Cat fragt: Second Hand – Hot or Not?

Über viele Fragen lässt sich sicherlich streiten – oder zumindest diskutieren. Eine davon stelle ich euch als Kolumnenlesern hier, zum Mitreden und Kommentieren.

Wenn es um die meisten Kleidungsstücke geht, halte ich es seit einer Weile wie Macklemore – ich besuche am liebsten den nächsten „Thrift Shop“, Flohmarkt oder ein Online-Tauschportal. Macklemore findet in seinem Song: Second Hand ist cool, originell und der Geldbeutel lacht – siehe Videolink.

Für mich ist mindestens alle paar Wochen Schnäppchenjagdzeit, und zwar auf dem örtlichen Flohmarkt am Wochenende. Mein Freund und ich ziehen immer zusammen los, gehen aber später auf Beutezug, weil wir uns da unterschiedlich spezialisiert habe. Ich suche meist den typischen „Weiberkram“: Kleidung, Taschen, Accessoires. Ja, ich finde, Flohmarkt und Tauschhandel können durchaus den Weg ins Gewühl der Kaufhäuser ersetzen, wo immer neu produzierte Waren in recht berechenbarer Anordnung an Ständern und Wühltischen zu finden sind. Auch dem Warten in der H&M-Kabinenschlange kann ich kaum was abgewinnen. Nein, der samstägliche Shopping-Marathon, den viele andere lieben, ist definitiv nicht (mehr) mein Ding. Alles zu groß, zu voll, zu stickige Luft.

Dann lieber ein wenig stöbern in den Sachen, die andere Menschen gerne „in gute Hände abgeben“ wollen, ich liebe den Überraschungseffekt. Man wird immer irgendein Teil finden, das eben nicht jeder Dritte anhat, dem man im Büro begegnet. Sehr viele Artikel sind auch einfach noch viel zu gut in Schuss, um in der Kleidersammlung zu landen. Nicht zuletzt: Was ich gebraucht kaufe, muss nicht mehr in Kinderarbeitsgebieten oder unter anderen unmenschlichen Bedingungen neu hergestellt werden und die einzigen Umweltschadstoffe sind die, die auf dem Transport auf den und vom Flohmarkt entstehen.

Mein Freund sucht immer nach außergewöhnlichen und praktischen technischen Sammler- und Gebrauchsstücken. Er landet dabei beizeiten echte Glücksgriffe, wie eine funktionierende Fastplatte für wenige Münzen. Auch Geschenke holen wir oft nicht aus dem Geschäft, sie sind eher Nebenprodukte unserer Jagdausflüge dort, wo sich Second-Hand-Liebhaber treffen. Man kommt oft an Dingen vorbei, wo man denkt: Das wäre ein schönes Geburtstagsgeschenk. Warum also nicht mitnehmen? Nur, weil es schon einmal jemanden anders gehört hat?

Klar gibt es Dinge, die auch ich in jedem Fall neu kaufe. Socken und die meisten Schuhe, oder eben Unter- und Bettwäsche, außerdem Handtücher. Bei allen anderen Kleidungsstücken weiß ich nicht recht, ob es nicht genauso unhygienisch ist, wenn 30 Leute vor mir im Laden bereits einen Pullover anprobiert haben.

Wie denkt ihr über Second-Hand-Käufe? Was kauft ihr auf einem Flohmarkt oder gebraucht im Internet, und was ist ein absolutes No-Go für euch? Ich bin gespannt auf eure Antworten!

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