Kategorie: Aktuelle Kunst

Christina Leitow | Collagen

teena_test3Wer bist Du?
Christina Leitow | Künstlername TEENA
Künstlerin | Kulturwissenschaftlerin

Wo lebst Du?
In der Nähe von Buchholz in der Nordheide, auf dem Land, mit der Bahn sind es ca. 25 Minuten nach Hamburg

Womit beschäftigst Du Dich aktuell?
Im Moment sehr intensiv mit der Entstehung meines neuen Ateliers. Große Vorfreude. Mein altes Atelier ist viel zu klein geworden…

Ich experimentiere zur Zeit viel mit neuen Farben und Materialien. Entwickle Themen für meine Ausstellung in Hamburg im nächsten Jahr.

Was sind die Ursprünge Deines künstlerischen Werkes?
Das Finden, Sammeln, entwickeln, visualisieren von Themen, die mich beschäftigen. Persönliches und Gesellschaftliches.
Materialien wie Zeitungen, Zeitschriften, Werbeflyer, Briefmarken, Oblaten, Fundstücke vom Flohmarkt oder aus der Natur.

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*Save Fu* eine der ersten Collagen von TEENA aus den 70er Jahren – erweitert 2015…

Wie hast Du Deinen aktuellen Stil entwickelt?
So lange ich denken kann, mache ich Collagen. Zwischenzeitlich, insbesondere auch während des Kunststudiums in Lüneburg (Angewandte Kulturwissenschaften – Kunst, Sprache & Kommunikation, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit) habe ich auch viel gemalt. Seit ca. 6 Jahren entwickelt sich meine jetzige Form der Collagekunst.

Ich experimentiere viel mit neuen Materialien und bin selbst gespannt, wohin mich das führt.

Wie ist es zu Deiner CollageSerie *Find dine Farver* gekommen?
*Find dine Farver* – diesen Satz las ich auf der letzten Dänemarkreise im Juli 2016 in einer dänischen Zeitschrift. Es hat sofort *klick* gemacht. Finde deine Farben, das ist ein Lebensthema für mich – früh, im Kindergartenalter schon inspiriert von Frederick (Leo Lionni).

leo-lionni-frederick“From time to time, from the endless flow of our mental imagery, there emerges unexpectedly something that, vague though it may be, seems to carry the promise of a form, a meaning, and, more important, an irresistible poetic charge.”  —  Leo Lionni

Auf Reisen richte ich mir, wann immer möglich, ein kleines Atelier ein.  Ich arbeite dann nur mit Materialien, die ich vor Ort finde.

Besagte Kreidefarbe
Besagte Kreidefarbe.

Im Shop vom Ringkøbing Museum habe ich eine besondere Kreidefarbe entdeckt, die mich sofort angesprochen hat. Meine erste Farbe hatte ich also gefunden… Nur um sie kurz darauf in einem Café wieder zu verlieren, bzw. die Tüte mit der Farbe und Pinsel dort zu vergessen… Zum Glück war sie am nächsten Tag noch da und ich konnte endlich beginnen mit der kleinen Serie. Täglich kamen neue Fundstücke hinzu.

Wie schätzen andere Leute Deine Arbeit ein? Bekommst Du Feedback?
Im persönlichen Umfeld bekomme ich sehr viel echtes Feedback. Interessant ist, dass unter den Käufern meiner Collagen viele Künstler, Grafiker, Medienmenschen sind. Es gibt schon ein paar Sammler, worüber ich mich natürlich riesig freue. Es ist jedes Mal ein ganz besonderes Gefühl, meine Arbeiten in anderen Räumen (wieder) zu sehen.

Meinen twitter-account nutze ich als „twART-Labor“ – da bekomme ich häufig interessantes feedback. Über twitter haben sich auch ein paar sehr nette, reale Kontakte entwickelt, auch spannende Ausstellungsbeteiligungen und Ankäufe meiner Arbeiten.

Collagen an die Wand gebracht.
Collagen an die Wand gebracht bei den *Weingaleristen* in Hamburg. Im Mai 2017 folgt die 3. Ausstellung dort.

Gibt es besonders inspirierende Menschen, die Du bisher getroffen hast? Worin liegt die Inspiration? Gibt es „Vorbilder“ für Dich?
Mich inspirieren sehr unterschiedliche Menschen und Erlebnisse. Lebendige und tote Künstler, Kunst, Literatur, Musik, die Natur. Manchmal nur ein Wort, ein Satz. Eine Strophe. Ein Fundstück. Ein Ereignis. Ein Augenblick.

Das Leben. Reisen. Begegnungen. Und immer wieder die Natur…

Pop Art, Kitsch-Art haben mich im Studium sehr inspiriert. Eine damalige Exkursion nach Köln ins Museum Ludwig war der Beginn einer wohl lebenslangen PopArt-Liebe…  Die Dada-Künstlerin Hannah Höch z.B. inspiriert mich sehr. Das Kunsthaus Stade hatte eine grandiose Höch-Ausstellung anlässlich 100 Jahre Dada präsentiert… Françoise Gilot. George Sand. Um nur noch ein paar zu nennen…

„Ich will die Mannigfaltigkeit des Lebens preisen mit meiner Arbeit, die Schönheit auch – aber nur als in der Nichtgefälligkeit mit einbeschlossen.“ | Hannah Höch | Tagebuch 1937

Du sagst „Kauft mehr Kunst…“ – Was meinst Du damit, für Dich?
Ein Appell: Kauft mehr Echtes. Originale. Unterstützt damit direkt Künstler. Hängt Euch nicht billig Reproduziertes an die Wände… Es ist wirklich hart, als Künstler Geld zu verdienen… Es gibt viele spannende Künstler, die man in ihren Ateliers besuchen – und bei denen man einfach direkt kaufen – kann…

Was beeindruckt Dich in der Kunst besonders?
Die Freiheit. Das „Sichverlieren“ in der Kunst. Neue Welten entdecken und erschaffen. Flow und Inspiration. Beim selbst Erschaffen oder auch beim Betrachten.

Was waren Deine “schrägsten” Momente als Künstlerin?
Oh, da gibt es viele…

2 Jahre lang habe ich gemeinsam mit einer Projekt-Partnerin den Kunstraum „schräg und gut“ in Jesteburg initiiert. Wir haben dort viele Ausstellungen mit unterschiedlichen Künstlern kuratiert und präsentiert. Gleichzeitig hatte ich dort mein Atelier und KULTURPLANETEN-Büro. – Das waren zwei sehr „schräge“ Jahre…

Was wünscht Du Dir für Deine Zukunft?
Mehr Collaboration Art. Hach, ich wünsche mir die Teilnahme an einer Ausstellung in London… Und mal wieder in Berlin.

Was sind die Kulturplaneten? Was bedeutet diese Arbeit für Dich?
Mit meinem KULTURPLANTEN-Büro realisiere ich seit 2010 freiberuflich für Kunden klassische und online-Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Kunst-, Kultur-, Nachhaltigkeitsprojekte. Zum Beispiel diverse Fotowettbewerbe und Ausstellungen. U.a. das Projekt „Wo Wirtschaft spielt“ für mein Lieblings-Wirtschaftsmagazin brand eins. Im Moment ruhen meine KULTURPLANETEN-Aktivitäten ein wenig, da ich einen ganz wunderbaren, nachhaltigen Job bei mir in der Nähe angeboten bekommen habe. Seit April 2015 verantworte ich die Kommunikation für Spa Vivent, ein sehr engagiertes Naturkosmetikunternehmen.

Die CollageSerie *Find dine Farver*

Wo findet man Dich im Internet?
Blog (online gallery) | kokuku.wordpress.com
twitter | kokuku
twitter | kulturplaneten
instagram | teena_artist

Rune Guneriussen | Kunstwerke des Urbanen in der Natur

Rune Guneriussen | Märchenhafte Installationen | Norwegen

Man stelle sich vor, in der Dämmerung einen Wald zu beschreiten  – die Formen des Gehölzes beginnen mit der Dunkelheit der Nacht zu verschmelzen – um dann unvermittelt auf eine Ansammlung von Tischlampen zu treffen, die Ihnen in den Weg leuchten. Dieses schöne und doch ein wenig unheimliche Licht erfüllt den Wald mit einem Glanz, der mit der trüben naturgegebenen Szene brillant spielt, und wenn die Fantasie freien Lauf hat, könnte man denken, man sei bei Alice im Wunderland oder von seltsamen terrestrischen Quallen umgeben.

(c) Rune Guneriussen

(c) Rune Guneriussen

Der norwegische Konzeptkünstler Rune Guneriussen erforscht die Möglichkeit eines Gleichgewichts zwischen menschlichen Kultur und der Natur mittels seinen OutdoorInstallationen mit elektrischen Lampen, gestapelten Büchern, Stühlen & Telefonen, die in kleinen Herden bzw. Schwärmen, die wie empfindungsfähige Wesen gesammelt scheinen. Jedes Werk wird in verschiedenen ländlichen Orten Norwegens aufgebaut und vor Ort fotografiert. Dabei darf kein Haus, kein sonstiger Kultgegegnstand vorhanden sein.

Rune Guneriussen über seine Installationen mit Alltagsgegenständen und wie sie zu Fotos werden, die in den exklusiven Galerien der Welt hängen. Eine Video der Deutschen Welle:

Alle Fotos © Rune Guneriussen

Mitsue Kono | Abstrakte Malerei

Mitsue Kono – Porträt einer deutsch-japanischen Künstlerin in Hamburg

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Beschreiben Sie bitte kurz, was Sie tun.
Ich bin Künstlerin. Malerin.
Ich bin in verschiedenen kreativ künstlerischen Bereichen ausgebildet.
Unter anderen auch als Sprecherin und Theaterschauspielerin.

Wann, wie und warum sind Sie Künstlerin geworden?
Ich denke ich war schon immer Künstlerin.
Für mich ist Kunst die freie Bewegung von Kreativität, die in die Welt hinaus will
und muss. Sie duldet keine Stoppschilder und kein Wenn & Aber.

Vietnam River... - 130x130 cm - Acryl/Acrytinte/Lack
Vietnam River… – 130×130 cm – Acryl/Acrytinte/Lack

Ich bin ein sehr kreativer Mensch bin und brauche immer Ventile für mich,
um diese Energie auszudrücken.
Zum Glück habe ich immer künstlerische Ausdrucksformen gefunden.
Auch in Zeiten, wo ich von der Kunst noch nicht gänzlich leben konnte.
Als Kind faszinierte mit das Wort in der Poesie und in der Musik.
Von klein auf an habe ich viel gedichtet.
Irgendwann als junge Frau mit Mitte 20, entschied ich mich weiter in die Kunst zu gehen,
weil mir dies als der einzige Schaffenssort schien, bei dem ich bis zu meinem
Lebensende verweilen könnte.
Ich fand dann sofort den Einstieg in die Musikbranche, wo ich meine prosaischen
Erzählungen in Töne kleiden durfte. Eine große Lebensfreude, von der ich
immer noch emotional zehre.
Der Weg der Kunst ist für mich ein Weg des schöpferischen Schaffens.
Mein Weg führte durch die Bereiche, die sich mit meinen Fähigkeiten und Talenten deckten.
Künstler haben ja oft mehrere Talente.
So machte ich eine professionelle Sprechausbildung, „sprach“ und spielte Theater.

Eine größere Freude des Tuns und Seins als Künstlerin habe ich bisher nicht erlebt.
Ich fühle eigentlich bei jeder Art von Kunst, die ich erlebe eine tiefe Dankbarkeit
dem Leben gegenüber Künstlerin zu sein.

Was ist der schwierigste Part am Künstlerdasein?
Ich denke man selbst. In der abstrakten Malerei begegne ich mir selbst.
In der Dichtung sind es die Schmerzen und tiefen Wunden, die mir als Nährboden für den Ausdruck dienen.
Beides ist nicht leicht, denn ich begegne oft meinen gedanklichen Mustern und Einschränkungen.
Bei verpatzten Sprecherjobs stand mir in jungen Jahren mein Mangel an Selbstbewusstsein im Wege.

Aber schwierig?
Ich bin dankbar und glücklich Künstlerin zu sein und empfinde es als einen Segen,
neben all den weniger schönen Dingen im Leben.
Der schwierigste Part ist vielleicht der existenzielle, wenn man den Anspruch
hat von der Kunst zu leben. Aber das hat ja nicht zwingend etwas mit dem „Künstlerdasein“ zu tun.

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Sommerregen – 130×130 cm – Acryl/Lack/Acryltinte

Wie haben Sie sich seit Ihren Anfängen entwickelt?
Stetig. Wenn ich das auf das eben gesagte beziehe, dann kann ich heute sagen, dass ich viel mehr in Verbindung mit meiner kreativen Energie bin.
Ich hinterfrage mich nicht mehr.
Ich baue heute auf mein Können, weil ich Erfahrung mit mir habe und weiß, was ich kann und was nicht.
Es gibt ein anderes Niveau von Perfektionismus.
Ich akzeptiere das, was auf der Leinwand ensteht.
Heute weiß ich, es hat seine Berechtigung egal wie „unperfekt“ es sich in manchen Entstehungsmomenten anfühlt. Ich habe gelernt es zu „lassen“.
Im japanischen nennt man das Wabi Sabi. Ein natürlicher Zustand.

Mit welcher Kunst(form) identifizieren Sie sich besonders? Was beeindruckt Sie?
Die abstrakte Malerei. Aber das ist nur der aktuelle Stand meines Lebens. Kunst ist ja nicht statisch.
Ich verschließe mich den kreativen Kanälen und Fähigkeiten, die sich mir als Chance des Ausdrucks anbieten nicht. Als Künstler wächst man stetig am Umgang seiner kreativen Energie und Kraft.
Künstler wissen ja darum.
Ich liebe Kunst als Ganzes. Und mich beeindruckt der Weg der Entstehung eines Kunstwerkes an sich.
Ich bin mir sicher irgendwann wieder Musik zu machen oder ein neues Buch zu schreiben.
Allerdings erfüllt mich die Gewissheit, dass mich die Malerei – und ich sie – nie wieder loslassen wird.

Gibt es Künstler mit denen Sie gern verglichen werden würden?
Nein! Ich muss mich auch nicht zwingend mit anderen Künstlern auseinander setzen.
Da ich die Kunst achte, habe ich automatisch Interesse an Kunst & Künstlern.
Mich beeindrucken grundsätzlich Künstler/innen, die authentisch sind!
Ich genieße die Arbeiten anderer Künstler und tauche bei der Betrachtung aus Interesse gerne in deren
Schaffensprozesse ein. Materiell wie emotional.
Ich habe Kunst nicht intellektuell studiert. Der Kopf hat für mich wenig mit Kunst zu tun.
Ich fühle sie lieber.

Wie würden Sie die Kunstszene in Ihrem Umfeld beschreiben?
Hamburg ist kulturell sehr gut versorgt und in Bewegung.

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Frozen Water – Deepest Yin – 100×100 cm – Acryl/Acryltinte/Lack

Was sind Ihre Zukunftspläne?
Ich wünsche mir, dass meine Arbeiten weiterhin Menschen glücklich machen, und diese weitere Kreise ziehen.
Pläne mache ich nicht mehr wirklich. Es kommt sowieso wie es kommt. Auf dem Weg dorthin schaue ich, dass ich gut bei mir bleibe und beim Wesentlichen. Und vor allem gesund.
Was ist der beste Tipp/sind die besten Tipps, den/die Sie als Künstler bisher bekommen haben?
Keinen.

Und welche Tipps haben Sie selbst für die, die sich gerade auf den Weg machen?
Ich denke jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen.
Ausdauer und Durchhaltevermögen haben mich weiter gebracht.
Es gab einige Jahre, da hat kein Mensch außerhalb meiner Wohnung meine Arbeiten gesehen, geschweige denn gekauft.
Ich habe mich damit nicht so aufgehalten, sondern weiter auf das Bedürfnis Malen konzentriert. Die Türen haben sich irgendwann – ich glaube nach etwa 4 Jahren – plötzlich geöffnet. Ohne Ausdauer und Durchhaltevermögen wäre ich heute sicher keine internationale Künstlerin. Die Vorstellung, dass meine Bilder in England, Skandinavien, den USA und sonstwo noch hängen und Menschen sich so weit weg von mir, meine Arbeiten anschauen, vielleicht drüber sprechen und sich daran erfreuen,
das finde ich großartig. Da hüpft echt mein Herz.

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Foto: Privat

Mitsue Kono wurde im Jahre 1969 des Hahns in eine alte Samuraifamilie Yokohamas als Tochter eines japanischen Vaters und einer nordeutschen Mutter hinein geboren. Beide Kulturen haben sie wachsen lassen und beeinflussten sie sowohl als Frau und wie auch als Künstlerin.
Die Freude an der Kunst und das natürliche Verlangen diese kreativ auszudrücken, begleiten Mitsue Kono seit ihrer Kindheit: Achtsamkeit, Sensitivität und bewusste Entwicklung.

Kreativität und Kunst sind im Leben der Künstlerin und Therapeutin allgegenwärtig. Ihren Weg als Künstlerin begann Mitsue Kono als Dichterin. Die Rhythmik der Worte verband sich mit der Musik. Zu dieser Zeit begann sie mit japanischer Kalligrafie und dem Malen buddhistischer Symbolik. Hinzu kamen Kinderillustration (als Zwischenspiel) und Abstrakte Malerei. In Letzterer bündelt sich ihre kreative Energie und ist Begleiter im Schaffensprozess all ihrer Bilder, mit dem Ursprung in ihrer Seele.

Kontakt zur Künstlerin: mitsuekono.de

Denise Eyer-Oggier | Schweiz

 Denise Eyer-Oggier ¦ Visual-Artist ¦ Brig, Schweiz

Denise Eyer-Oggier malt, collagiert, erschafft Installationen, illustriert, fotografiert und gibt in Workshops ihr Know-how in Workshops weiter. Ihre Bilder zeigen künstlerisch ausgeformte Seelenlandschaften, sie zeigen Spuren & Formen, In ihren Werken finden sich meditative Formen über Zeit und Raum. Die Malerei von Denise Eyer-Oggier ist sowohl wild und schroff wie die Bergwelt in der sie lebt, als auch sanft, warm und intensiv wie das Leben, das sie liebt.

Ein Porträt in Wort und Bild:

Petite pause récréative. Feutre et crayon. D apres une photo de Denise Eyer-Oggier
Petite pause récréative. Feutre et crayon. D apres une photo de Denise Eyer-Oggier

Wann, wie und warum sind Sie Künstlerin geworden?
Ich hatte Glück, dass mein Lehrer damals meine Malereien mochte und mich ermutigte, so zu malen wie ich fühlte, auch wenn meine Malerei nicht konform war. Gegen den Willen meiner Eltern besuchte ich eine Kunstschule und absolvierte im Anschluss eine Ausbildung als Graphikerin.

Was ist der schwierigste Part am Künstlerdasein?
Der schwierigste Part am Künstlerdasein ist das beibehalten einer steten Kontinuität, das aushalten der Unsicherheiten. Das schwierigste ist sicher zu akzeptieren, dass das Künstlerdasein ein Leben im „Fremdland“ bedeutet.

Wie haben Sie sich seit Ihren Anfängen entwickelt?
Stetig weiter mit stetig höherem Anspruch an mich selber.

Mit welcher Kunst(form) identifizieren Sie sich besonders? Was beeindruckt Sie?
Mich interessiert die informelle Kunst mit zeichnerischen Symbolen, die narrativ und emotional ist.

Gibt es Künstler mit denen Sie gern verglichen werden würden?
Ja, mit Hans Falk beispielsweise.

Wie würden Sie die Kunstszene in Ihrem Umfeld beschreiben?
Ich wohne mitten in den Alpen und die Berge ringsum bedeuten Schutz und Gefängnis zugleich. Die Szene ist sehr einzelgängerisch.

Was bedeutet Kunst in der heutigen Zeit?
Kunst bedeutet sehr viel in der heutigen Zeit, sie rüttelt auf, sie lässt Emotionen zu, sie macht nachdenklich.

Atelier - Foto: Privat
Atelier – Foto: Privat

Was sind Ihre Zukunftspläne?
Weitermalen.

Was ist der beste Tipp/sind die besten Tipps, den/die Sie als Künstler bisher bekommen haben?
Sich selber sein und weiter malen.

Und welche Tipps haben Sie selbst für die, die sich gerade auf den Weg machen?
Weitergehen auf diesem Weg.trennlinie2

Eine kleine Auswahl ihrer Werke:

Steckbrief:

*1956 in Naters/Schweiz
Graphikerausbildung, MengisVisp
Schule für Gestaltung, Bern

Freischaffende Malerin Visarte (Berufsverband visueller Künstler)
SGBK (Schweizerische Gesellschaft Bildender Künstlerinnen, Sektion
Bern Romandie)
Ausbildete Erwachsenenbildnerin

The Transience of all being from Denise Eyer-Oggier on Vimeo.

Denise Eyer-Oggier im Web: eyer-oggier.ch ¦ facebook