Kategorie: Feinschmecker

Cats Gedankenwelt: All you can(‚t) eat!

P1050639Ob Low Carb, Paleo, Frutarier, Vegetarier, Veganer, Steakliebhaber oder Genuss aus der Region – jeder Mensch hat seinen eigenen Ernährungsstil, wie er seinen eigenen Modestil hat. Ärgerlich nur, wenn die Stimmen, die einem alles verbieten wollen, was Spaß macht und schmeckt, sich derzeit lauter denn je in unsere Köpfe bohren wollen. Das kann einem ganz schön den Appetit verderben.

Wir alle müssen essen. Es ist ein Grundbedürfnis aller Lebewesen, Energie zu sich zu nehmen und zu verwerten. Im besten Fall bringt uns das auch noch Genuss und eine gewisse Form von Zufriedenheit. Nun ja, zumindest sollte es das – gäbe es nicht diese vielen kleinen, zynischen Stimmen, die uns vergessen lassen wollen, dass Nahrung uns mehr als nur Sättigung gibt. Und Zeitgenossen, die sich das „richtige“ und „falsche“ Essen zum Lebensziel erklärt haben. Aber gibt es ein „Richtig“ und ein „Falsch“, wenn es um die schönste Hauptsache der Welt geht? Vor allem aber, worin liegt der missionarische Ehrgeiz mancher Menschen, anderen die Speisen auf ihrem Teller madig zu machen? Eine Typologie.

Immer nach Vorschrift essen? Wie langweilig ,,,
Immer nach Vorschrift essen? Wie langweilig ,,,

Immer diese Kalorienspalterei! Ich weiß nicht genau, wer wann damit begonnen hat, unsere Nahrung begrifflich in immer kleinere Elemente aufzuspalten und jedes davon mit detaillierten Mengenangaben zu listen. Inklusive Durchschnittstagesbedarf – und den „gesundheitlichen Vorteilen“ des Nahrungsmittels, ob nun wahr oder nur PR-geschönt. Jedenfalls kann es ganz schön nerven, ständig eine Welt „guter“ und „böser“ Nährstoffe vor Augen zu haben oder auch von anderen ungefragt dauernd daran erinnert zu werden.

Schreckgespenst Krebs und andere Panikmache. Es ist gut zu wissen, wenn eine reale Seuche das Fleisch im Supermarkt und auf den Wochenmärkten gefährlich macht. Oder wenn ein Spritzmittel auf Obst und Gemüse für uns oder die Umwelt tödliche Folgen hat. Eigentlich können wir für jede fundierte Studie dankbar sein, die über wirkliche große Gefahren aufklärt. Doch wie seriös können Meldungen um neue „krebserregende“, „gefährliche“ Stoffe in Nahrungsmittel noch sein, wenn gefühlt jeden Tag neue Schreckensnachrichten über das Internet über wenig fundierte Nachrichtenportale verbreitet werden?

Diäten, Diäten, Diäten. Der Verzicht auf alles, was schmeckt und Freude macht, scheint schon seit jeher eine Art der Selbstoptimierung zu sein; von der vor allem Frauen seit Cleopatras Zeiten Gebrauch gemacht haben. Doch auch bei Männern im Sport haben schon immer bereitwillig Einschränkungen in Kauf genommen, um ihrer athletischen Form auch weiterhin Rechnung zu tragen. Sei es bei den frühen Olympischen Spielen oder im heutigen Profiradsport. Das ist gerechtfertigt und passt in den Sport – dennoch sollten Sportler und auf Aussehen bedachte Menschen nicht alle anderen „missionieren“ wollen, die diese Leidenschaft für das „richtige“ Essen nicht uneingeschränkt teilen.

Sein Essen zu publizieren, liegt im Trend - deshalb haben wir es zur Anschauung auch mal gemacht!
Sein Essen zu publizieren, liegt im Trend – deshalb haben wir es zur Anschauung auch mal gemacht!

Das ewige schlechte Gewissen. In Ordnung, die ethischen Gründe gegen Fleisch, Milch, Eier und gegebenenfalls nicht fair gehandelte Lebensmittel gehören noch zu denen, die mich am ehesten berühren. Im Grunde will niemand viel über Massentierhaltung, ausgebeutete Landwirte und unmenschliche Produktionsbedingungen etwas hören und lesen – dennoch muss ein Bewusstsein entstehen. Dies lässt sich jedoch nicht mit der Holzhammermethode erzwingen, denn Erkenntnisse müssen immer freiwillig kommen und akzeptiert werden.

Das Verteufeln von Alltagsritualen. Wir haben oft schon von Kindheit an bestimmte Ernährungsmuster, die uns prägen. Bei mir war es zum Beispiel zu Hause seit jeher üblich, dass es morgens Toast mit süßem Aufstrich oder bestimmte Arten von Cerealien zu essen gab. Was soll ich sagen, ich bin fast dreißig – und habe diese „Tradition“ immer noch so verinnerlicht, dass ich sie gar nicht hinterfrage. Ebenso gab es bei uns zu Hause über Jahre hinweg samstags fast immer Pasta mit unterschiedlichen Soßen und sonntags Kartoffeln mit Fisch oder Gemüse. Und ja, mir gibt es immer noch ein Gefühl von Zufriedenheit, von „Heimat“. Menschen, die diese Art von Lebensritual verspotten oder schlecht machen wollen, sorgen nicht selten für Unmut und wirken respektlos.

Essen gehört in jede Kultur hinein - und ist ein soziales Ritual
Essen gehört in jede Kultur hinein – und ist ein soziales Ritual

Genussverächter auf Missionskurs. Wer sich nicht hin und wieder selbst etwas gönnen möchte und anderen gar missbilligend auf den Teller schielt, macht sich gerne unbeliebt. Bei manchen ist es ein sehr harmloser Anfang, zum Beispiel Diät- und Kaloriendiskussionen am Tisch in größerer Runde. Während jeder dabei mit viel Mühe noch weghören kann oder das Thema umlenken, gibt es allerdings auch besonders unangenehme Situation, wo selbsternannte „Ernährungspäpste“ ungefragt den Schüsselinhalt ihrer Mitmenschen kommentieren oder ihnen ein schlechtes Gewissen einreden wollen.

Um es kurz zu machen: Ich weiß nicht genau, warum viele Menschen mit #foodporn, Belehrungen (online auf Facebook sowie „offline“ am Mittagstisch) und geradezu fiebrigem Eifer Essen zu einer Art neuen Religion erklären. Ist es eine der weniger verbliebenen Arten, sich hervorzuheben und zu profilieren? Eines steht jedenfalls fest … Das Prinzip „All you can’t eat!“ nervt gewaltig und die Devise sollte wieder lauten: „Essen und essen lassen“. In diesem Sinne – guten Appetit!

Marina Metzler über ihr Konzept „Abnehmen beginnt mit Annehmen“

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Marina Metzler

Sagen Sie bitte etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang.
Zu meinen Lieblingsfächern neben Deutsch, Mathe, Sport, Physik, zählte vor allem Biologie. Schon damals faszinierten mich die verschiedene Entwicklungsprozesse in der Natur und aller Lebewesen. Daher absolvierte ich zunächst eine Ausbildung als Medizinische Fachangestellte in der Chirurgischen Universitätsklinik in Heidelberg. Anschließend wurde ich schwanger und genoss zunächst meine Elternzeit mit meinen wunderbaren Söhnen.
Danach arbeitete ich einige Jahre als Study Nurse in einer Facharztpraxis. In dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit gehabt, einen intensiven, einfühlsamen Kontakt zu allen Patienten aufzubauen, welche sich für eine freiwillige Teilnahme an einer Medikamenten-Studie entschieden haben.
Während dieser interessanten Zeit, entschied ich mich für das Ernährungsstudium, welches ich dann auch mit viel Begeisterung erfolgreich abschloss.
Die Idee, aber ein Buch zu schreiben und es publik zu machen, diesen Wunsch hegte ich wohl unbewusst schon seit dem Tag , als ich selbst anfing, Bücher zu lesen… 🙂

Warum Ernährungsberatung?
Soweit ich mich an meine Kinder- und Jugendzeit erinnern kann, war ich schon immer schlank gewesen. Als ich mit 20 Jahren schwanger wurde, verschlang ich zunächst alle Informationen über Schwangerschaft. Andererseits verschlang ich auch wohl einiges an überflüssigem Essen, da ich zu dem Zeitpunkt die Überzeugung in mir hatte, „für Zwei essen zu müssen“. Lange Rede, kurzer Sinn nahm ich während der Schwangerschaft mehr als 35 Kilogramm zu. Insgeheim dachte ich, dass die paar Pfunde schnell wieder weg sein werden. Umso mehr schockierte und beunruhigte mich die Tatsache, dass mein „Übergewicht“, metaphorisch gesehen, sich erst recht hartnäckig verhielt und sich weigerte von dannen zu ziehen.
Aus der Unzufriedenheit und gewisser Ohnmacht heraus, fing ich damals an, mich noch intensiver mit der Ernährung in ganzheitlichem Sinne zu befassen.
Durch persönliche Erfahrungen sowie durch Beobachtungen in der Arbeit mit den Patienten bemerkte ich, welche tiefgreifenden Zusammenhänge zwischen Wohlbefinden, Gesundheit und guter seelischer Verfassung, die ausgewogene und vollwertige Ernährung darstellt.

Sie sagen, der menschliche Körper ist vollkommen.
a) Wie ist das im Allgemeinen zu verstehen?
Das ist komplett wörtlich zu verstehen, dass der menschliche Körper vollkommen ist. Andererseits, kann ich mir vorstellen, dass bei vielen Menschen unter „vollkommen oder vollkommener Körper“ eigene Assoziationen zu Tage kommen. Alles hat seine Berechtigung.
Mein Anliegen in diesem Buch beginnt schon daher schon in erstem Kapitel „Ein klares JA zu meinem Körper“, in dem ich den Leser/ die Leserin auf eine Entdeckungsreise in seinen/ihren beeindruckenden Wunderwerks, namens Körper, mitnehme. Denn, wenn ich mich dem Wissen öffne, welch‘ faszinierende Leistungen jede Körperzelle, der gesamte Organismus für mich jede Sekunde meines Lebens vollbringt, umso mehr Hochachtung, Dankbarkeit erfüllt escmein Herz. Und umso mehr kann ich mich mit meinem Körper anfreunden, ihn einfach annehmen.

b) Was kann der Einzelne für sich daraus ziehen?
Der Körper ist ein kostbares, lebendiges Geschenk an jeden von       uns. Wie wir damit letztlich umgehen, behutsam und liebevoll oder ablehnend und achtlos, liegt in der Eigenverantwortung jedes einzelnen Menschen.

Marina Metzler
Marina Metzler

Was bedeutet Übergewicht für Körper, Geist und Seele?
Meiner Ansicht nach bedeutet es, dass das dynamische und harmonische Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele aus den Fugen geraten ist. Wobei hier individuell nach der Ursache des Übergewichts, am besten in allen Bereichen, geforscht werden sollte.
Vor kurzem meinte ein Klient zu mir: „Ich habe nur 10 Kilogramm an Übergewicht, fühle mich gut und brauche eigentlich gar nicht abzunehmen.“ „Ok“, meinte ich dann zu ihm. „Sei aber jetzt mal ganz ehrlich zu dir selbst. Wie würdest du dich fühlen, wenn du diese 10 Kilos nicht hättest?“

Sie sagen: Abnehmen beginnt mit Annehmen. Das klingt toll. Ist das für viele nicht bereits eine sehr große Hürde?
Diese Hürde in Form von den nicht hinterfragten Gedanken, beginnt im Kopf. In der Physik gibt es eine schöne These „Druck erzeugt Gegendruck“, welche das – Nicht Annehmen – so gut veranschaulicht.
Mit anderen Worten, wenn ich z.B. meinen Körper ablehne, erzeuge ich durch destruktive Gedanken und Emotionen, langfristig Blockierungen, aus denen sich bestimmte Erkrankungen resultieren können. Denn, genau in diesem Moment kommt die Seele mehrfach ins Spiel. Die Seele jedes Menschen will sich in dem menschlichen Körper wohlfühlen, das Leben mit allen Sinnen erfassen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Spürt sie aber diese Ablehnung, so schickt sie feine Signale auch Botschaften genannt, an den jeweiligen Menschen, sich mit sich zu befassen. Sich mehr Entspannung, mehr Lebensfreude etc. zu gönnen. Oder auch auf die Ernährung zu achten, wenn man z.B. etwas nicht verträgt oder sich nach bestimmten Lebensmitteln schlecht und lustlos fühlt.     Daher ist der beste Ratgeber für jeden Menschen, sein eigener Körper, sein eigenes „Bauchgefühl“.

Wie kann ich etwas annehmen, wenn ich darunter leide? Wie macht man das?
Indem ich anfange die Gedanken, die in meinem Bewusstsein immer und wieder auftauchen, zu hinterfragen und zu analysieren. „Das Schlimmste im Leben ist ein nicht hinterfragter Gedanke“. Dieses Zitat von Byron Katie liebe ich sehr, denn es offenbart die ganze Wahrheit, schlicht und ergreifend. Denn, in Wirklichkeit haben viele dieser „leidvollen“ Gedanken ihren Ursprung in Überzeugungen und Glaubenssätzen, welche uns unbedacht schon in unserer frühesten Kindheit suggeriert wurden. Und da wir damals, diese fremden Gedanken uns zu Herzen, also als die volle Wahrheit, (an-)genommen hatten, denken wir noch als Erwachsene teilweise noch immer so.
In meinem Buch „Ein klares JA zu meinem Übergewicht. Abnehmen beginnt mit Annehmen“ gehe ich auf dieses wichtige Thema sehr ausführlich ein. Denn, es gibt nicht nur 4 Ebenen der Überzeugungen, sondern vielen Menschen ist es eventuell die Macht und die außerordentliche Kraft des eigenen Unterbewusstseins (noch) nicht im vollen Ausmaß bewusst.

Viele sagen, sie können wegen ihres Übergewichtes keinen Sport treiben. Stimmt das? Welche Alternativen gibt es?
Meiner Meinung nach gibt es für jedes Problem eine Lösung. Wobei für mich das Problem eher eine Herausforderung darstellt. Im wahrsten Sinne des Wortes fordert eine gewisse Lebens-situation oder in unserem Fall das Übergewicht denjenigen Menschen heraus, aus der Trägheit, aus der Apathie oder ähnlichem endlich auszusteigen.
Und, wieder sich ehrlich zu fragen: „Stimmt das wirklich, dass ich überhaupt keinen Sport treiben kann?“
Was stellt das Übergewicht dar? Ganz einfach, die Summe vieeeeeler Mini-Entscheidungen, die das Übergewicht begünstigten. Genauso, kann man jetzt im Umkehrschluss bewusst vieeeeele Mini-Entscheidungen wie täglich 15 Minuten spazieren gehen oder 15 Minuten schwimmen, treffen. Nach dem Motto: „Lieber mäßig, dafür aber regelmäßig“. Und ein neues Resultat wird sich schon in geraumer Zeit erkenntlich zeigen. Garantiert!
Zu den Alternativen zähle ich Bereitschaft sich jeden Tag und nur 5 (!) Minuten zur Lieblingsmusik in eigenem Tempo nach Herzenslust zu bewegen. Einfach diese kleine Tanzchallenge mindestens einen Monat lang ausprobieren. Ich freue mich über die Rückmeldungen dazu.  🙂

Sie schreiben intensiv über das Thema. Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit Ihren Leser/Innen gemacht?
Diese Frage bringt mich zum Schmunzeln. Denn, wenn Jemand hört, er oder sie müsse ihr Übergewicht, ihre finanzielle Lage oder unharmonische zwischenmenschliche Beziehungen bejahen, erzeugt das anfangs Unbehagen und Ablehnung. Warum sollte ich Jemand als Beispiel eigene Eltern bedingungslos annehmen, wo sie doch mich als Kind ständig kritisiert oder auf andere Art und Weise gekränkt haben. Das ist die sogenannte schöne Fassade, scheinbar sichere Schutzmauern, die wir schon sehr früh um unser Herz aufbauen, damit andere Menschen mich, mein Herz nicht mehr verletzen können.
Wenn wir aber unser Herz von der Außenwelt verschließen, so leben wir dann nicht wirklich, wir existieren nur irgendwie.
Daher erkenne ich die „Dicke dieser Schutzwall“ an der Reaktion meiner Leser/Leserinnen in Bezug auf den Titel meines Buches. Je heftiger und emotionaler sie ausfällt, umso mehr könnte man bei der jeweiligen Person, seelisch gesehen, „tiefergraben“.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Spaß? Und was überhaupt nicht?
Ich liebe es, mich mit den Menschen auszutauschen und von ihnen zu lernen. Mir bereitet es große Freude, wenn ich der betreffenden Person nützliche Impulse mit auf den Weg geben kann, welche sein Leben im ganzheitlichen Sinne zum Positiven verändern. Diese Arbeit liegt mehr sehr am Herzen, daher macht sie mir auch Spaß!

Ist eine überwiegend basische Ernährung ein wichtiger Schlüssel zum Wohlfühlen? Warum ist das so? Oder: warum nicht?
Tatsächlich liegt ein wichtiger Schlüssel zum Wohlfühlen, wenn wir uns überwiegend basisch ernähren. Die Regel lautet dazu: Die Ernährung sollte ungefähr bis zu 80 % aus basisch bildenden und aus circa 20 % aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen.
Denn, ein gesunder pH-Wert unseres Blutes liegt in einem leicht alkalischen (basischen) Bereich von 7,35 bis 7,45. Damit alle Stoffwechselvorgänge im Körper optimal ihre lebenswichtigen Funktionen erfüllen können, müsste dieser enge Bereich im Blut eingehalten werden. Geschieht das nicht, so verschiebt sich der pH-Wert in den sauren Bereich und begünstigt dadurch die Stoffwechselentgleisungen wie etwa Übergewicht oder Verschlackungen, die unnötig den Körper belasten.
Auch diesen wichtigen Segment behandele ich in meinem Buch und stelle gleichzeitig auch diese beiden Gruppen mit ihren entsprechenden Nahrungs- und Lebensmittel vor.

Haben Sie einen Tipp, wie sich der Gewohnheitsmensch einer gesunden Ernährung nähern kann, ohne das Gefühl des Verzichts zu haben?
Ja. Vor einigen Jahren leitete ich kleine Workshops zum gesunden Frühstück in einer Grundschule. Ich benannte es „Regenbogen Frühstück“. Vor dem Workshop bat ich die Kinder 3 verschieden-farbige Lebensmittel zum ausgemachten Termin von zu Hause aus mitzubringen.
Das taten sie bereitwillig und als sie ihre gesunden Schätze mitbrachten, kreierten wir aus ihnen einen schönen Regenbogen.
Der Grundgedanke hinter dieser Aktion war, zunächst diese wunderbare Fülle und Vielfalt an Lebensmitteln visuell darzustellen und andererseits sich über die ganze Woche hinweg sich bunt, also abwechslungsreich zu ernähren.
Ergänzend kommt noch der bewusste Tausch mit den alternativen Lebensmitteln ins Spiel. Dazu macht man mit sich selbst eine feste Abmachung aus. Anstatt 3 oder 4-mal am Tag zu naschen, erlaubt man sich und genießt so richtig eine Handvoll Portion an Süßem. Die anderen Portionen ersetzt man durch leckeren Obstsalat oder frischgepressten Saft, Smoothie etc. Ganz wichtig wäre bei allem Neuen, das man ausprobiert, sich selbst zu beobachten und zu fragen: „Wie fühle ich mich dabei? Energielos und matt oder schwungvoll und happy?“

Gibt es einen Unterschied zwischen gesunder Kost bei Mann und Frau?
Das ist eine sehr gute Frage. Mein Gefühl sagt mir, dass der Unterschied in der Verstoffwechslung der jeweiligen Grundelemente der Kohlenhydrate, Fette und Proteine liegt. Denn das ist absolut individuell und hängt noch zudem von dem aktuellen Zustand des Magen-Darm-Trakts sowie der Darmflora im Ganzen des jeweiligen Menschen ab.
Auch in diesem Fall würde Selbstbeobachtung über einen bestimmten Zeitrahmen gute Dienste leisten. Wenn Jemand z.B. morgens sich überwiegend kohlenhydratreich ernährt und sich danach sehr müde fühlt, so könnte er die Kohlenhydrate mal weglassen oder durch andere Lebensmittel austauschen und wiederum genauestens eigenes Befinden erforschen.
Zusammenfassend verbraucht unser Körper die meiste Energie für die Verdauung. Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahmen, die Zusammensetzung und die Qualität der eingenommenen Lebensmittel, die Stimmung (Emotionen), in der man die Mahlzeit eingenommen hat, all‘ das trägt wesentlich zur besseren und hochwertigeren Verstoffwechslung im Körper bei.

Gibt es etwas worauf Männer besonders achten sollten?
Teilweise habe ich diese Frage schon in der vorangegangenen Frage beantwortet. Ansonsten fällt mir dazu nur ein, eventuell mit dem eigenen Körper achtsamer und liebevoller umzugehen.

Gibt es einen Traum (oder zwei, oder drei), den Sie sich beruflich/persönlich noch erfüllen möchten?
Oh, ja. Da gibt es einige Träume, die ich mir noch erfüllen möchte. Vor einigen Jahren leitete ich in einer Volkshochschule einen 6-wöchigen „Abnehm“Workshop mit den 11- und 12-jährigen Heranwachsenden. Während dieser Zeit erwachte in mir der Wunsch, ein Trainingszentrum a la „Fit for real Life“ zu gründen, in dem es Kenntnisse zur gesunder, vollwertiger Ernährung, Fitness, Eigenverantwortung, den Umgang mit den unangenehmen Emotionen sowie Lebensfreude und Lebensbestimmung etc. den Jugendlichen & Heranwachsenden ganzheitlich vermittelt werden.
Zudem möchte ich ein neues Buch zu Persönlichkeitsentwicklung & LebensSinn herausbringen und persönlich möchte ich wieder eine schöne Wanderung auf der Insel Kreta mit meiner Familie unternehmen.

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Fotos/Buchcover: Marina Metzler

Gebackener Fisch mit Banane – Curry und Champignons

Foto: Privat
Foto: Privat

Nehmen Sie ein halbes Kilo festfleischigen Fisch (Filets), würzen diesen mit Salz, Pfeffer und Curry. Legen Sie die Filets in eine feuerfeste Form und belegen Sie ihn mit jeweils einer Lage Bananenscheiben und Champignons. Stellen Sie eine Soße aus jeweilseinem Becher saurer Sahne und crème fraîche her, fügen Sie beliebig Kräuter hinzu und begißen dann den Fisch mit dieser Kräutercreme. 
Garen Sie alles bei 200 ° ca 30 – 40 min.

Dieses Rezept eignet sich nur begrenzt zur Erlangung der Strandfigur.

Guten Appetit.

Die Panade aus Knäcke

Knäckebrot - Foto: Matthias Kabel - Quelle. wikipedia unter CC BY-SA 3.0-Lizenz
Knäckebrot – Foto: Matthias Kabel – Quelle. wikipedia unter CC BY-SA 3.0-Lizenz

Bisher habe ich meine Panade entweder mit fertigem Paniermehl oder alten Brötchen hergestellt. Irgendwann habe ich das mal so gelernt und der Bequemlichkeit geschuldet in den letzten Jahren nur noch fertiges Paniermehl eingesetzt.

Nun habe ich ein Rezept ausprobiert, wo für die Panade Sesamknäckebrot verwendet verwendet wurde. Dabei nimmt man je nach Bedarf die entsprechende Anzahl an Knäckescheiben und püriert diese im Mixer/Zerkleinerer. Weiterlesen

Was mir so durch den Kopf geht, wenn ich mein Rezeptbuch fülle

Supermarkt - Obst - Foto: Judith Herbst
Supermarkt – Obst – Foto: Judith Herbst

Fleisch geht gar nicht oder geht Fleisch vom Wild?
Gehört Honig den Bienen und Milch den Kälbern?
Ist glutenfrei auch dann gut, wenn man keine Zöliakie hat?
Was isst ein Frutarier und was ist Clean Eating? Was soll das alles?
Wer sich ethisch korrekt und gesund ernähren will, steht einem Wirrwarr aus Ernährungsformen und -ratschlägen gegenüber, die dann auch noch total widersprüchlich sind. Wie kann ich das meinen Gästen vermitteln?
Warum ist dieses Thema „richtig essen“ für uns so emotional?
Warum essen Menschen das, was sie essen?
Kann ich Einfluss nehmen?

Cat fragt: Lebensmittel – was sind sie wert?

Supermarkt - Obst - Foto: Judith Herbst
Supermarkt – Obst – Foto: Judith Herbst

Jeder tut es. Jeden Tag, mehrmals. Auch mal zwischendurch, wenn es die Zeit erlaubt. Es ist eine Art Lebensmittelpunkt, ein grundlegendes Bedürfnis. Die Rede ist vom Essen, das aber häufig, zumindest finanziell gesehen, zur Marginalie verkommt. Hauptsache billig? Was es mit der Discounteritis auf sich hat und ob sie wirklich immer ein Vorteil ist … nun ja, eigentlich möchte ich das ja von euch wissen ….
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Cat fragt: … Und täglich grüßt die Alltagssünde?

Über viele Fragen lässt sich sicherlich streiten – oder zumindest diskutieren. Eine davon stelle ich euch als Kolumnenlesern hier, zum Mitreden und Kommentieren.

Giotto di Bondone - Die sieben Todsünden - Der Neid
Giotto di Bondone – Die sieben Todsünden – Der Neid

Ich komme gerade wie alle ein bis zwei Wochen vom Einkaufen und habe mich wie immer mit den gleichen Ärgernissen auseinandergesetzt, die ich, was die Sache noch ärgerlicher macht, ja eigentlich selbst produziert habe … Wie eigentlich jedes Mal hatte ich meine Zweifel daran, dass wirklich alles in die großen Einkaufstüten passt. Doch wie immer gut kalkuliert – gerade so, dass ich sie noch schleppen kann. Zu Hause angekommen, dann eine Erkenntnis, die mich zu meiner Überraschung immer noch unerwartet trifft: Ich habe mal wieder zu viele Lebensmittel eingekauft. Sinnvoll ist anders, fluche ich innerlich, während ich mein gesamtes räumliches Denken anstrengen muss, um die gekaufte Tiefkühlware in das obere Fach des WG-Kühlschranks zu stopfen. Fehlanzeige – einiges muss wohl unten im Kühlschrank bleiben, oder eher, ich werde es morgen im Betrieb einfach in ein Tiefkühlfach legen und dort für die gesamte Woche vorhamstern.Ja, mein Einkaufsverhalten hat tatsächlich was von einem Hamster, muss ich einsehen. Wenn auch nur bei allem, was essbar ist. Das muss eine lange antrainierte Verhaltensweise sein. Eigentlich habe ich nie etwas anderes kennengelernt als Vorratskäufe. In unserer Familie haben wir den traditionellen samstäglichen Wochenendeinkauf für drei oder mit Oma vier Personen erledigt; mit meinem Freund bin ich immer, als ich noch nicht in einer anderen Stadt arbeitete, alle zwei Wochen zum Großeinkauf mit dem Auto gefahren. Nur Sachen, die sich lange halten, versteht sich – es schien einfach praktischer.

Eigentlich ist das, was ich jetzt mache, total doof und nicht gerade optimiert, wenn ich bedenke, dass eben nur begrenzte Tragkraft zu Fuß und weniger Platz zur Verfügung stehen. Eigentlich, so denke ich manchmal, müsste man es doch nach mehreren Monaten gelernt haben, das eigene Kühlfach einzuschätzen. Leider ist die Macht der Gewohnheit sogar ebenso oft hartnäckiger als jede innere Schweinebulldogge, und so begeht man die eine oder andere Alltagssünde eben wieder … und wieder … und wieder …

Schluss damit! Nächstes Mal kaufe ich keine Tiefkühlgerichte, bevor nicht alle aufgebraucht sind. Na ja, wenn ich mich denn beim nächsten Lidl-Besuch noch an diesen Vorsatz erinnere und mich nicht doch wieder die Gewohnheit im Nacken packt. Was ist eure Alltagssünde, die ihr euch einfach nicht gut abgewöhnen könnt? Ich bin gespannt auf eure Beiträge …