Fauna | Der Uhu und die Hühnerküken

Nicht schlecht staunten die Mitarbeiter einer Vogelschutzwarte an der Nordsee, als der alte brave Gehege-Uhu – der dort sein Gnadenbrot bekommt – plötzlich in Brutstimmung kam, sich eine Mulde ausscharrte und dort – mangels Gatten – etliche unbefruchtete Eier legte, die er bebrütete. Natürlich bekam die Uhu-Frau ihr Futter weiter gereicht: lebende Hühnerküken aus einer Großbrüterei.

Nun aber staunten die Beobachter zum zweiten Mal: Anstatt die Küken zu verzehren, nahm sie die Uhu-Frau an Kindes statt an, ließ die kleinen Gelben auf sich herumturnen und wärmte sie; auch unter ihrem Gefieder.

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