Azrael ap Cwanderay – Interview mit dem Autor von „Zeitbeben“ & „MONTAGUES MONSTER“

Azrael ap Cwanderay„Kreativität ist der Funke des Lebens!“

Du hast ein sehr außergewöhnliches Pseudonym. Wie bist du darauf gekommen?
Der erste Teil beruht auf dem Roman „Azrael“, von Wolfgang Hohlbein, da ich ein großer WH Fan bin, und dieser Roman eines meiner liebsten Werke von ihm ist. Zudem ist Azrael ein Engel des Todes, was mir vom Mystischen her sehr gefällt.

Das ap Cwanderay ist dem Gälischen entlehnt und bedeutet „aus/von der Finsternis“. Alles zusammen entspricht also einem „Todesengel aus der Finsternis“, was ich als Pseudonym für Horror/Fantasy-Bücher ganz passend finde.

Worum geht es in deinen Romanen „Zeitbeben“ und „Montagues Monster“?
ZEITBEBEN: In dem Roman (der erste Teil einer Trilogie) geht es um das anstehende Wiedererwachen einer uralten Götzenrasse und den verzweifelten Versuch einer Handvoll sehr unterschiedlicher Menschen, genau dieses zu verhindern. Dabei spielt auch eine weit fortgeschrittene Rasse von Arachnoiden eine Rolle, deren letzter Vertreter über einen Knotenpunkt in Zeit und Raum wacht. Und am Ende des ersten Bandes mischt sich noch eine weitere Partei in den Kampf ein, mit der niemand auch nur ansatzweise gerechnet hätte.

MONTAGUES MONSTER: Dies ist eine fortlaufenden Serie über die Erlebnisse und Abenteuer eines Schotten, der sein Domizil in Kärnten/Österreich aufgeschlagen hat. Jedoch nicht ganz freiwillig, da er der Letzte in einer langen Ahnenreihe von Torwächtern ist, die dazu bestimmt sind, das TOR zu bewachen, einen Übergang in die Welt der dunklen Dimensionen, der Totensphären und der höllischen Gefilde. Die Serie behandelt die Kämpfe von Montague McGallagher mit diesen Kreaturen, beleuchtet seine mysteriöse Vergangenheit und ist leicht angelehnt an die klassischen Gruselheftromane wie John Sinclair und Tony Ballard.

Welche Charaktere in deinen Büchern sind dir ans Herz gewachsen – und welche haben sich wider Erwarten negativ entwickelt?
Schwer zu sagen. Bei ZEITBEBEN gibt es ja eigentlich keinen einzelnen Helden oder Hauptcharakter. Da hat halt jeder Protagonist so seine Eigenarten, die ihn – für mich – liebenswert machen, selbst Amos T. Grey, der Bösewicht. Bei MONTAGUES MONSTER sind es zwangsläufig die zwei Hauptpersonen, Montague McGallagher und Sunny, die mir besonders am Herzen liegen, aber auch die Nebendarsteller haben ihre eigenen Reize.

Negativ entwickelt in dem Sinne, dass mir die Entwicklung nicht gefallen würde, hat sich eigentlich kein Charakter, da sie sich alle SO entwickelt haben, wie ich das wollte.

Gibt es klare Antagonisten und wenn ja, welche Charakterzüge tragen sie?
ZEITBEBEN: Ganz klar die Blutgötzen und ihre Dienerkreaturen, die Schattenzyklopen. Und natürlich Amos T. Grey. Während die Blutgötzen und die Schattenzyklopen in ihrer Fremdartigkeit weit jenseits jeglicher menschlichen Charakterisierung sind, so ist Grey der typische Machtmensch. Ein Herrschertyp, der alles nach seinem Willen formen will und muss, dabei auch über Leichen geht und nur eine Loyalität kennt: die zu sich selbst.

MONTAGUES MONSTER: Da wird es schon schwieriger, weil in der Serie das ganze Spektrum der höllischen Kreaturen und monströsen Wesenheiten seinen Platz findet. Zumindest am Anfang sind wohl die sieben Necrotitanen am ehesten noch als klare Antagonisten auszumachen. Deren Charaktereigenschaften lassen sich am ehesten mit dem Wort „höllisch“ umschreiben.

Azrael als Leser: Was liest du, wenn du nicht selbst schreibst?
Ich bin ein ziemlicher Vielleser. Neben diversen Heftromanserien (John Sinclair, Professor Zamorra, Maddrax, Perry Rhodan, Captain Concho…) lese ich Horrorromane (King, Koontz, Husker…), Fantasybücher (Pratchett, Hohlbein, Brooks…), Comedy (Schmitz, Matthies, Jaud…), Thriller (Bulazel, Cussler…), SF (DOCTOR WHO, Asimov, Sheckley…) und Comics. Letztere schon deshalb, weil ich selber immer Comiczeichner werden wollte (und vor Kurzem auch endlich meinen ersten Cartoon-Band veröffentlicht habe – LUNATICS).

In welcher Atmosphäre und Umgebung kannst du am besten schreiben?
Umgebung ist relativ egal, da ich eh immer erst per Hand vorschreibe, das muss also nicht zu Hause sein, sondern kann auch mal an der Bushaltestelle oder im Café sein. Meinen Block habe ich eh meist mit. Daheim bevorzuge ich eher eine ruhige Atmosphäre (von diverser Musik als Soundtrack zum Schreiben mal abgesehen), wenn ich unterwegs schreibe, blende ich mein Drumherum meist ganz gut aus.

Wie ist die Zusammenarbeit mit deinem Verlag zustande gekommen, und warum hast du dich dafür entschieden?
Angefangen hat es mit einer Gruppe bei Facebook, die ich gegründet hatte, um meinen Roman ZEITBEBEN dort in Fortsetzungshäppchen meinen Freunden darzubieten. Dort wurden dann immer mehr die Rufe laut, ich sollte das Ganze doch mal veröffentlichen, woraufhin ich die Frage in die Runde geschmissen hatte, ob mir wer dort einen guten Verlag empfehlen könnte, da ich von Selfpublishing nicht allzu viel Plan hatte. Unter anderem wurde mir dann auch der Mondschein Corona Verlag vorgeschlagen. Ob ich dann nur die ersten 30 Seiten oder gleich den ganzen Roman hingeschickt habe weiß ich jetzt nicht mehr, auf jeden Fall kam ziemlich bald eine Antwort von der netten Finisia Moschiano, das ihnen mein Werk sehr gefallen habe und sie mich gerne unter Vertrag nehmen würden. So bin ich dann dort gelandet und bereue es bis heute kein bisschen. Ein kompetenter Verlag mit sympathischen Mitarbeitern, die voll hinter einem stehen und ihre Autoren mit allen Mitteln unterstützen, lieben Kollegen und einer reichhaltigen Angebotspalette – was will man mehr?

ZB MM Cover 2in1
Nach welchen Prinzipien lebst, arbeitest und schreibst du?
Leben und Leben lassen. Ich habe ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und versuche, sehr tolerant zu leben, in allen Lebensbereichen. Zudem bin ich sehr harmoniebedürftig. Wahrscheinlich kompensiere ich meine dunkle Seite daher mit den Geschichten, die ich verfasse.

Welche Art von Lesern möchtest du mit deinen Büchern besonders ansprechen?
Eigentlich alle, die sich für spannende und unterhaltsame Literatur interessieren und gerne mal für eine gewisse Zeit dem Alltagstrott entfliehen möchten.

Welches Genre reizt dich überhaupt  nicht?
Romantic Fantasy und Liebesromane, das sind nicht so meine Welten. Eben wohl weil ich in meinem Alltag sehr viel Harmonie lebe und von liebenden Menschen umgeben bin, und ich daher bei meinen Schreibgenres lieber den finsteren Seiten fröne. Wobei ich durchaus ein großer Romantiker bin, worüber meine unzähligen Gedichte (noch unveröffentlicht) ein beredtes Zeugnis ablegen.

Wenn du deine Werke in drei Sätzen beschreiben müsstest, was würdest du sagen?
ZEITBEBEN: Eine phantastische Reise in Welten jenseits der menschlichen Vorstellungskraft. Uralte Mächte, die nach der Vernichtung der Menschheit gieren. Ein Buch, bei dem selbst die ZEIT zu BEBEN beginnt.

MONTAGUES MONSTER: Ein Meister der arkanen Mächte und der letzte TORwächter. Grauenhafte Kreaturen aus den tiefsten Tiefen der höllischen Sphären. Die Horrorserie mit dem Schotten in Kärnten.

Hast du „Zeitbeben“ und „Montagues Monster“ jemandem gewidmet, und wenn ja, wem?
Nope, beide Werke sind keiner bestimmten Person gewidmet. Am ehesten könnte man noch sagen, sie sind der treuen und begeisterten Leserschaft gewidmet, die sie kauft und sich daran erfreut.

 

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