar den Alltag beabsichtigte.

Zum ersten Mal stellt Borès 1925 im Salon der iberischen Künstler aus. Gezeigt wurden dabei etwa 20 Werke. Beflügelt durch den Erfolg zog der Maler nach Paris, wo er auch 1972 starb.

Francisco Borès_galerieframondZunächst näherte sich Francisco Borès denjenigen jungen Malern, die in der Bewunderung Juan Gris‘ leben und nach dessen Beispiel von der Bildeinheit ausgehen, um die Realität wiederzufinden. Aber bald lehnt er sich gegen die Verkalkung der kubistischen Konzeptionen auf. So bricht er mit dem Geist der Geometrie und der im Voraus festgelegten Konstruktion und bemüht sich, die Dynamik der Gegenstände auszudrücken. Zugleich versucht er, diese wieder in den Raum zu stellen und die Atmosphäre, die sie bilden, zu gestalten. Schon seit seiner ersten Pariser Ausstellung im Juni 1927 in der Galerie Percier ist sein Werk eine Auswahl bestimmter Signaturen, reich nuanciert und von subtilem Gleichgewicht der Formen. Vom Jahre 1929 an nähert sich Francisco Borès, der sich gleichfalls sehr für die Bestrebungen der Surrealisten interessiert hat, wenn er sich auch abseits dieser Bewegung hielt, wieder mehr der Natur und strebt eine engere Verbindung von malerischer Schöpfung und optischem Eindruck an.

Bisweilen steckt in den burlesken Kombinationen ein gewisser Humor. Seine Mittel sind dabei stets äußerst sparsam. Borès geht zwar immer von der Wirklichkeit aus, gibt aber von ihr ganz unerwartete Resumés, an denen die Phantasie den gleichen Anteil hat wie die Erinnerung. Später entwickelte sich sein Werk noch weiter in Richtung der reinen Malerei.

Hier eine kleine Auswahl seiner Werke:

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