Autor: Redaktionsbeitrag

Manuela Martini – Schriftstellerin über ihr Buch: Vamos a la playa

Manuela_DSC2017-199x300Wer sind Sie?
Geboren wurde ich 1963 in Mainz. Schriftstellerin wollte ich schon immer werden. In meiner Fantasie Abenteuer erleben, Gefahren überstehen, gegen das Böse kämpfen und am Ende belohnt werden. Aber das Leben kam dazwischen und ich studierte und arbeitete in verschiedenen Jobs. Irgendwann drehte ich einen Dokumentarfilm in Australien und plötzlich war der Traum wieder da. Plötzlich fielen mir Geschichten ein und ich schrieb mein erstes Buch. Outback. Es wurde ein Erfolg. Ich schrieb weiter. Krimis, Romane, Kinderbücher und unter dem Pseudonym Fran Ray Thriller über Weltverschwörungen. Die Saat erregte internationales Interesse und wurde in sieben Sprachen übersetzt. Der Skandal und Das Syndikat folgten.

Mittlerweile bin ich mit meiner Lebensgefährtin nach Spanien ausgewandert und lebe auf einer Finca in Andalusien.Weiterlesen

Männer mit Damenwäsche – Wie eine geschundene Seele ihren Weg geht

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Nähert man sich einem Thema, passieren manchmal wunderliche Dinge. Ursprünglich war geplant, nach dem Interview mit den Erotik-Produzenten Rafael Santeria die weibliche Seite dieses Filmgenre zu porträtieren. Die Recherche hat, für mich, zu einem ernüchternden Ergebnis geführt. Es wird von den Darstellerinnen eine Menge Glamour und Fannähe suggeriert, die einfach nicht da ist; zumindest in der Masse. Es hat etwas vom Rattenfänger von Hameln, nur dass diesmal Männer der Flötistin begeistert zu folgen haben.

Dann, nachdem ich das Thema fast ad acta gelegt hatte, traf ich in einem Social-Media-Kanal eine junge Frau, Angelina, die irgendwie anders zu sein schien. Sie fiel mir auf, weil sie ihr Profil gerade erst aufbaute und eher persönlich wirkte als amateurhaft. Ihr Angebot: sie bietet getragene Wäsche Männern an, die daran Gefallen finden. Angelina sagt, sie wolle damit kein Geld verdienen, sondern sie möge es als Frau, wenn Männer damit ihre Lust befriedigen. Da sich mir diese Form der Lustgewinnung in keiner Weise erschließt, hat sich Angelina angeboten, einen ihrer Kunden darüber zu befragen. Die Antwort hat mich nicht wirklich weitergebracht, dennoch spannend zu erfahren: “ich finde es sehr erotisch getragene Wäsche zu erwerben, da mich die verschiedenen Düfte und Geschmäcker erregen. Jede Frau hat ihren eigenen Duft und Geschmack. Daher hängt es für mich auch davon ab, wer die Wäsche getragen hat, denn die Frau muss mir von Typ und Art her zusagen. Kurz gesagt, es muss eine Frau sein, mit der ich mich auch eine reale Beziehung vorstellen könnte. Das Kopfkino besteht darin, dass ich bei der Selbstbefriedigung erregter bin, wenn ich Duft und Geschmack kenne. Da fällt die Vorstellung, mit dieser Dame gerade Sex (wenn auch nur im Kopf) zu haben, leichter und der Orgasmus wird intensiver.“ Über Geschmack lässt sich streiten; das Leben ist bunt. Man hört immer wieder von verschiedenen Vorlieben, ich persönlich kenne niemanden, der darüber offen berichtet. Nein man muss nicht alles wissen, was andere treiben im Leben. Manches kann helfen, wie Menschen ticken. Auch indirekt im Umgang mit uns.

phone-785396_640_HebiFotSie stellt klar, dass es keinerlei persönliche Treffen möglich seien. „Wenn ein Kunde mehr will, blocke ich das diskret ab und erkläre ihm auch warum. Er kann sich gerne wohl und geborgen fühlen mit mir, aber eine Beziehung wird sich nie daraus entwickeln. Ich bin glücklich mit meiner Frau!“ Nur mittels Telefonsex, den Angelina ebenfalls anbietet, lässt sich eine gewisse Nähe herstellen. Mit diesen individuellen Telefonservice finanziert die mehrfache Mutter ihren Urlaub. Sie mag diesen, weil „ich mich dabei auch befriedige und nicht wie andere bei den Hotlines nebenbei bügeln 🙁 . Ich mag es auch, weil man immer andere Männer und andere Vorlieben hat.“

Ihren Hauptverdienst erwirtschaftet Angelina in Pflege und Gastronomie. Wie kommt man auf solch eine Idee? Angelina sagt: „Angefangen habe ich damit 2007. Irgendwie kamen eine Freundin und ich auf die Idee mal zu schauen, ob Männer vielleicht getragene Slips kaufen wollen würden. Naja, um halt dran zu riechen beim xxx! Und das wurde dann die Idee. Erst über eine Webseite dessen Namen ich nicht mehr weiß; später über gesext.de und nun auch noch über Facebook. Die Männer geben mir ein paar Infos über sich und ich nutze diese dann… also z.B. möchte jemand einen schwarzen String in dem ich mich selbst befriedige. Dann mach ich es, schieße dabei Bilder oder drehe kurze Clips die der Mann dann mitbekommt. Der Slip kommt in einen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss und wird dem Mann dann per Post geschickt. Ich bleibe mit diesen Männern in Kontakt, um zu sehen was sie damit treiben, weil mich das selbst wiederum erregt. Andere Männer wollen Sachen wie Natursekt um sich einzureiben oder es zu trinken. Wenn du mein Profil gelesen hast, hast du gesehen, das es kein „Geld daran verdienen“ ist sondern ein geheimes Hobby, einer sexuell sehr aufgeschlossenen und offenen frau ;). Ich kaufe immer nach dem Budget der Männer ein. Manche Männer kaufen mir auch ein neues Spielzeug und bekommen dafür ein benutztes.“

guess-attic-837134_1280_RondellMellingAngelina sagt, sie mag Damenwäscheträger (DWT). Da ich damit überhaupt nichts Bewundernswertes verbunden habe, sagt sie auf Nachfrage: Der Mut, dass sie zu ihrem Fetisch stehen und diesen Ausleben. Bei Bedarf berät sie diese auch bei der Auswahl des Makeups und Kleidung.

Seit kurzem hält sie sich einen Sklaven um diesen zu erziehen. Beide haben sich gesucht und gefunden. Ihr Untergebener ist begeistert bei der Sache und lernwillig. Ich habe ihn gefragt, was ihn an dieser Rolle reizt: „Als Sklave finde ich es sehr erregend, diverse Dinge im Auftrag auszuführen und mich dadurch lächerlich zu machen bzw. mich erniedrigen und bestrafen zu lassen.“ Die Aufgaben die Angelina ihm zur Erledigung gibt sind erotischer Natur. Dem eher unaufgeschlossenen Leser würde bei der Schilderung wahrscheinlich die Schamesröte ins Gesicht steigen.

Man muss dieses Leben nicht mögen, sollte es aber zu schätzen wissen: eine Frau, die mit ihren aus misslichster Lage befreit wurde, daran nicht zerbricht und ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder bestreiten kann. Dass sie zu sexuellen Handlungen gezwungen und misshandelt wurde, hat ihr nicht den natürlichen Spaß am Sex nehmen können. Viele andere hätten sich hier Ausweichhandlungen gesucht oder Vermeidungsstrategien entwickelt.

hans-boodt-1006004_640_chummelsIch habe sie gefragt, was sie von einem Mann erwartet. Ihre Antwort darauf: ich erwarte von „meinem“ Mann das er mich gut behandelt, etwas dominant ist und aufrichtig. Für eine Beziehung zählen drei Punkte als Basis definitiv: Treue, Vertrauen, Ehrlichkeit! Klassische Werte, die sich wohl nahezu jeder Mensch wünscht. Und: Er muss ein Bär sein, groß, breit, tätowiert. Ein kreativer und positiver Umgang, schlechtes neu zu interpretieren. Sie selbst ist tätowiert; vornehmlich um ihren Narben und verheilten Wunden ein neues Gesicht zu geben. Heute lebt Angelina in der Provinz mit ihren Kindern und zwei Menschen mit „gewissen Vorzügen“, wie sie es nennt. Der Mann, der sie befreit hat ist in ihrer Nähe und ihre Lebensgefährtin. Sie kümmert sich also aktiv um ihr Seelenheil und hat Vertraute um sich, wohl auch um wieder Vertrauen in andere fassen zu können. Das Vertrauen in sich selbst hat sie nie verloren. Ihre Werte lebt sie, auch wenn dies für Außenstehende nicht nachvollziehbar scheint. Angelina: „Ich habe mit der Bestätigung durch die ganzen Männer mein Selbstwertgefühl wieder aufgebaut. Ist ja so: je mehr Bestätigung ich bekomme, desto stärker werde ich.“

Das Leben bietet uns beizeiten Lebensentwürfe an, die wir niemals vorausgesehen haben. Im Umgang miteinander ist es wichtig, immer auch den Menschen an sich und seine gelebten Werte zu sehen und zu würdigen. Ich persönlich ziehe meinen Hut dafür, dass sie das jeweils Beste aus der Situation macht und mutig genug ist, ihre Sexualität, ihre Fantasien auszuleben. Das scheint vielen schwer zu fallen, auch wenn sie es nicht zugeben mögen. Sonst gebe es Frauen wie Angelina nicht. Sie ist ein gutes Beispiel zu reflektieren und sich aufzumachen, seinen eigenen lustvollen Weg zu gehen. Wie auch immer der aussehen mag.

Vielen Dank an Angelina und einige ihrer Kunden, die Rede und Antwort standen!

Herzlich Willkommen: Kassandra Lewicka – Redakteurin & Journalistin

ProfilfotoGeb. 1970, Studium der Germanistik und Slawistik an der Universität Bonn. Magisterarbeit über die Lyrikerin Gertrud Kolmar.
Aktuell ist Kassandra Lewicka freiberufliche Redakteurin und Journalistin für verschiedene Medien.
Eigene Veröffentlichung: Bernsteinfliege. Erschienen in der Anthologie Liebe & Herzschmerz. Storys. (Frankfurt a. Main, Fischer Taschenbuch, 2006)
Weitere Informationen zur Autorin bei facebook

Hier geht es zu Ihrem Artikel: ‚So ein Kerl wie du‘ – Kassandra Lewicka über den „Tiger“ Dariusz Michalczewski

„Papa, kann ich Dich mal was fragen?“

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Henry Ossawa Tanner - "The Thankful Poor" - 1894,
Henry Ossawa Tanner – „The Thankful Poor“ – 1894

Sohn: „Papa, kann ich Dich mal was fragen?“
Vater: „Klar, mein Junge. Was ist los?“
Sohn: „Papa, wie viel Geld verdienst du in der Stunde?”
Vater: „Nun, ich denke solche Dinge haben dich noch nicht zu interessieren. Warum fragst du so was?
Sohn: „Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte bitte, sag mir, wie viel du in der Stunde verdienst.“
Vater: „Na gut, wenn du es unbedingt wissen möchtest, Ich verdiene 50 Euro in der Stunde.“
Sohn: „Oh.“ (Er senkt den Kopf)
Sohn: „Papa, kannst du mir vielleicht 25 Euro leihen?“
Vater: „(äußerst verärgert) So so! Deshalb fragst du also. Du willst dir Geld von mir leihen, um dir irgendein dämliches Spielzeug oder anderen Blödsinn zu kaufen. So nicht mein Freund. Marschier in dein Zimmer und ab ins Bett! Du solltest mal darüber nachdenken, wie egoistisch du eigentlich bist. Ich arbeite jeden Tag extrem hart und muss mir dann abends so dreiste Fragen anhören!“Weiterlesen

George W. Carver – Vorbild und Universalgenie

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[Quelle: neukirchener verlagsgesellschaft – mit freundlicher Genehmigung]

Ein Leben für die Freiheit

„Manche halten ihn für den beachtenswertesten Amerikaner aller Zeiten“, so beginnt die faszinierende Lebensgeschichte, die Lawrence Elliott über den Afroamerikaner George W. Carver geschrieben hat.
Es ist die Geschichte eines Kämpfers für die Würde und Rechte der Afroamerikaner, der allen Widrigkeiten zum Trotz Bildung und Wissen erwarb und mit seinem Einfühlungsvermögen in alles, was Gottes Schöpfung hervorgebracht hat, Hoffnung schenkte. Zu seinen großen Leistungen gehört, dass er den ausgemergelten amerikanischen Süden von der Herrschaft des Königs Baumwolle befreite, indem er die Farmer vom vielfältigen Nutzen des Erdnussanbaus überzeugte.Weiterlesen

Lesetipp – Das Trader-Coaching von Thomas Vittner

In dem 2009 erschienen Buch des Autodidakten  Vittner geht es zwar vordergründig um das Investieren an der Börse, die zwei besonderen Stärken dieses Buches liegen zum einen in der klaren Konzentration auf das Wesentliche, das Essentielle im Handeln und bei der Auswahl der Strategie. Der Einsteiger behält so den Überblick und Fokussierung.
978-3-89879-483-1Zum anderen in der genauen Anleitung sich das Thema Trading selbst anzueignen, die ersten sicheren Schritte zu gehen und Risiken soweit möglich auszuschalten. Das macht das Buch auch zeitlos. Eine Selbstcoaching-Anleitung, die sich auf viele Finanzthemen übertragen lässt. Die Knackpunkte und den Schlüssel zum Erfolg sieht der Autor in folgenden Eigenschaften: Disziplin – Verzicht üben – Durchhaltevermögen – Selbstvertrauen – Selbstständigkeit – Flexibilität und dem Entwickeln einer eigenen Methode, die das Erlernte passend zum Charakter des Investoren anwendet. Thomas Vittner leitet den Leser en detail an, sich dieses und alle anderen Finanzthemen selbst zu erlernen und die nötige Selbstsicherheit zu erlangen, mit Gewinn zu investieren.Weiterlesen

Über die Freiheit – inspiriert durch Adam Weishaupt

„Wer also allgemeine Freyheit einführen will, der verbreite allgemeine Aufklärung: aber Aufklärung heißt nicht Wort- sondern Sachkenntniß, ist nicht Kenntniß von abstracten, speculativen, theoretischen Kenntnissen, die den Geist aufblasen, aber das Herz um nichts bessern.“

– Adam Weishaupt

Ein Plädoyer für die Freiheit, die als selbstverständlich empfunden wird, es aber nicht mehr ist, weil sie unterschiedlich gelebt wird.

Claudia Severin über Ihre Arbeit im Network-Marketing

Porträt_SeverinDu hast in einem facebook-Eintrag beklagt, dass so wenige dazu stehen, im Network-Marketing tätig zu sein um Dich dann direkt dazu zu bekennen. Wie kam es dazu? Worin siehst Du den Grund für diesen beschämten Umgang?
Zu wenig Überzeugung, und eine Umwelt natürlich, die den Berufsstand Network Marketing nicht hoch einschätzt, um es freundlich zu sagen.

Von Neulingen wird oft erwartet, dass sie zum Einstieg ihren Freundes- und Bekanntenkreis als Kunden akquirieren. Wie stehst Du dazu?
Ich kenne überhaupt niemanden, der gerne akquiriert wird, aber gerade die Menschen im persönlichen Umfeld wollen natürlich den Kumpel, Freund, Bruder, Schwester so haben, wie er schon die Jahre durch war. Zusätzlich brauchen die Menschen Anerkennung, und gerade das nahe stehende Umfeld positioniert sich in diesen Augenblicken zum selbst ernannten Experten, in dem man eben im Internet nach so vielen wie möglichen kritischen Punkten sucht. Und diese dann als abzuratendes Ergebnis präsentiert. Schließlich ist die Freundschaft dazu da, jemanden von ‚schlechten’ Dingen abzubringen.
Ich halte gerade das nächste Umfeld für die sprichwörtliche Höhle des Löwen und würde ohne weiteres meine Partner da nicht reinschicken.

Was mache ich als Neuling, wenn ich nur wenig Menschen kenne, ich dennoch vom Metier fasziniert bin und einsteigen möchte?
Eine Entscheidung treffen.

Gibt es eine bestimmte Lebensphilosophie, die notwendig um Multi-Level-Marketing bestehen zu können?
Ja, unternehmerisches Denken entwickeln. Sich von Anfang an auf Widerstände einstellen, auf Herausforderungen, mit diesen aber so spielerisch wie möglich umgehen. Persönliches Wachstum und überdurchschnittlicher Einsatz wird dein Durchbruch sein. Sofern du ihn anstrebst.

Wie definierst Du Dich in Deinem Job? Bist Du quasi Rund-um-die-Uhr im Dienst? Gibt es eine Trennung von Beruf und Privatperson?
Ich muss da mal was von Götz Werner herauskramen, dem Gründer der dm Drogerie…moment. Er sagt: «Streichen Sie die Begriffe Arbeitszeit und Freizeit aus Ihrem Wortschatz. Ersetzen Sie diese durch Lebenszeit und fragen Sie sich: Macht das Sinn, was ich mache?»
Ich bin einfach eine Person. Das was ich tue, ist Bestandteil von mir. Ob ich nun im Gespräch bin, eine Präsentation mache, im Garten was tue, ein Buch lese, oder auch diese Fragen beantworte – ich trenne da nichts. Würde aber immer bei engen Familienmitgliedern oder Freunden alles stehen und liegen lassen, um zu helfen, wenn es nötig ist.

Ich bedauere ein bisschen die Menschen, die von der Work-Life-Balance reden müssen, und sich von ihrer Arbeit in ihrem ‚Lebensbereich’ erholen müssen. Was ist dann Arbeit für sie? Der Tod? Das Übel? Also wenn das so ist, stimmt was mit dem Beruf nicht.

Was magst Du an Deinem Job besonders und was überhaupt nicht?
Beides mal:  menschliches Verhalten.

Wie gehst Du mit kritischen Stimmen um?
Kritik ist ja gut. Und zeigt, ob jemand und in wie weit sich jemand sogar mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Wenn die Kritik Substanz hat, spreche ich gerne weiter im Dialog. Wenn es ‚Gossen-Jargon’ ist und keine Substanz hat, interessiert es mich nicht. Diskutieren möchte ich sowieso nicht.

Kennst Du Angst vor dem Erfolg? Wie kann man damit umgehen?Ich glaube nicht, dass es den meisten klar ist, dass sie Angst vor dem Erfolg haben. Das ist etwas sehr unbewusstes. Dass ‚reiche’ Menschen zum Beispiel sich ihren Freunden abwenden, dass Erfolg Verzicht bedeutet. Dass der Charakter sich verändert. Und eigentlich sind ja Unternehmer auch Ausbeuter – das sind die Glaubenssätze in den Köpfen… und zu so was will man ja nicht werden.
Sehr wohl haben Menschen aber immer Angst vor neuen Dingen, die ihnen eigene Aktivität abverlangen. Dinge, die sie noch nie getan haben.
Ich weiß nicht, da scheinen einfach Ziele und Veränderungswünsche im Leben noch nicht klar genug zu sein. Sonst würde man einfach viel mehr über den berühmten Schatten springen.
Ja, hab ich gemacht, ich hatte eine Ur Angst vor Leuten zu sprechen. Ich habe mir Tonnen von Büchern gekauft, ich habe in der Theorie geübt und geübt. Ich habe gezittert, als ich die ersten Male vor einer kleinen Gruppe sprach. Ich konnte fast kein Wort rausbringen, bzw. ich dachte, bald brauch ich einen Übersetzer, es versteht mich keiner mehr, mein Mund war staubtrocken und klebte bei jedem Wort zu.
Hat das was mit Erfolg zu tun? Ich finde nicht. Nur die Häufigkeit, etwas zu tun, trotz der unsäglichen Angst oder trotz eines Widerwillens, das ist Erfolg. Man sagt, um Experte in einer Sache zu werden, brauchst du 10.000 Stunden Übung. Also fang an. Oder auch nicht. Es ist immer eine persönliche Entscheidung. Erfolg ist freiwillig.

Worauf sollten Interessierten Deiner Erfahrung nach achten, wenn Sie nach einem passenden Anbieter suchen?
Schau den Leuten ins Gesicht. Darin kannst du so viel lesen, schau auch dem Management ins Gesicht.
Wem helfen die Produkte? Liefern sie dem Markt Wert, oder helfen sie nur den Gründern und ‚Leadern’ die Taschen zu stopfen?

Warum hast Du Dich für Deine aktuelle MLM-Firma entschieden? Worum geht es dabei?
Um den Bereich von IT Technologie, Kommunikationsprodukten, in Bälde auch tragbaren Computerprodukten – und ein ganz gegensätzlicher Bereich: der Aufbau des größten Solarprojektes, wir wollen hier etwas schaffen, wo jeder partizipieren kann, aber auch jeder beitragen kann, dem Planeten zu helfen, saubere Energie  zu produzieren.
Mit 300.000 Geschäftspartnern insgesamt hat das Unternehmen in den ersten 3 Jahren bewiesen, etwas Außergewöhnliches zu tun und anzubieten. Für mich und meinen Lebensgefährten stimmten Produkt, das Management, der Zeitpunkt und das Warum.

Was ist Dein Traumjob?
Tja 😉

Welche Ziele hast Du Dir gesteckt? Was bedeuten Sie Dir?
Ich bin nicht so der Ziele Typ. Ja, ich habe persönliche Dinge, die ich erreichen will.
Ich halte, das Ziele-setzen in vielen Fällen für schädlich, demotivierend. Die meisten verlangen es ihren Geschäftspartnern ab, sich mit Zielen auseinanderzusetzen, diese klar zu fixieren. Aber haben sich die Leute wirklich Gedanken um ihre eigenen Ziele gemacht? Oder nur nachgeplappert, was andere meistens als Ziele, Wünsche, Träume nennen.
Werden sie parallel ausgebildet, überhaupt die Ziele realistisch erreichen zu können? Ist ihnen klar, wie sehr sie sich von ihren Zielen, mehrmals die Woche oft, selbst entfernen?
Was passiert mit Menschen, die wieder und wieder ihre Ziele nicht erreichen? Verlieren diese Menschen nicht irgendwann den Mut?
Ich bin überzeugt, wenn man immer und immer die richtigen Dinge tut, und seinen Focus auf sein großes Warum hält, hat man wie ein Bauarbeiter, der in den Alpen ein Loch bohrt, eines Tages seinen persönlichen Durchbruch.
Manchmal geht es schneller, Manchmal langsamer.

Interview: Oliver Simon
Headerfoto: _Andreas Carjell_pixelio.de
Porträt: Claudia Severin

Eine glückliche Beziehung ist eine „Ich-Beziehung“

Nur weil eine Ehe lange hält, heißt das nicht, dass sie auch glücklich verläuft. Viele Paare bleiben wegen ihrer Kinder, aus praktischen oder religiösen Gründen zusammen. Was also macht das Geheimnis einer harmonischen Ehe aus?

Der Schlüssel zu einer Partnerschaft, in der beide Beteiligten zufrieden sind, ist Selbstverwirklichung. Und zwar jedes Einzelnen — mit der Unterstützung des anderen. Die „New York Times“ bezeichnet dies als „Ich-Ehe“.

Ob eine Ehe überhaupt eine Chance hat zu überleben, dafür sind laut Arthur Aron, Professor der Psychologie und Leiter des „Interpersonal Relationship Labaratory“ an der State University of New York, verschiedene Faktoren verantwortlich: „Kommunikationsfähigkeit, geistige Gesundheit, soziale Unterstützung und Engagement.  Von diesen Dingen hängt ab, ob die Ehe hält oder nicht“, so Aron gegenüber der „New York Times“. Allerdings seien das nicht notwendigerweise die  Gründe, weshalb der Einzelne das Bündnis als sinnvoll oder angenehm für sich erachtet.

Dieser Umstand mag zunächst selbstbezogen erscheinen, kann allerdings zu einer starken, zukunftsfähigen Partnerschaft beitragen, wie Dr. Aron gegenüber der Zeitung erläutert: „Wenn man auf der Suche nach persönlicher Entwicklung ist und diese durch den Partner erfährt, dann erlangt dieser wiederum auch eine neue Entwicklungsstufe. Und wenn man seinen Partner ebenfalls bei der Selbstverwirklichung helfen kann, ist das für einen selbst sehr erfreulich.“
Das erklärt, weshalb Paare sich auf neue Erfahrungen wie etwa einen gemeinsamen Wochenendurlaub freuen. Doch der Einzelne erfährt die persönliche Entwicklung durch seinen Partner auch in kleinen Dingen. Etwa, wenn man einander neue Freunde vorstellt oder über den Besuch eines neuen Restaurants redet. Das bedeutet: es ist wichtig, seine Beziehung stetig mit neuen Impulsen und Eindrücken zu bereichern.

Besonders stark ist der Effekt der Selbstverwirklichung bei frisch Verliebten. Das zeigte eine Studie an der University of California in Santa Cruz. Demnach beschrieben sich Studenten selbst mit wesentlich abwechslungsreicheren Worten, wenn sie erst kürzlich zusammen gekommen waren: Die neue Beziehung hatte die Art und Weise, wie sich selbst sahen, erweitert. „Erst ist man sich fremd und dann bezieht man diese Person mehr und mehr in sein I c h ein. Plötzlich hat man alle diese gesellschaftlichen Rollen und Identitäten, die man vorher nicht hatte“, so Dr. Stevenson, der für die Studie mitverantwortlich war.

Langfristig zeigen sich solche persönlichen „Gewinne“ oft auf subtile Art und Weise. So öffnet ein besonders witziger oder kreativer Partner seinem ernsten Gegenstück neue Horizonte. Weitere Untersuchungen suggerieren außerdem, dass Partner letztendlich Züge des anderen übernehmen – und letztendlich gar nicht mehr richtig unterscheiden können, welche Eigenschaften eigentlich wen ausmachen. Auf Außenstehende wirkt dieser Gleichklang oft verstörend, da er eine Intimität zeigt, die Fremden eher unangenehm ist.

In einem Experiment von Dr. Stevenson sollten die Teilnehmer sowohl sich selbst als auch ihre Partner mit Charakteristika wie „ehrgeizig“ oder „künstlerisch“ bewerten. Eine Woche später wurden die Probanden erneut zu der Liste befragt. Am schnellsten konnten sie die Fragen beantworten, bei denen die entsprechende Eigenschaft auf beide Partner zu traf. Wurde der Charakterzug nur einer Person beschrieben, kam die Antwort wesentlich langsamer. Daraus schlossen die Leiter der Studie, dass, wenn sich Menschen besonders nahe stehen, das Gehirn nicht so schnell unterscheiden kann, welches das eigene Merkmal und welches das des Partners ist. „Ich muss mich selbst fragen: ‚Bin ich das oder bist du das'“, so Stevenson.

Allerdings bedeute das nicht, dass die Partner sich selbst für die Ehe aufgegeben hätten. Vielmehr sind sie durch sie gewachsen. Aktivitäten, Eigenschaften und Verhaltensweisen, die vorher nicht zu ihrer Identität gehörten, sind nun ein wesentlicher Teil ihres Lebens.

All diese Dinge können die Chancen auf eine lange, befriedigende Ehe erhöhen. „Menschen haben einen fundamentalen Antrieb, sich selbst zu verbessern und sich als Person vervollständigen“, erklärt Dr. Stevenson. „Wenn dir dein Partner hilft, eine bessere Person zu sein, wirst du auch glücklicher und zufriedener in der Beziehung werden.“

Interview | Rafael Santeria • PornoProduzent | Männer sind egozentrische Bestien

Foto: Privat
Rafael Santeria – Foto: Privat

Rafael Santeria arbeitet in der Erotikbranche; was für den einen verrucht, ist für den anderen ein ganz normaler Job. Wir haben den Produzenten der Filmreihe EROdays (Stand 2014) interviewt, um eine Brücke zwischen anrüchig und alltäglich zu schlagen.

Wie denkst Du über Frauen?
Nur das Beste! Ganz frei heraus: Frauen sind kein besonders selbstständiges Geschlecht und drängen aus ihrer tiefsten Natur in Abhängigkeit zu überwiegend männlichen Partnern. Völlig wertungsfrei. Egal, ob vollzeitsouveräne Business-Frau oder devotes Girly, nach ein paar recht einfachen fast schon mechanischen Schritten kommt aus jedem Weibchen ein Kern ans Tageslicht. Nicht jeder Mann kriegt jede Frau und nicht jede Frau lebt die Impulse ihrer natürlichen Neigung auf die selbe Art und Weise aus. Aber ein oder mehrere Männer schaffen es, fast jede Frau in ihrer Fassade – sofern vorhanden – zu durchbrechen. Und dem störrischen Rest sieht man das Unharmonische und innerlich Gespaltene an. Frauen können trotzdem 120 Jahre alt werden, Kinder zeugen, Lebensqualität aufbauen, aber ein seelisches Potential bleibt in dieser beliebten Pseudounabhängigkeit ungelebt. Und solche Frauen interessieren mich immer weniger. Mein Respekt gilt denjenigen Weibchen, die den Mut aufbringen, ihr emotionales und kognitives Sturmwasser von einem führenden, selbstbewussten und fähigen Mann kanalisieren zu lassen. In diesem Modus werden die weiblichen Stärken am wirksamsten.

Nach welchen Kriterien suchst Du Deine SpielgefährtInnen aus?
Gute Frage, auch wenn ich bislang nicht groß als Darsteller in Erscheinung getreten bin. Mein Liebesleben lässt trotzdem eine Antwort zu: Meine Frauen sollen schön sein, attraktiv, überwiegend jung, schlank, stark sexuell, erotisch und charakterstark. Charakter definiert sich dabei über die eingangs erwähnten Kriterien: Ist meine Frau bereit, sich unter mein Regelsystem zu fügen? Ist sie bereit, ihre von Natur aus sprunghaftes Wesen von mir zu unserer beider Gunsten regulieren zu lassen? Auch ich erwarte eine hohe Liebesbereitschaft von einem schönen Mädchen in meiner Umgebung. Auch ich will ihre Obhut über meinen Seelenhaushalt erleben. Männer sind egozentristische Bestien. Eine gute Frau federt dieses Animalische ab, um die autodestruktiven und aggressiven Folgen zu mindern und einzudämmen.

Was würdest Du für einen Job machen, wenn Du auf den aktuellen keine Lust mehr hast?
Schwer zu sagen. Ich liebe dieses Leben, ich liebe diesen Beruf. Alternative könnte eine andere Form von Marketing sein. Aber ich wüsste nicht für was, da ich mich mit nichts so gut identifizieren kann zur Zeit wie mit diesem Lifestyle. Außerdem gibt es wohl keine Branche, die das lange mitmachen würde, was ich der Pornographie zumute. Selbst im Erotik-Biz ist das manchmal nicht ganz konfliktfrei.

Was müsste ich als Normalo, bzw. nicht zum Beuteschema passender Mann tun um Darsteller bei Deinen Produktionen zu sein? Worauf kommt es für dich an?
Mich voll und ganz im Umgang mit Frauen überzeugen. Die eigenen Schwächen kennen und geschickt, charmant und ästhetisch durch Stärken kompensieren. Ich mag Männer, die mich weder ausstechen noch nerven. Aber offen gestanden: Es wird immer schwerer, an meiner Seite zu bleiben. Ich bin eine Alpha-Hyäne. Ich kann mich gegen viele Männer weder charakterlich noch körperlich durchsetzen. Deswegen schließe ich sie einfach von meinen Vorteilen aus.

Man liest immer wieder: keine Körperbehaarung. Warum?
Liest man das? Interessant. Ich erlebe im deutschen Porno – zumindest bei den Männern – häufig eher das Gegenteil. Ich antworte aus eigener Perspektive: Ich liebe glatte, sterile Körper, ich mag es amerikanisch, künstlich, clean. Das ist letztendlich Geschmackssache, befürchte ich fast.

Wenn man die Szene beobachtet, scheint jeder jeden zu kennen; ist das ganze wie eine große Party?
Die deutsche Branche ist klein und überschaubar. Partyumgebung habe ich bisher noch nicht so sehr gesucht bei Produktionen, weil ich ein sehr ernsthafter und zielorientierter Mensch bin. Es soll gefälligst funktionieren, den Humor der meisten Menschen finde ich persönlich eh zu platt und zu berechenbar, um aufrichtig mitzulachen. Aber das Persönliche schätze ich dennoch sehr. Vertrautheit ist eine gute Voraussetzung für gute Ergebnisse.

Wie kalkulierst Du Deine Honorare? Wie kalkulierst Du eine Produktion? 
Das Kapital zahlt nicht gerne. Ich bin meiner Herkunft nach marxistischer Prägung und weiß darum, dass der Konflikt zwischen Arbeit und Kapital im Regelfall zu Gunsten des Profits gelöst wird. Also heißt die Devise: Wenig ausgeben, viel einnehmen. Aber ich bin dennoch darum bemüht, Win/Win zu schaffen: Also teilen wir gerne das Produkt zwischen den Darstellern und der Agentur auf – jeder darf das Material einschließlich der Vermarktungsrechte nach Hause nehmen und selbst damit wirtschaften. Sollte ich ausnahmsweise mal die Vollrechte haben wollen, orientiere ich mich an marktüblicher Vergütung.

Mal ganz blöd gefragt; wie ist das so mit vielen Frauen zu verkehren und sich längst nicht alle merken zu können?
Wiederum: Kein Darsteller, trotzdem kann ich als Privatcasanova antworten. Nicht jede Frau spielt in meinem Leben gleich eine zentrale Rolle. Aber wer es in mein Herz schafft, der ist so präsent wie ein Freund oder ein wichtiger Kumpane auch. Manchmal passiert es tatsächlich, dass ich einen Fick vergesse. Aber das hat dann meist auch seine Gründe. Befreundete Darsteller lösen das Ganze durch eine „Wall of Fuck“, auf der die besonderen Trophäen mit Foto und Namen erfasst werden.

Hast Du jemanden, der Dir das Administrative abnimmt, oder machst Du alles selbst?
Ich bin in der glücklichen Position, die meisten Angelegenheiten juristischer und wirtschaftlicher Natur dem Backoffice überlassen zu können. Auch Postproduktion liegt mittlerweile außerhalb meiner Hände. Dem Himmel sei Dank dafür 😉

Bist Du mit dem Einfallsreichtum der Frauen zufrieden?
Nein. Frauen sind, freundlich gesprochen, selten die treibende kreative Kraft. Weniger freundlich gesprochen sind sie oft Idioten.

Gibst Du den Ton an oder ist es wichtig, dass Frau führt?
Ich genieße aktive Frauen, aber leider sind die wenigsten Frauen dazu veranlagt. Also muss ich damit Umgang pflegen, dass man Frauen die Richtung vorgeben muss.

Wie sieht Dein Privatleben aus? Schützt Du das besonders? Oder bist Du öffentlich?
Ich habe mich als Privatperson damit arrangiert, mein Leben weitgehend transparent zu machen. Manchmal gibt die Firma ein paar Richtlinien vor, aber ich würde mich auch noch mit einem Magengeschwür vermarkten, wenn es der Realität entspricht.

Auf was für Typen stehst Du? Wie offen bist Du?
Grundsätzlich: freaky, nasty, fights for me. Sie muss verrückt sein, versaut und was dafür tun, mich zu bekommen. Wenn das stimmt, sehe ich über einige Defizite hinweg. Ansonsten haben attraktive, schlanke, junge Frauen den Vortritt. Ich stehe darauf, wenn man mich um meine Begleiterin beneidet. Ein guter Charakter ist eine gute Voraussetzung für’s Bleiben.

Wenn Du jemandem, der vielleicht etwas spießig ist, Deinen Job erklären solltest: was sagst Du ihm?
Ich bin eigentlich sehr umgänglich und ein Kommunikationsmensch. Einfühlsamer, verständnisvoller, bedachter Ansatz. Häufig habe ich aber auch gar nicht die Zeit, die Zivilbevölkerung aufzuklären. Ich arbeite viel zu viel.

Wie denkst Du über Safer Sex?
Sollte man, nicht wahr? Die Frage könnte ja auch heißen, wie ich über ungewollte Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten denke: Beides liegt mir nicht besonders.

Hast Du eigentlich ein Geschäftsmodell oder Businessplan erstellt oder machst Du einfach drauflos?
Einfach drauf los. Ich werde blöd, wenn ich meine wertvolle Zeit noch mit Vorausplanung verschwenden muss.

Wie bist Du zu Deinem Job gekommen?
Kurzversion: Praktikumsanfrage, Glück gehabt, Talent bewiesen, unverzichtbar geworden.

Was findest Du daran richtig geil?
Ich mag das Machtgefühl in dem Job. Ich liebe es, wenn ich Anerkennung und Bestätigung erfahre. Die Frauen sollen mich wollen, die Männer sollen so sein wollen wie ich. Das ist ein immenser Kick.

Was kotzt Dich an?
Die Bedürfnisse anderer Menschen, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Hast Du einen Appell an die Frauen im Umgang mit Dir?
Keine Umwege. Ich habe keine Zeit für Spielereien. Eine Frau von guter Attraktivität kann und soll mich einfach mit klarem sexuellen Angebot anschreiben. Alles andere nehme ich zwar in Kauf, aber schätze ich nicht besonders.

Was ist Dir persönlich wichtig; was ist Dein Antrieb?
Geld, Macht, Ruhm, viele schöne Frauen und über kurz oder lang seelische Ausgeglichenheit und Lebensfrieden.

Vielen Dank für das Interview!

Wer mehr über Rafael Santeria wissen möchte:
http://youtube.com/rafaelsanteria
http://www.rafaelsanteria.com/ (NEU und ab 18!)

Erik Hansen – Wüstengeld – Leseprobe

Leseprobe: Wüstengeld

DU MH Eric Hansen Wuestengeld Cover Lay 1 neu grossHansen rief Hermann,
„Hotel, Hotel – Alpha, lock sie an und dann fangen wir an!“
Hermann wusste, was zu tun war. Er sollte den Köder spielen. Mit einigen wenigen Männern ließ er sich nun auf der Straße nach Westen sehen.
Lautes Geheul stieg von den Rebellen auf. Hatten sie sich letzte Nacht wirklich von nur so wenigen Männern terrorisieren lassen? Wutentbrannt stürmte eine größere Anzahl mit ihren AK 47 auf die kleine Gruppe los und begannen wild zu feuern. Weiterlesen

Erik Hansen – Zur Person

Bisher veröffentlichte Leseproben: Blutgeld & Wüstengeld.

Hansen PortraitErik Hansen ist das Pseudonym für einen Kenner Afrikas und langjährigen Berufssoldaten. Er hat fast 30 Jahr seines Lebens in Afrika gelebt und gearbeitet. Dadurch sind die Beschreibungen von Land und Leuten, sowie die Kampfszenen sehr authentisch. Erik Hansen lebt heute in einem kleinen Ort im oberösterreichischen Salzkammergut, wo er die Erlebnisse seiner Afrikajahre zu Romanen verarbeitet. Mehrmals jährlich zieht es ihn jedoch immer wieder in seine geliebte afrikanische Wildnis und die Inselwelt vor Ostafrika.

Fragebogen für ERIK HANSENWeiterlesen

Cat antwortet: Wie viele Bemühungen zahlen sich aus?

Kurz nach Veröffentlichung meines ersten Posts erreichte mich folgender Kommentar von Detlev:

Hallo Cat, ich bin in den goldenen 40ern und und in Deiner letzten Kolumne schreibst Du, dass der Mann sich schon anstrengen muss, um eine Frau heute überhaupt noch zu gewinnen. Ich versuchs immer wieder, Im Supermarkt, in Datingportalen, aber nur tote Hose. Nichts klappt. Also, weise Frau, was ist zu tun?!

Auch wenn ich natürlich nicht hellsehen kann, habe ich mir meine Gedanken zum Thema gemacht. Für Detlev – und alle anderen – hier meine Ideen.

Cat antwortet …

Hallo Detlev,

zunächst fürchte ich, du hast das mit „Anstrengen“ nicht ganz so verstanden, wie ich es gemeint habe. Worauf ich vor allem hinaus will, ist der Appell das „Ritter-Burgfräulein-Schema“ zu überwinden und eine Frau nicht vorrangig als schützenswertes und beeinflussbares Wesen, sondern als Individuum auf Augenhöhe zu betrachten. Ein Beispiel: Wenn ein Mann schon vorsorglich das Einparken übernimmt, wenn seine Frau es kurz danach auch selbst hinbekäme, ist das eine falsch angewandte Höflichkeit. Ach ja, als „weise“ möchte ich mich noch nicht bezeichnen, nur als kommunikativ und logisch denkend.

Nun zu deiner Frage …

Leider erfährt man recht wenig über die generelle Situation – bist du unglücklich verliebt, oder kannst du dich selbst nicht für eine der vielen Frauen erwärmen, die dir täglich über den Weg laufen? Hast du selbst einen bestimmten Typ, den du bevorzugst und bei dem du das Gefühl hast, einfach nicht zu landen? Welche Erwartungen stellst du selbst an die Frauen?

Meiner Erfahrung nach schätzen es viele Frauen, wenn sich ein Mann um sie bemüht – wobei eine allzu bemühte Annäherung auch wieder negativ aufgenommen wird. Klingt widersprüchlich, oder? So kompliziert ist es aber eigentlich gar nicht, wenn man es aus der Nähe betrachtet. Wie auch Männer wollen wir Frauen in unserer Einzigartigkeit respektiert und begehrt werden und das Gefühl haben, dass jemand genau und nur uns kennenlernen möchte. Leider habe ich oftmals den Eindruck, dass einige Langzeitsingles (männlich und weiblich) sich beinah zu sehr anstrengen, um mit aller Kraft einen Partner zu finden – und das leider dann auch nach außen hin ausstrahlen.

Um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: Ich war auch mal so, wollte bereits Typen an mich binden, die gar keine feste Bindung wollten – einfach nicht mehr allein sein und jemanden „fest“ haben. Früher oder später habe ich dann einfach das Singleleben vorübergehend für mich akzeptiert – genau dann kam ich mit meinem Partner zusammen und bin es seit fast sieben Jahren. Unverhofft kommt oft und Partner kann man kaum suchen, nur finden.

Was ich dir damit sagen möchte: Wer jeden Tag mit der Erwartung das Haus verlässt, heute die große Liebe finden zu wollen, oder nur nach einem bestimmten „Beuteschema“ vorgeht, könne blind werden für Gelegenheiten, die sich „einfach so“ ergeben. Ich denke, niemand möchte als „verzweifelter Single“ oder „krampfhaft auf der Suche“ wahrgenommen werden.

Etwas, das ich gerne mache, um zu wissen, wie ich wirke, ist „Spiegeln“. Sprich, ich versetze mich in die Perspektive einer fremden Person und frage mich: Was hältst du von einem Outfit, einem Charakterzug, einer Verhaltensweise? Du kannst ja auch mal ehrliche Freunde fragen, wie du ihres Erachtens nach wirkst, was ihnen auffällt, positiv oder negativ. Manchmal hilft es auch, die eigenen Erwartungen zu prüfen. Sowas wie: Was will ich überhaupt? Ist das realistisch? Ist mein Fokus zu weit/ zu eng?

Du schreibst, dass du in den Vierzigern bist – manche Männer suchen instinktiv, sobald sie selbst älter werden, jüngere Frauen. Das hat auch ganz einfache, evolutionäre Gründe. Der Knackpunkt ist hier: Realistisch ist anders – willkommen im Tagträumerland. Die meisten jungen Damen gehen nämlich nach ähnlich evolutionären Schemata vor – vor allem auf den ersten Blick. Und während man(n) von der 28-jährigen blonden Schönheit aus dem Fitnessclub träumt, übersieht er dann die brünette, durchschnittlich aussehende Dame mit über 35 Jahren, mit der er eigentlich viele Gemeinsamkeiten hätte. Natürlich kann ich nicht beurteilen, ob du zu den Männern gehörst, die so von ihrer Biologie genatzt werden.

Ein Problem für viele Männer könnte sein, dass sie einfach nicht mehr sicher sind, wie sie nun handeln sollen – siehe auch Problematik der „Ritterlichkeit“. Normal könnten sie annehmen, dass Frauen ebenso aktiv Kontakt aufnehmen, wäre da nicht die fehlgeleitete Beeinflussung vieler durch Prinzessinnen und Hollywoodfilme, sodass sie sich kaum Eigeninitiative zutrauen und immer noch meinen, „der Mann muss den ersten Schritt machen“. Die, die aktiv an die Sache herangehen, wollen auch noch eine Herausforderung, selbst Fragen stellen, zum Kennenlernen beitragen.

Da ich keine Kristallkugel zu Hause habe und auch nicht die Datenüberwachung aus den USA bin, kann ich natürlich nicht sagen, welche Tipps hier für dich nützlich sind. Ich würde dir folgende geben:

– Erwarte nicht von jedem Flirt die große Liebe.
– „Spiegele“ dich selbst und vertraue dich guten Freunden an.
– Erweitere bzw. verenge deinen Fokus und trickse dein „Beuteschema“ aus.
– Rege die, denen zu begegnest, auch zur Eigeninitiative an – etwas, das „schnell zu kriegen“ ist, ist oft leider nicht von Interesse.
– Suche erst einmal freundschaftlichen Kontakt – daraus kann, aber muss sich keine Beziehung entwickeln.

Ich wünsche dir viel Glück und alles Gute! 🙂

Erik Hansen – Blutgeld – Leseprobe

Leseprobe: Blutgeld

Moonhouse Cover NEU korr Blutgeld Erik HansenHansen lehnte sich zurück und holte langsam ein Reservemagazin aus seiner Hosentasche, hob es in Augenhöhe und drückte vor den Augen seines Gegenübers die erste Patrone heraus, welche er provokant zwischen ihnen auf den Tisch stellte.
Wie gebannt starrte der Dicke auf die hässliche, fette Patrone mit dem Loch statt einer Spitze. Er schwitze nun noch mehr. Die beiden Muskelmänner vom Nebentisch hatten sich erhoben, als Franco an der Bar sein Taschenbuch mit einem Knall auf den Boden fallen ließ. Die Köpfe der beiden und des Dicken flogen zu ihm herum. Weiterlesen

Internes | Wie eine neue Redaktion das Streiten lernt | Hintergründe zum Interview mit Rafael Santeria

Wenn mehrere Menschen an einem Projekt arbeiten, kann man sicher sein, dass es genauso viele unterschiedliche Ansichten und Motive, wie Beteiligte gibt. Bisher verlief der Aufbau des Magazins recht harmonisch, getragen von der stetig steigenden Leserzahl. Die erste echte Belastungsprobe gab es, als die Antworten zum Interview mit dem Pornoproduzenten im Eingangsordner von Outlook lagen.

Man kann die Reaktionen grob in drei Lager aufteilen: Schenkelklopfen bei den Herren, ein Sturm der Entrüstung bei den Damen und schmunzelnde Zurückhaltung beim Herausgeber, der den Stein ins Rollen brachte.

Foto: Privat
Foto: Privat

Wenn Rafael Santeria sagt, dass er charakterstarke Frauen bevorzugt, erntet er durchweg Zustimmung in der Redaktion (Das Interview wurde der beteiligten Runde vorgelesen). Wenn dann allerdings die Konkretisierung lautet: „Charakter definiert sich über die eingangs erwähnten Kriterien: Ist meine Frau bereit, sich unter mein Regelsystem zu fügen“, sieht das schon anders aus.

Nach dem Verlesen der Antworten, kippte die Stimmung eindeutig ins Negative; stimmen wurden laut, dieses Interview nicht zu veröffentlichen, da es einen falschen Eindruck vom Magazin erwecken könnte.  Vor allem, da es neuerdings auch Erzählungen für Kinder hier gibt.

Wir haben uns entschlossen, die Antworten unkommentiert genauso zu veröffentlichen, wie sie gegeben wurden.  Denn: wir wollen Denkanstöße liefern, Dinge in Frage stellen, gewiss auch provozieren. Vor allem aber das widersprüchliche Bild vom Mann aufzeichnen. Und dies gehört dazu.

Eine kleine Anekdote am Rande: die zunächst offene Ablehnung gegenüber Rafael Santeria wandelte sich auf (für uns Männer) wundersame Weise in Anerkennung, als der weibliche Teil der Redaktion sich die Fotos seiner Damenbegleitungen auf dem facebook-Profil anschaute: durchweg sehr attraktive  Mädels.

Im Porträt | Rafael Santeria | Ich liebe dieses Leben, ich liebe diesen Beruf

Foto: Privat
Foto: Privat

Rafael Santeria arbeitet in der Erotikbranche; was für den einen verrucht, ist für den anderen ein ganz normaler Job. Wir haben den PornoProduzenten interviewt, um eine Brücke zwischen anrüchig und alltäglich zu schlagen.

Der Neu-Berliner, Jahrgang 1988, fällt auf: im ersten Eindruck durch seine markigen Sprüche, getreu dem Motto „Wir sind die Bösen“ und durch seine Tattoos. Soweit die Klischees.

Wer seine Aktivitäten verfolgt, sieht; Rafael Santeria versteht die Spielregeln seiner Branche. Seine Arbeit ist eher Berufung als Lohn- und Brotjob. Auf unsere Frage, welchen anderen Beruf er ausüben würde, gäbe es diesen nicht, sagt er: „Ich liebe dieses Leben, ich liebe diesen Beruf. “

Unterhält man sich persönlich mit ihm, ist man angenehm überrascht: unsere Fragen beantwortete Rafael eloquent, durchdacht und reflektiert. Der Kontakt ist von Höflichkeit geprägt. Ein schöner Kontrast zu der Rhetorik in Erotikfilmen. Sicher, der inhaltliche Schwerpunkt liegt eh woanders; mancher erwartet,aber wohl, dass die Menschen hinter den Kulissen ähnlich ticken. Dem ist nicht so.

Wir haben Rafael auch zu seinem Verhältnis zu Frauen, seiner Lebensphilosophie und über wirtschaftliche Aspekte der Filmproduktion befragt. Der Filmproduzent hat sich entschieden, sein Privatleben weitgehend öffentlich zu führen. Eine interessante Entwicklung im Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion über Privatsphäre. Auf die Frage hin, ob er mit Businessplänen arbeitet, entgegnet er, dass die Zeit zu kostbar sei um diese mit Vorausplanungen zu verschwenden. Vielleicht ist dieser Aspekt interessant in einem Land, wo vieles „zu Tode“ geplant wird.
Lesen Sie seine erfrischenden und überraschenden Antworten im Interview.

Zitate aus dem Interview: „Ich bin eine Alpha-Hyäne.“ – „Männer sind egozentrische Bestien.“ – Frauen sind, freundlich gesprochen, selten die treibende kreative Kraft.

Wer mehr über Rafael Santeria wissen möchte:
Rafaels youtube-Kanal
http://www.facebook.com/rafael.santeria
http://www.rafaelsanteria.com/ (NEU und ab 18!)

Prträtfoto: Rafael Santeria

Wir haben uns…

Wir haben uns vorgenommen die Sprache zu überreden, die Welt, die wir als – außer uns – erleben, nicht nur abbilden zu wollen, vielmehr auch soll die Sprache selber, durch ein dauerndes Reflektieren ihrer Gesetze, eine neue Welt hervorbringen. | inspiriert durch Helmut Heißenbüttel

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Guillaume Apollinaire | Poèmes à Lou | 1914 | Gedicht aus den Calligrammes.

Welches Instrument passt zu mir?

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Sie wollen ein Instrument spielen lernen oder spielen eines aus Gewohnheit, obwohl sie es eigentlich nicht mögen. Welches kommt nun in Frage? Eine Schwierige Frage, schließlich gibt es Dutzende – und nicht jedes passt zu jedem. Wir haben darum eine Checkliste komponiert: Welches Instrument harmoniert mit Ihnen und umgekehrt?! Natürlich ergibt das Testergebnis nur Vorschläge.

Denn nicht geht über das Ausprobieren.  Denn am Ende entscheiden Sie allein, welches Instrument Sie für sich dich entdecken – und was Sie dann damit machen!

1. Welche Musik hören Sie?

  • Lieder, bei denen ich gut mitsingen kann. [A]
  • Hauptsache, es rockt! [B]
  • Musik zum Träumen. [C]

2. Mitglieder Ihres Freundeskreises veranstalten ein Konzert.  Mitspielen können Sie nicht: Sie beherrschen ja noch kein Instrument. Was machen Sie stattdessen?

  • Ich komme und höre zu, das reicht doch. [C]
  • Ich führe durchs Programm. [A]
  • Stühle stellen und Karten abreißen. [B]

3. Bei der Weiterbildung: Eine Übung bei etwas Neuem will nicht auf Anhieb gelingen. Was nun?

  • Jetzt erst recht! Ich übe, übe, übe, bis mir die Kräfte schwinden. [C]
  • Ich mogle mich durch, fällt schon keinem auf. [B]
  • Das wusste ich vorher – und habe „zufällig“ den Turnbeutel vergessen. [A]

4. Damals in der Schule: Zur Musikstunde wird ein Vorsänger gesucht. Was war mit Ihnen?

  • Ich melde mich und frage, ob ich zur Toilette darf. [C]
  • Klar, mehr als blamieren kann ich mich ja nicht. [A]
  • Warum nicht – wenn noch meine beste Freundin mitmacht. [B]

5. Freunde sagen, Sie sind …

  • … spontan und ein echter Kumpel. [B]
  • … dickköpfig, aber voller Tatendrang. [A]
  • … feinfühlig und die Freundlichkeit in Person. [C]

6. Auf einer Party läuft Ihr Lieblingslied. Was machen Sie?

  • Ich stürme die Tanzfläche und lege eine echte Show hin. [A]
  • Wenn zwei, drei andere tanzen, komme ich auch aufs Parkett. [B]
  • Ich bleibe am Rand stehen und wippe ein wenig zum Takt der Musik. [C]

7. Sie sind im Theater. Das Stück ist gähnend langweilig.

  • Ich warte ab, vielleicht kommt am Ende ja noch der große Knaller. [C]
  • Ich spiele mit meinen Sitznachbarn Schiffeversenken. [B]
  • Ich schleiche mich raus. Weiter zuschauen ist pure Zeitverschwendung! [A]

8. Letzte Frage: Wie sieht Ihr ideales Wochenende aus?

  • Ich treffe mich mit Freunden, da geht immer irgendwas. [B]
  • Musik hören, Bücher lesen, Fernsehen schauen. [C]
  • Ist der Test nun endlich vorbei? Ich will los: Party, Party, Party! [A]
Musikunterricht - Foto: Peter Bosse
Musikunterricht – Foto: Peter Bosse

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Zählen Sie nun zusammen, wie oft Sie A, B und C als Antwort angekreuzt haben.

Typ A: Die Bühne gehört Ihnen!

Sie haben überwiegend mit A geantwortet
Sind Sie etwa mit Bill Kaulitz verwandt oder die kleine Schwester von Rihanna? Fest steht jedenfalls, Sie geben gern den Ton an. Im Rampenlicht fühlen Sie sich pudelwohl, egal, ob als Vorsänger oder ob Sie einen Vortrag halten. Lampenfieber: Fehlanzeige! Darum empfehlen wir Ihnen Instrumente, mit denen Sie solistisch auftreten können – also keine Begleitung brauchen. Zum Beispiel Klavier, Gitarre oder Saxophon. Oder spielen Sie gern die erste Geige? Dann dürfen Sie allerdings eine ganze Menge Ausdauer mitbringen. Aber es lohnt sich!

Typ B: Richtig Abhandeln

Sie haben überwiegend mit B geantwortet
Ohne Ihre Freunde geht gar nichts. Wenn Sie aber mit Ihren Leuten unterwegs sind, bilden sie eine schlagkräftige Combo. Dann sind Sie die fantastischen Vier oder Fünf oder Sechs. In einer Band würden Sie sich daher sicher sehr wohlfühlen. Entsprechend raten wir Ihnen, mit einem Instrument anzubändeln, das auch in einer Rockband stets gebraucht wird: Keyboard, E-Bass oder Schlagzeug. Und wenn Sie den Mund gern voll nehmen: Auch Trompeter für kleine Solo-Einlagen sind in Bands sehr willkommen.

Typ C: Zusammen spielt man weniger allein

Sie haben überwiegend mit C geantwortet
„Musik allein – das muss nicht sein“, könnte Ihre Devise lauten. Denn Musik, sagen Sie sich, wird doch erst zu Musik, zu einem echten Erlebnis, wenn viele zusammenspielen. Musiker wie Sie sind darum in Orchestern oder Big Bands bestens aufgehoben. Oboe, Harfe oder Cello könnten daher passende Instrumente  sein. Damit werden Sie auch nicht in der Masse untergehen. Denn gerade Oboe und Harfe haben immer wieder Solo-Einsätze. Zum Glück haben Sie eine Menge Geduld – die ist nötig, um diese Instrumente zu lernen.

trennlinie640Was Sie auch stattdessen machen können: Sie tasten sich vor. Probieren Sie Instrumente für Rhythmus und die für die Melodien aus. Der Autor dieses Artikel stand vor genau der gleichen Frage: welches Instrument darf es sein. In seiner Jugend „musste“ er Gitarre lernen; ohne besondern Erfolg und widerwillig. In späteren Jahren nutzte er, zunächst unreflektiert, jede Gelegenheit eine Trommel zu bearbeiten. In einem klassichen Konzert mit Musik von Dvorak beobachtete er sich, welches Instrument ihm besonders gefiel: es war der Kontrabass! Nun raten Sie mal, welche Instrumente er heute spielt?

Kassandra Lewicka – Redakteurin & Journalistin

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Kassandra Lewicka

Geb. 1970, Studium der Germanistik und Slawistik an der Universität Bonn. Magisterarbeit über die Lyrikerin Gertrud Kolmar.
Aktuell ist Kassandra Lewicka freiberufliche Redakteurin und Journalistin für verschiedene Medien.
Eigene Veröffentlichung: Bernsteinfliege. Erschienen in der Anthologie Liebe & Herzschmerz. Stories. (Frankfurt a. Main, Fischer Taschenbuch, 2006)

Weitere Informationen zur Autorin bei facebook

Hier geht es zu Ihrem Artikel: ‚So ein Kerl wie du‘ – Kassandra Lewicka über den „Tiger“ Dariusz Michalczewski.