DE PROFUNDIS – Ein Essay von Walther Rathenau (aus 1920)

Ein Mensch spricht:
Ich bete.
Warum bete ich?
Ich will danken, preisen, verströmen. Ich will. Ich muss.
Ist das wahr?
Ja, es ist wahr.
Nein, es ist nicht wahr. Ich will mehr.
Was will ich?
Ich will Leidesende. Ich will Glück, ich will Seligkeit.
Also kaufen will ich, werben will ich, bitten will ich, betteln will ich.

Was heißt das? Vorteil um leichte Mühe. Vorteil vor wem? Vor anderen, die ehrlicher und stolzer sind. Vorteil von wem? Von Mächten, die sich bereden, beschwatzen, bebetteln lassen.
Also bete ich aus Neid, aus Gier, aus Unehrlichkeit. Und solches Gebet soll erhört werden — darf erhört werden?
Ach, es ist wahr: selig sind die geistig Armen. Sie kennen den Zweifel nicht. Sie sind Kinder, man fragt nicht, man erhört sie. Doch ich bin nicht geistig arm. Ich will geistig arm sein. Ich will alles Wissen und Denken abtun. Ich will vergessen.
Ach! je heißer ich will, desto kälter empfinde ich, dass ich nicht geistig arm bin. Dass ich mich immer weiter von geistiger Armut entferne, dass ich den letzten Flaum der Naivität verliere. Weil ich mich ans Heil klammere, deshalb entgleitet mir das Heil.

Aber ich schreie doch! Ich schreie doch aus meiner Seele, so hilflos, so noterfüllt, wie je ein armes Geschöpf geschrien hat. Warum wird eine arme, zerbrochene Seele nicht erhört?
Ist sie nur deshalb verworfen, weil an ihr Fluch des Denkens
haftet? Verworfen demnach von Anbeginn? Gnadenwahl?
Prädestination ?
Warum denn schreie ich ?
Weil ich will, will, will! Weil ich etwas will das nicht ist, weil ich sein will, was ich nicht bin, weil ich haben will, was ich nicht habe. Will ich Böses? Schreie ich um Geld und Gut, Leben und Kraft, Ehre und Macht?
Ach, vielleicht schreie ich auch um dieses. Vielleicht ist in
meiner Seele ein verworfener Winkel, der auch um dieses
schreit. Doch mein volles Herz, mein wahres Ich schreit nach
Heil und Erlösung und ringt die Hände. Und wird verwor-
fen; weil es will, weil es etwas will, weil es Erlösung will!
Ist denn Wollen und Wollen so großer Unterschied?
Wenn ich wollte, was andere wollen: Vorteil, Glück, Segen;
wenn ich betete, was der Araber betet, der Hirt, der Land-
mann, der Krämer betet — ich wäre gerechtfertigt. Mit Glau-
ben, ohne Glauben, mit gutem, mit bösem Willen, mit reinem, mit schlechtem Herzen: ich wäre gerechtfertigt um des Undenkens, um der Kindlichkeit willen.
Soll ich Kindheit erschleichen? Soll ich Gott betrügen?
Soll ich die Augen schließen, durch Suggestion, Geplapper,
Formeln mich wissentlich unwissend machen? Soll ich das
Licht fliehen, weil es Licht des Teufels ist? Liebt die Gottheit
den, der das Licht flieht?
Um so schlimmer! Kein Unterschied ist Wollen und Wol-
len! Heil wollen — Macht wollen, Erlösung wollen — Glück
wollen, Gott wollen — Welt wollen: Wollen ist das eine, Wol-
len ist das andere.
Edler, seliger, heiliger ist das eine Wollen als das andere?
Ja freilich! Klüger ist es, durchdachter, schlauer — unseliger
also ist es als das andere.
Wer wäre so töricht, das Erdenheil zu wollen, wenn er mit
gleichen Mitteln — für das gleiche Geld, flüstert der Teufel —
den Himmel kaufen kann und die Welt? Wenn Peter im
Märchen sein Seelenheil verkauft um einen Goldklumpen,
so zittert das Kind nicht vor Peters Bosheit, sondern es ärgert
sich über Peters Dummheit. Das klügere Wollen ist das ver-
worfenere, denn es steht der geistigen Armut ferner. Aber
jedes Wollen ist verworfen. Denn wer will, will, was er nicht
hat. Er will das Mehre, das Bessere, das Vorteilhaftere, und
wenn es die Tugend wäre.
Ich will rein sein, wahr sein, gut sein, gläubig sein, selbstlos sein, edel sein, gottgefällig sein.
Was Wunder? Wenn ich das alles bin, so habe ich es leicht, alle meine Handlungen werden heilig und gottgefällig; ich werde zu leiden scheinen, aber selig sein; ich werde in meinem ganzen Fühlen und Sein der Erlösung teilhaft.
Und weil ich klug genug bin, das zu wissen, weil ich konsequent genug bin, um das zu wollen, weil ich nachhaltig genug bin, um das immer wieder zu erbitten, — deshalb soll eine Macht sich herbeilassen, meine Spekulation zu segnen, meinen klugen Willen zu erfüllen, Logik für Frömmigkeit zu halten und ihr zu gewähren, was der Kindlichkeit zusteht.
Was sind Handlungen? Zweckmäßigkeiten. Ich handle
gut, edel, aufopfernd und werde gefragt: Konntest du anders ?

Sage ich nein, und es ist wahr, so lautet die Antwort: Nun gut, du bist deiner Natur gefolgt, wo liegt dein Verdienst?
Sage ich ja, so lautet die zweite Frage: Ist es dir leicht geworden ? Es ist mir leicht geworden. Nun, so hast du vernünftig gehandelt. Vielleicht ist es dir nützlich gewesen.
Doch glaube nicht, daß es dir angerechnet werde.
Ist es mir schwer geworden, was dann? Dann habe ich Gnade erschlichen. Ich habe meine böse Natur zum Guten missbraucht. Ich habe transzendental betrogen. Warum ? Aus Zwecken und
wieder aus Zwecken.
Also hat die Kirche recht. Die gute Handlung ist wertlos,
die böse ist verwerflich, doch nicht entscheidend. Auf Gnade
kommt es an, Gnade läßt sich nicht erschleichen.
Wohl denen, die geistig arm sind! Wohl denen, deren
Natur gut ist! Wohl denen, die im Stande der Gnade sind!
Der Wille ist unfrei. Determinismus herrscht.
Wer nun sind die geistig Armen? Wer sind die guten Naturen ? Wer sind die Begnadeten? Es sind die von guten
EItern stammen. Die mit glücklichen und einfachen Instinkten geboren sind. Die eine gute Jugend gehabt haben. Die frei
geblieben sind von Kränkung, Verführung, Ehrgeiz, Ranküne. Die das Denken nicht nötig hatten, weil für sie gesorgt wurde, oder seiner nicht fähig oder nicht begierig waren.  Also kann der Stand der Ungnade erblich sein, also gibt es eine Erbsünde?

Sicher gibt es eine Erbtugend. Es gibt Menschen, die sich nie zu fürchten brauchen, weil ihr Leib gesund, ihr Geist geschützt ist, weil ihnen eigentlich nichts geschehen kann. Es gibt Menschen, die nie in Versuchung kommen, weil keine ihrer Begierden überstark und jede gesund ist.

Wer aber nichts zu fürchten hat, der fürchtet nichts und
wird nicht gemein. Wer nicht in Versuchung kommt, ent-
behrt nichts und wird nicht schlecht.
Und alle anderen sind verworfen ? Alle, die kämpfen und
sich verzehren, die sich sehnen und verzweifeln, die begeh-
ren und erliegen, alle verworfen? Und gerettet nur die, die
keiner Rettung bedurften, die Ungefährdeten, Unversuch-
ten, Unbewußten? Was sagt die Schrift? Was sagen die
Weisen und die Heiligen ?
Sie sagen: Erkenne deine Schuld und glaube.
Ja, ich erkenne meine Schuld. Doch wie bin ich schuld an
meiner Schuld? Sie reicht weiter zurück als mein bewußtes
Leben. Ich war verstrickt, bevor ich ahnte. Und wenn ich
mich entstricken wollte, so war es nichts wert; es war zweck-
haftes Handeln, einfaches logisches Vorziehen des Nützli-
Chen vor dem Schädlichen.
Ich bin verstrickt in die ewige Kette der Sünde, ich stelle
es fest, wie ich die Schwächen meines Leibes meines Geistes,
meiner Seele feststelle.
Soll ich mich hassen, verabscheuen, zerknirschen? Gut,
ich will es tun. Doch welchen Wert hat es ? Kann ich mich an-
ders denken, als ich bin? Kann ich mich umschaffen? Wenn
ich mich zerknirsche, vernichte — was ist es ?
Eine Handlung des Geistes. Eine Handlung, also wertlos.
Eine Handlung der Vorschrift, eine Handlung des besten
Zwecks — aber des Zwecks — eine Handlung wie jede Hand-
lung.
Ich soll glauben. Gut, ich will glauben.
Ich will für wahr halten, was geschrieben steht.
Ich will mit allen Kräften des Willens, mit aller Gewalt
der Suggestion mich zum Glauben zwingen. Das Widerstre-
bende will ich deuten. Mit allem Licht des Geistes will ich das
Symbolische aneignen. Ich will von vornherein annehmen:
In allem, was mir nicht einleuchtet, irre ich. Ich will das zu
Glaubende gleichsetzen mit jeder transzendenten Wahrheit.
Ich will in allem Unglauben die Versuchung erkennen. Ich
will alle Kritik und Wissenschaft vergessen um einer höhe-
ren Wahrheit willen. Ich will allen Irrtum und Aberglauben
der Kirchen, bestehenden und abgetanen, als leichten Schat-
ten der Grundwahrheit erkennen. Ich will glauben, ich werde
glauben. Ich glaube.
Und dieser Glaube, durch Willen, durch Tat, durch Gewalt
errungen, soll mein Heil sein ? Diese Errungenschaft absicht-
licher Energie? Das ist ja nicht nur Tat, Zwecktat, es ist Ge-
walttat. Sacrificium intellectus. Vernichtung einer Lebens-
kraft um des hohen Zieles willen.
Also ist Askese das Gebot? Abtötung des Leibes, der
Sinne, des Geistes? Kann Selbstverstümmelung das Tor des
Himmels öffnen ?
Ach, sicherlich habe ich den Begriff des Glaubens zu eng
gefaßt. Glauben ist doch nicht für wahr halten. Glauben ist
fides. Das Wort Glauben ist mangelhafte Übertragung, hat
auch wohl etwas seinen Sinn geändert. TIiGTtg heißt Treue,
Vertrauen, Zuversicht. So gesellt es sich zur Hoffnung, zur
Liebe.
Kannst du lieben, hoffen, vertrauen?
Ja, ich kann. Ja, ich will.
Ich habe die göttliche Gewalt der Natur vor Augen. Ich
laube an die Herrlichkeit des Lebens, Ich fühle die Unend-
lichkeit der Geisteswelten. Ich atme Schöpfung, ich lebe in
Dank, Anbetung und Zuversicht der Herrlichkeit.
Ist das wahr? Ja, es ist wahr.

Ist das wahr? Es ist wahr, doch es ist nicht immerwährend
wahr.
Es ist wahr in den großen Augenblicken des Lebens.
Es fordert Spannung, Erlebnis, Höhe. Es sind Augenblicke.
Dann kommen Zeiten der Schwäche.
Und können nicht solche Augenblicke dauernd werden ?
Kann ich mich nicht selbst in Feuer halten? Heilige können es. Gibt es nicht selbst Pastoren, die sich bei der Kaffeetasse und Zigarre erhaben fühlen ?

Ich kann es nicht. Und wenn ich tausendmal den Irrsinn
und die Grausamkeit der Welt, das wahnsinnige Leiden der
Unschuldigen, die Albernheit des Alltags, die Plackerei, Qual,
Misere und Niederträchtigkeit des Lebens in mir ersticke,
wenn ich mit allen Spiegelfechtereien der Philosophie das
Böse, Törichte, Sinnlose in die Sphäre notwendiger Kon-
traste und Schattierungen erhebe — es bleibt etwas übrig, das
der Verlogenheit einer Leichenpredigt ähnlich sieht.
Muß ich das bändigen? Im Heiligen ist’s gebändigt. Soll
ich — nein, darf ich in mir, der ich nicht heilig bin, die Schule
des Heiligen aufrichten? Und wehe mir, wenn ich nach sol-
cher Schulung, Gymnastik der Seele, Training des Geistes
und Herzens, mir schließlich sage: Ja, es geht vorwärts. Ich
mache Fortschritte. Noch sechs Monate strammer Arbeit,
und es fleckt.
Sakrileg! Wehe mir, wenn ich mich unterfange, auf diese
feinste, bewußte Art Gott zu täuschen und meine Seele zu
vernichten.
De profundis! Aus dem Abgrunde schreie ich. Eli Eli lama
asabthani.
Die Stimme antwortet:
Mensch, was zerstörst du dich ?
Ja, es ist wahr. Dein Gut und Böse, dein Erkennen und
Nichterkennen ruht tief und unberührbar im Abgrund deiner Seele.
Ja, es ist wahr. Kein Denken, Wollen und Handeln reicht
in diese Tiefe. Sie ist unerreichbar deiner Bewußtheit wie der
Blutstrom des Herzens deinem Willen.
Dies bedeutet Erlösung: daß du selbst so wenig in deine
Tiefen greifen kannst, wie dich am eigenen Schopf aus dem
Sumpf ziehen.
Dies bedeutet Erlösung: daß du dich nicht zeugen kannst.
Dies bedeutet Erlösung: daß der Geist sich nicht selber
faßt.
Dein Tun ist eitel und nicht eitel. Es bewegt nicht die
Mächte, doch es gibt Zeugnis von dir.
Dein Wollen ist schlecht und gut. Es will sich selbst, doch es wird gewollt um deinetwillen.
Dein Denken ist töricht und weise. Es entfremdet dich geistiger Armut und führt dich zurück zu geistiger Unschuld.
Du willst erlöst sein? Es nÜtzt dir nichts. Erlöst wirst du, auch wenn du es nicht willst. Verzagst du vor der Ungerechtigkeit und Sinnlosigkeit des Geschehens ? Verzage. Doch sei wahrhaft. Was weißt du vom Geschehen der Welt? Was dir geschehen ist, weißt du nicht mehr. Nicht mehr ist dir geschehen, als du tragen konntest, in Lust und Leid, und du liebst, was dir geschehen ist und geschehen wird.
Was ist dein Kampf und dein Schmerz?
Der Geburtskampf und der Werdeschmerz deiner werdenden, geboren werdenden Seele. Was wird, das schmerzt,
Der Milchzahn schmerzt, und die Seele schmerzt.
Warum widerstrebst du ?
In jedem Augenblick sind Millionen göttlich weltlicher Kräfte am Werk, dich zu erlösen. Glaube oder glaube nicht.
Liebe oder liebe nicht. Hoffe oder hoffe nicht: doch warum
sperrst du dich ?
Blutströme göttlichen Blutes tragen dich. Sonnenströme
göttlicher Sonnen umbranden dich. Liebesströme göttlicher
Liebe durchdringen dich. Warum widerstrebst du ?
Der Kampf deines Denkens verschließt dich. Das Rasen deines Willens sperrt dich. Die Furcht deines Willens panzert dich.
Gib Einlaß! Lass strömen, lass werden, lass mit dir geschehen!
Sieh, du bist müde. Müde von der Abwehr des Heils.
Peitsche deine Dämonen nicht. Die Erinnyen wollen ruhen.
Laß sie schlafen.
Ruhe du selbst. Entspanne dein Rüstzeug.
Kämpfe nicht gegen dich. Kämpfe gegen uns.
Sieh, die Ströme dringen ein. In deiner trockenen Brust, in deinem dürren Auge keimt Wärme und Feuchte.
Jedes Geschöpf kann dich erlösen. Gott, Tier, Mensch, Kraut und Stein.
Warum bist du mir feind? Gib dich, gib dich: das nennen
wir den guten Willen.
Der gute Wille ist Wille, der kein Wille ist. Er ist der Nichtwille, der kein Wille des Nichts ist. Erlösung ist Lösung, nicht aus Fessel, sondern aus Spannung.
Erlöst, gelöst, entspannt, entlastet bist du, wenn ein Schöpfer oder ein Geschöpf, eine Macht oder eine Unmacht dir sagt, dass du es bist.
Und kannst es nicht glauben? Und willst es nicht glauben? Sieh doch: du sollst es nicht glauben, denn du weißt es.
Du weißt es, denn du hast eine Seele, und jede Seele trägt den
Keim der Erlösung. Der Keim der Erlösung aber ist, daß du
es weißt, auch wenn du es nicht weißt und nicht glauben und
nicht wissen willst.
Nun gehe hin und decke dein Wissen zu. Bedecke es vor dir selbst, aus Scham, aus Zorn, aus Unwillen. Bedecke dein Wissen, weil du es nicht wissen, nicht glauben, nicht sehen willst. Bedecke es mit Erde, mit Schutt und Stein, vergrabe es.
Aber wisse: es ist Same und unzerstörbar. Je tiefer du es
vergräbst, desto heißer wirst du es betauen, und desto unge-
stümer wird es keimen, wachsen und emporbrechen.
Wenn aber der Same deines Erlösungswissens zutage
bricht, so ist es um deinen bösen Willen geschehen. Dann ist
deine Brust wehrlos, die Ströme, die dich umbrandeten, fah-
ren hindurch, im Trotz und Dünkel und Eigenwillen bist du
hingegeben den Mächten, deren Liebe so gewaltig ist, daß sie
unspürbar wird wie der Schwung der Erde.
Dann sündige, wenn du kannst! Ist Erlösungswissen dir
erwacht, so ist deine Seele dir erwacht. Sie wird wachen und
schlafen, und wenn sie schläft, wirst du Dinge tun, die du
nicht begreifst. Leiden wirst du an diesen Dingen, und leiden
wirst du an jenen Dingen, doch dein Leiden ist nicht Strafe,
dein Irren ist nicht Sünde, dein Wohltun ist nicht Tugend,
und dein Adel ist nicht Verdienst.
Dies ist Wiedergeburt: Nicht daß aus dem sündigen Leibe
ein schuldloser geboren werde. Nicht daß aus Verdorbenem,
Verworfenem, Verwestem Entsühntes, Geheiligtes, Belebtes
auferstehe: sondern daß im ewigen Gang der Schöpfung das
Alte sich verjünge, das Tote sterbe und der Geist erwachse.
Sieh! Alle Sünden waren einst Tugenden, und alle Tugenden werden einst Sünden sein. Das erste Licht war brennender Schmerz, der erste Gedanke war würgender Kampf.
Willst du zurück zum Kind, zum Tier, zum Kraut, zum Stein,
weil diese vier selig sind? Nicht selig sollst du werden, son-
dern seelenhaft. Nicht auserwählt, sondern wiedergeboren.
Ein Geschöpf der Grenze bist du; wenn du die Hülle sprengst, wird dein Herz hängen bleiben. Die Schmerzen, die du fühlst, sind die Schmerzen der wachsenden Seele.
Stemme dich! Kämpfe mit uns, wehre dich, und wehe deiner
Hüfte !

Der Mensch spricht:
Dona nobis pacem.
Die Stimme spricht:
Vitam! Vitam venturi saeculi.
 

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