Cat fragt: Macht autofrei wirklich freier? Sagen Sie ihr die Meinung…

Über viele Fragen lässt sich sicherlich streiten – oder zumindest diskutieren. Eine davon stelle ich euch als Kolumnenlesern hier, zum Mitreden und Kommentieren.

Für mich war immer klar: Solange ich in einer Stadt wohne, wo ich mit Bus und Bahn überall hinkomme, brauche ich kein Auto, höchstens eine Monatskarte als Freifahrtschein für diverse öffentliche Verkehrsmittel. Als ich noch im Vorort einer Kleinstadt gewohnt habe, bei meinen Eltern , konnte ich es kaum erwarten, bis ich endlich meinen Führerschein hatte und mit meinen Freundinnen in die Disco oder zu einer Party gondeln konnte, ohne einen Zugfahrplan zu checken oder mich in schlecht belüftete Nachtbusse zu quetschen. Der Hintergrund war nur: Man hatte beim bestehenden Verkehrsnetz einfach keine Wahl.

Mit dem Umzug in meine nahe gelegene Unistadt war es das dann aber auch wieder mit den Autotouren – zumindest, wenn ich nicht am Wochenende in der alten Heimat war. Auch jetzt mit meinem Umzug in eine norddeutsche Großstadt hat sich nichts daran geändert, dass ich das Meiste auch autofrei hinbekomme. Keine engen Parklücken oder verstopften Kreuzungen, niemand, der mir beinah auf der Stoßstange sitzt, weil er im Geschwindigkeitsrausch ist. Keine Wartungsarbeiten und kein TÜV, und vor allem: keinen PKW zu brauchen ist gut für die Umwelt. Manchmal komme ich jedoch an meine Grenzen und an den Punkt, wo ich mich frage, ob autofrei mich wirklich sorgenfrei macht.

Zum Beispiel im Getränkemarkt – oder beim Vorratskauf im Supermarkt. Es muss für meine Mitmenschen immer ein lustiger bis tragikomischer Anblick sein, wenn ich einen halben Einkaufswagen voller Lebensmittel und allem, was frau sonst so braucht, in zwei große Ikea-Taschen packe, diese bis zur nächsten Haltestelle schleppe (wenn mir nicht irgendein Halteriemen reißt) und damit dann vollkommen erledigt in meiner WG ankomme. Die Leute müssen denken, ich kaufe für eine ganze Familie ein; dabei will ich den Kram einfach nur für zwei Wochen von meiner To-Do-Liste streichen. Meine Hamstermentalität hat dabei wohl schon zwei Oma-Einkaufstrolleys die Achse beziehungsweise einen Reifen gekostet.

Sich dauerhaft den Rücken krummzuschleppen, ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Deswegen bekomme ich nun ein Ikea-Wägelchen aus Metall, das garantiert hart genug im Nehmen ist – auch bei schweren zugehörigen Taschen. Und sollte es mich früher oder später wieder ins Ländliche ziehen … überlege es mir vielleicht doch noch einmal mit dem Autofahren.

Wie geht euch das? Was haltet ihr vom Leben ohne Auto, und welche Probleme und Lösungen kommen euch dabei unter? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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