Der Zweizeiler: Mäuschen spielen beim Expressionisten

„Den Wind will ich malen, so wie er ist; wie er die Trommel rührt und in sein Muschelhorn bläst, daß die Blätter kopfüber, kopfunter über die Hecken springen und in kapriziösen Wirbeln über die Gassen tanzen und mit einem Male wie Winterflocken in die Weite stieben, grenzenlos; die Menschen aber ducken sich und kuschen sich und halten in den Nächten die Augen offen, wenn er mit seinen weißen Zähnen die Drähte faßt und pfeift und hussa! die Ziegel hebt und mit Gepolter zu Boden wirft!“ Der Expressionist tat es wütend seinen letzten Worten nach.

Janosz Rehbaum

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