Autor: Anike Pool

Anike Pool, 34, stammt aus Kaiserslautern und wohnt derzeit in Utrecht, Niederlande. Sie arbeitet in einer Buchhandlung nahe der Uni. "Als die Idee entstand etwas über Mannsbilder im Magazin zu machen, fand ich dies zunächst amüsant. Denn ich bin das, was man landläufig als lesbisch bezeichnet. Vielleicht liegt darin aber auch wieder ein Reiz, denn ich finde Männer unästhetisch. Sie locken mich nicht. Daher habe ich vielleicht einen anderen Blick. Männer, die ich ausgewählt habe, finde ich nicht schön; es ist eher die Bildsprache. Ich bin selbst gespannt, wohin das Experiment führt."

Meine Homosexualität & der Schrei des Pfaus

Wenn ich mich richtig erinnere, begegnete ich ihr im Alter von etwa 14 Jahren zum ersten Mal. Bis heute ist sie meine Schlüsselerinnerung für den gefühlten Beginn meiner Homosexualität.

Sie lehnte träge aber lässig am Tor zum Garten Eden und trug einen prächtigen Pfau auf ihrer Schulter. Dieser spielte verliebt mit ihren langen schweren Haaren. Sie winkte mich heran. Näher, noch näher. Ich folgte und diese Frau legte sanft den Arm um mich und beugte sich zu mir herab. Das Rad des Pfaus schuf dabei ein leuchtendes Dach über uns.
Sein wilder Schrei gellte mir in den Ohren, so dass ich ihre Worte nicht verstehen konnte. Worte, die sie eindringlich und beschwörend auf mich einflüsterte, von denen ich nur wusste, dass sie für mich lebenswichtig waren. Als sie sich wieder aufgerichtet hatte, sah sie mich lange verächtlich an, wandte sich dann ab und verschwand in das glühende Blumenfeld hinter dem Tor zum Paradies. Fast war sie nicht mehr zu sehen, als sie sich umdrehte, die Arme ausbreitete und mich mit süßer Stimme lockte: „Komm, komm doch her!“ Aber ich konnte ihr nicht folgen, da sie selbst die Pforte verschlossen hatte.

Lange Jahre dachte ich nicht an diesen Traum, bis ich sie eines Tages wieder traf. Kurz vor Ladenschluss betrat ich eine kleine, exklusive Boutique, die ich oft aufsuchte. Wie ich von den Verkäuferinnen wusste, war die Besitzerin meist auf Reisen, um in aller Herren Länder neue Modelle einzukaufen. An diesem Abend jedoch sah ich sie vor mir stehen und erkannte sie sofort.  „Wir sind allein hier“, begrüßte sie mich und bot mir eine Zigarette an. „Lassen Sie sich genügend Zeit. Die Mädchen habe ich bereits weggeschickt.“ Als sie meine Unsicherheit bemerkte, trat sie lächelnd neben mich und zog ein weiches schwarzes Samtkleid aus dem Schrank. „Das ist für Sie“, sagte sie. „Nehmen Sie es! – Sie müssen es nehmen! Es gibt nur zwei Modelle davon und das Gegenstück gehört mir selbst.“

Foto: Jessica

Es war das Kleid, das sie damals vor dem Garten Eden getragen hatte. Auf die linke Schulter war der Rad schlagender Pfau gestickt. „Sie brauchen es nicht zu probieren. Wir haben die gleiche Figur.“ Wie zum Beweis strich sie erst sich und dann über meine Brust und Hüften. Dabei flüsterte sie mir wieder ein paar Worte ins Ohr, die ich nicht verstand.
Als ich sie fragend ansah, maß sie mich mit abschätzendem Blick, drehte sich dann um und verschwand hinter einem Vorhang.

Weder habe ich das Kleid gekauft noch das Geschäft jemals wieder betreten. Etwa fünf Jahre später, ich hatte mich inzwischen verlobt und lebte in einer anderen Stadt, traf ich sie wieder. Nun zum dritten Mal. Ich war mit meinem fiancés auf einem Faschingsfest und hatte ihn kurz nach Mitternacht aus den Augen verloren. Inzwischen war es früher Morgen. Ermüdet vom langen erfolglosen Suchen stand ich an einer Balustrade. Die feiernde Menge unter mir verschwamm zu einem bunten Brei, auf dem sich riesige Blasen bildeten, die unter den Knüppeln des Schlagzeugs zerstoben und platzten. Fasziniert von diesem Bild verharrte ich eine Weile, bis ich bemerkte, dass die Pfauenfrau hinter mich getreten war. Ihr Haar tanzte an meinem Hals. Und wieder schien sie mir etwas ins Ohr zu flüstern, und wieder konnte ich sie nicht verstehen. Die Musik schluckte jedes Wort. Die Frau steckte mir eine Zigarette in den Mund und gab mir Feuer. Auf der Vorderseite ihres Feuerzeugs war ein Mosaik aus Edelsteinen eingearbeitet. Es stellte einen Rad schlagenden Pfau dar. Sie drehte mich zu sich herum. Hinter ihr, in einem dunklen Erker fast verborgen, sah ich den fiancés.

Er tanzte mit ihr. Mit der Frau die hier vor mir stand. Er küsste er sie und sie küsste mich. Ich schlug ihr ins Gesicht.

Die Bässe bebten. Und doch konnte ich ihr wildes Gelächter hören. Ein Gelächter wie das Schreien eines Pfaus. Dann folgte ich ihr auf die andere Seite.

Auch wenn mir der Traum nicht schlüssig erscheint; er ist meine innere Festlegung für die Liebe zu meinem Geschlecht. Mit dieser Idee, ihr gefolgt zu sein, fühle ich mich bis heute wohl. Und die Frage nach dem Warum stelle ich mir schon lange nicht mehr. Der Pfau als Symbol von Schönheit, Reichtum, Königlichkeit, Liebe, Leidenschaft aber auch Unsterblichkeit, Arroganz und Eitelkeit ist mir in seinen Auswüchsen durchaus sympathisch.

Musik | Cindy Lauper | „Girls Just Want To Have Fun“ | Songs, die mich geprägt haben

Ich hörte Cindy Lauper wahrscheinlich zum ersten Mal im Radio, während meiner Jugendzeit in der Pfalz.

Cover - Quelle: wikipedia
Cover – Quelle: wikipedia

Ich hörte nicht wirklich Pop-Musik in dieser Zeit, weil meine Eltern meistens auf Jazz und Klassik waren. Also war alles neu und spannend, was im Radio lief. Und „Girls Just Want To Have Fun“ gehörte eindeutig dazu.
Mehr als alles andere, machte mich dieses Lied wirklich glücklich. Ich erinnere mich, wenn ich mich mit meinen Freunden traf, lief dieser Song rauf und runter um dazu zu tanzen. Es war unser Lebensgefühl damals. Es war wie: Wir sind Mädchen, und wir wollen Spaß haben. Dieser Song war perfekt auf uns zugeschnitten.

Das Leben war ziemlich einfach damals. Ich ging zur Schule, hing mit meinem älteren Nachbarn herum, und spielte an den Wochenenden Tennis. Ich glaube, ich war zu jung, Cyndi Lauper als feministische Ikone oder so etwas zu schätzen zu wissen. Noch heute kenne ich nur ihre großen Hits. Ich weiß nicht einmal, was ich sagen würde, wenn ich sie träfe. „Gute Arbeit. Sie haben einige erstaunliche Dinge in Ihrem Leben vollbracht. “ – Mehr käme wahrscheinlich nicht über meine Lippen. Ich versuche wirklich Leute nicht zu vergöttern oder sie auf ein Podest zu stellen.

Dieses Ding mit der Mode und der Popularität sind mir eigentlich zu kompliziert. Sie sind beide nur seltsame Wettbewerbe unter Menschen. Und wenn es um meine eigene Arbeit geht, versuche ich, nicht über diese Art von Dingen zu viel nachzudenken. Ich versuche Songs für mich selbst zu schreiben – Musik, die ich selbst hören möchte. Und wenn man es schafft, diese Frage nach dem Erfolg aus seinem Hirn zu verbannen, ist das schon toll. Aber realistisch gesehen, ist es eine ziemlich harte Sache, manchmal härter als zu komponieren.
Musik kann manchmal komisch sein. Es gibt gute Sachen, die völlig unbemerkt bleiben und es gibt schlechte Sachen, die unverdient über den grünen Klee gelobt werden. Ich denke, in diesem Kontext wurde Cyndi Lauper nicht so cool,wie einige andere Bands empfunden. Man kann ein bisschen komisch über die 80er Jahre denken. Es gab damals eine Menge verrückter und belangloser Dinge, aber es gab tatsächlich einige verdammt gute Songs. Zudem, wenn das nicht gewesen wäre, die 90er Jahre wären völlig anders verlaufen. Es hätte diesen Drang nicht gegeben, etwas zu tun, das genau das Gegenteil war.
Hatte „Girls Just Want to Have Fun“ tatsächlich diesen Einfluss wie ich suggeriere? Ich denke nicht.

Vielleicht. Es ist ein perfekt produzierter Pop-Song, oder? Es ist so verdammt eingängig und nicht platt. Man kann den Text vergessen, aber niemals diesen Refrain. Ich bin immer ein Fan eines guten Refrains gewesen. Zum Beispiel liebte ich als Kind Nirvana. Und wenn man mal darüber nachdenkt, haben sie eigentlich nur trübseligen, wütenden Popkram gemacht. Ihre Songs sind sehr eingängig, aber klingen aber wie ein überpflügter Acker. Mit kaputter Krume.
Ich habe nie versucht zu lernen, wie man „Girls Just Want to Have Fun“ spielt, aber es wäre mal ein Spaß es zu versuchen. Es würde bei mir wahrscheinlich nicht so gut klingen. Es wäre arg schwer, die gleiche Haltung und Stimmung rüber zu bringen. Manchmal denken die Leute, je einfacher ein Lied ist, desto leichter sei es zu lernen, aber das ist in der Regel nicht der Fall. Wenn ich es täte, würde es vermutlich wie bei einer High-School-Cover-Band klingen.

Aber ich denke es ist immergut, eine Interpretationdes Stückesin der Hinterhand zu haben. Es ist gut, sich immer wieder daran zu erinnern, wie skurril ein Lied sein kann. So übertrieben und doch so gut. Es verströmt gute Stimmung – Party Stimmung. Und es versetzt dich in die richtige Stimmung zu tanzen.

Arthur Schopenhauer – Über die Weiber

Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer

Mit den Mädchen hat es die Natur auf Das, was man im dramaturgischen Sinne, einen Knalleffekt nennt, abgesehen, indem sie dieselben, auf wenige Jahre, mit überreichlicher Schönheit, Reiz und Fülle ausstattet, auf Kosten ihrer ganzen übrigen Lebenszeit, damit sie nämlich, während jener Jahre, der Phantasie eines Mannes sich in dem Maße bemächtigen könnten, daß er hingerissen wird, die Sorge für sie auf Zeit Lebens, in irgend einer Form, ehrlich zu übernehmen; zu welchem Schritte ihn zu vermögen, die bloße vernünftige Ueberlegung keine hinlänglich sichere Bürgschaft zu geben schien. Sonach hat die Natur das Weib, eben wie jedes andere ihrer Geschöpfe, mit den Waffen und Werkzeugen ausgerüstet, deren es zur Sicherung seines Daseins bedarf, und auf die Zeit, da es ihrer bedarf; wobei sie denn auch mit ihrer gewöhnlichen Sparsamkeit verfahren ist. Wie nämlich die weibliche Ameise, nach der Begattung, die fortan überflüssigen, ja, für das Brutverhältniß gefährlichen Flügel verliert; so meistens nach einem oder zwei Kindbetten, das Weib seine Schönheit; wahrscheinlich sogar aus dem selben Grunde.

Dem entsprechend halten die jungen Mädchen ihre häuslichen, oder gewerblichen Geschäfte, in ihrem Herzen, für Nebensache, wohl gar für bloßen Spaß: als ihren allein ernstlichen Beruf betrachten sie die Liebe, die Eroberungen und was damit in Verbindung steht, wie Toilette, Tanz u. s. w.

Je edler und vollkommener eine Sache ist, desto später und langsamer gelangt sie zur Reife. Der Mann erlangt die Reife seiner Vernunft und Geisteskräfte kaum vor dem acht und zwanzigsten Jahre; das Weib mit dem achtzehnten. Aber es ist auch eine Vernunft danach: eine gar knapp gemessene. Daher bleiben die Weiber ihr Leben lang Kinder, sehn immer nur das Nächste, kleben an der Gegenwart, nehmen den Schein der Dinge für die Sache und ziehn Kleinigkeiten den wichtigen Angelegenheiten vor. Die Vernunft nämlich ist es, vermöge deren der Mensch nicht, wie das Thier, bloß in der Gegenwart lebt, sondern Vergangenheit und Zukunft übersieht und bedenkt; woraus dann seine Vorsicht, seine Sorge und häufige Beklommenheit entspringt. Der Vortheile, wie der Nachtheile, die Dies bringt, ist das Weib, in Folge seiner schwächern Vernunft, weniger theilhaft; vielmehr ist derselbe ein geistiger Myops, indem sein intuitiver Verstand in der Nähe scharf sieht, hingegen einen engen Gesichtskreis hat, in welchen das Entfernte nicht fällt; daher eben alles Abwesende, Vergangene, Künftige, viel schwächer auf die Weiber wirkt, als auf uns, woraus denn auch der bei ihnen viel häufigere und bisweilen an Verrücktheit grenzende Hang zur Verschwendung entspringt. Die Weiber denken in ihrem Herzen, die Bestimmung der Männer sei, Geld zu verdienen, die ihre hingegen, es durchzubringen; wo möglich schon bei Lebzeiten des Mannes, wenigstens aber nach seinem Tode. Schon daß der Mann das Erworbene ihnen zur Haushaltung übergiebt, bestärkt sie in dem Glauben. – So viele Nachtheile Dies alles zwar mit sich führt, so hat es doch das Gute, daß das Weib mehr in der Gegenwart aufgeht, als wir, und daher diese, wenn sie nur erträglich ist, besser genießen, woraus die dem Weibe eigenthümliche Heiterkeit hervorgeht, welche sie zur Erholung, erforderlichen Falles zum Troste des sorgenbelasteten Mannes eignet.

In schwierigen Angelegenheiten, nach Weise der alten Germanen, auch die Weiber zu Rathe zu ziehn, ist keineswegs verwerflich: denn ihre Auffassungsweise der Dinge ist von der unsrigen ganz verschieden und zwar besonders dadurch, daß sie gern den kürzesten Weg zum Ziele und überhaupt das zunächst Liegende ins Auge faßt, über welches wir, eben weil es vor unserer Nase liegt, meistens weit hinwegsehn; wo es uns dann Noth thut, darauf zurückgeführt zu werden, um die nahe und einfache Ansicht wieder zu gewinnen. Hiezu kommt, daß die Weiber entschieden nüchterner sind, als wir; wodurch sie in den Dingen nicht mehr sehn, als wirklich da ist; während wir, wenn unsere Leidenschaften erregt sind, leicht das Vorhandene vergrößern, oder Imaginäres hinzufügen.

Aus der selben Quelle ist es abzuleiten, daß die Weiber mehr Mitleid und daher mehr Menschenliebe und Theilnahme an Unglücklichen zeigen, als die Männer: hingegen aber im Punkte der Gerechtigkeit, Redlichkeit und Gewissenhaftigkeit, diesen nachstehn. Denn in Folge ihrer schwachen Vernunft übt das Gegenwärtige, Anschauliche, unmittelbar Reale eine Gewalt über sie aus, gegen welche die abstrakten Gedanken, die stehenden Maximen, die festgefaßten Entschlüsse, überhaupt die Rücksicht auf Vergangenheit und Zukunft, auf Abwesendes und Entferntes, selten viel vermögen.

Demgemäß wird man als den Grundfehler des weiblichen Charakters Ungerechtigkeit finden. Er entsteht zunächst aus dem dargelegten Mangel an Vernünftigkeit und Ueberlegung, wird zudem aber noch dadurch unterstützt, daß sie, als die schwächeren, von der Natur nicht auf die Kraft, sondern auf die List angewiesen sind: daher ihre instinktartige Verschlagenheit und ihr unvertilgbarer Hang zum Lügen. Denn, wie den Löwen mit Klauen und Gebiß, den Elephanten mit Stoßzähnen, den Eber mit Hauern, den Stier mit Hörnern und die Sepia mit der wassertrübenden Tinte, so hat die Natur das Weib mit Verstellungskraft ausgerüstet, zu seinem Schutz und Wehr, und hat alle die Kraft, die sie dem Manne als körperliche Stärke und Vernunft verlieh, dem Weibe in Gestalt jener Gabe zugewendet. Die Verstellung ist ihm demnach angeboren, deshalb auch fast so sehr dem dummen, wie dem klugen Weibe eigen. Von derselben bei jeder Gelegenheit Gebrauch zu machen ist ihm daher so natürlich, wie jenen Thieren, bei Angriff, sogleich ihre Waffen anzuwenden, und empfindet es sich dabei gewissermaßen als seine Rechte gebrauchend. Darum ist ein ganz wahrhaftes, unverstelltes Weib vielleicht unmöglich. Eben deshalb durchschauen sie fremde Verstellung so leicht, daß es nicht rathsam ist, ihnen gegenüber, es damit zu versuchen. – Aus dem aufgestellten Grundfehler und seinen Beigaben entspringt aber Falschheit, Treulosigkeit, Verrath, Undank u. s. w. Der gerichtlichen Meineide machen Weiber sich viel öfter schuldig, als Männer. Es ließe sich überhaupt in Frage stellen, ob sie zum Eide zuzulassen sind. – Von Zeit zu Zeit wiederholt sich überall der Fall, daß Damen, denen nichts abgeht, in Kaufmannsläden etwas heimlich einstecken und entwenden.

Weil im Grunde die Weiber ganz allein zur Propagation des Geschlechts da sind und ihre Bestimmung hierin aufgeht; so leben sie durchweg mehr in der Gattung, als In den Individuen, nehmen es in ihrem Herzen ernstlicher mit den Angelegenheiten der Gattung, als mit den individuellen. Dies giebt ihrem ganzen Wesen und Treiben einen gewissen Leichtsinn und überhaupt eine von der des Mannes von Grund aus verschiedene Richtung, aus welcher die so häufige und fast normale Uneinigkeit in der Ehe erwächst.

Das niedrig gewachsene, schmalschultrige, breithüftige und kurzheinige Geschlecht das schöne nennen konnte nur der vom Geschlechtstrieb umnebelte männliche Intellekt: in diesem Triebe nämlich steckt seine ganze Schönheit. Mit mehr Fug, als das schöne, könnte man das weibliche Geschlecht das unästhetische nennen. Weder für Musik, noch Poesie, noch bildende Künste haben sie wirklich und wahrhaftig Sinn und Empfänglichkeit; sondern bloße Aefferei, zum Behuf ihrer Gefallsucht, ist es, wenn sie solche affektiren und vorgeben. Das macht, sie sind keines rein objektiven Antheils an irgend etwas fähig, und der Grund hievon ist, denke ich, folgender. Der Mann strebt in Allem eine direkte Herrschaft über die Dinge an, entweder durch Verstehen oder durch Bezwingen derselben. Aber das Weib ist immer und überall auf eine bloße indirekte Herrschaft verwiesen, nämlich mittels des Mannes, als welchen allein es direkt zu beherrschen hat. Darum liegt es in der Weiber Natur, Alles nur als Mittel, den Mann zu gewinnen, anzusehn, und ihr Antheil an irgend etwas Anderem ist immer nur ein simulirter, ein bloßer Umweg, d. h. läuft auf Koketterie und Aefferei hinaus.

Sie sind sexus sequior [das geringere Geschlecht], das in jedem Betracht zurückstehende, zweite Geschlecht, dessen Schwäche man demnach schonen soll, aber welchem Ehrfurcht zu bezeugen über die Maßen lächerlich ist und uns in ihren eigenen Augen herabsetzt. Als die Natur das Menschengeschlecht in zwei Hälften spaltete, hat sie den Schnitt nicht gerade durch die Mitte geführt. Bei aller Polarität ist der Unterschied des positiven vom negativen Pol kein bloß qualitativer, sondern zugleich ein quantitativer. – So haben eben auch die Alten und die orientalischen Völker die Weiber angesehen und danach die ihnen angemessene Stellung viel richtiger erkannt als wir mit unsrer altfranzösischen Galanterie und abgeschmackter Weiberveneration, dieser höchsten Blüthe christlich-germanischer Dummheit, welche nur gedient hat, sie so arrogant und rücksichtslos zu machen, daß man bisweilen an die heiligen Affen in Benares erinnert wird, welche, im Bewußtsein ihrer Heiligkeit und Unverletzlichkeit, sich Alles und Jedes erlaubt halten.

Textfragmente Ψ Mein Traum von Brad Pitt und der beambaren Handtasche Ψ Anike Pool

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Brad Pitt ist neuerdings Therapeut. Er bewohnt eine geräumige Dachgeschosswohnung mit Kiefernholzregalen für seine Bücher. Vor seiner PraxisWohnung, weibliche Abfangjäger – mit überbordenden Tattoos und Brustbergen. Mit Zungenküssen lassen Sie mich passieren. Brad wartet auf mich auf einem seiner Kiefernholzregale. Affenhocke.

Meine Handtasche kann ich beamen, wenn ich sie verloren habe. Dieses Mal klappt es nicht. – In den Händen von Dieben. – Die Tasche lässt sich nur beamen, wenn dabei der Inhalt heile bleibt. Diesmal ließ sie also auf sich warten. Ich suche sie.
Einkaufszentrum. Ich laufe zurück. Brads WohnBüro. Er nicht mehr da. Keine Zungenküsse. Er: geflüchtet? Nein, ich flüchte…ins Café zu meiner Liebsten. Küss die Hand.

 

Süße Früchte ◊ Andreas Petz ◊ Eine Erzählung für Kinder

Es war einmal vor noch gar nicht langer Zeit, da geschah in dem kleinen, abgelegenen Dorf Großapfelweiler etwas, das allen Bewohnern einen gehörigen Schrecken versetzte.
Es fing damit an, dass die kleine Katrin, ein Mädchen im Alter von acht Jahren, an einem wunderschönen sonnigen Herbsttag ihre Freundin Leonie im knapp zwei Kilometer entfernten Nachbardorf namens Kleinapfelweiler besuchen wollte um den Tag mit ihr zu verbringen.
calf-374602_1280wjule    Ihre Mutter brachte sie mit dem Auto hin und sagte dann zu Katrin: „Nach Hause musst du heute Nachmittag laufen, denn ich bin in der Stadt und dein Vater ist auf dem Feld, aber du kennst ja den Weg und dein Bruder ist zu Hause und kann dir aufmachen.“Die beiden Mädchen spielten dann auch wunderschön zusammen. Zuerst spielten sie auf der Wiese hinter dem Haus mit ihren Puppen. Später gingen sie zu den Tieren, denn auch Katrins Freundin Leonie lebte auf einem Bauernhof. Hin und wieder schaute Leonies Mutter nach den beiden, ließ sie aber sonst in Ruhe alleine spielen, denn auf einem Bauernhof gibt es immer viel zu tun und so hatte Leonies Mutter gar nicht die Zeit sich mehr um die beiden zu kümmern. Die Kinder waren es auch nicht anders gewohnt.
Mit den Tieren auf dem Bauernhof kannten sie sich gut aus und so gingen sie furchtlos in den Kuhstall um die Kühe und Kälber zu streicheln und zu den kleinen Schweinchen mit ihren lustigen Ringelschwänzchen um ihnen zuzuschauen wie sie am Bauch ihrer Mutter ihren Hunger stillten. Auch vor den Hühnern hatten sie keine Angst. Nur vor dem Hahn, da nahmen sie sich in acht, denn der konnte manchmal ganz schön böse werden.
Schnell verging die Zeit und um halb fünf Uhr am Nachmittag machte sich Katrin auf den Weg nach Hause. Ihre Puppe trug sie sorgfältig zugedeckt mit einer rot-weiß karierten Decke in einem kleinen Körbchen.
Abends um Acht Uhr kam Katrins Mutter von der Stadt und zu gleicher Zeit kam ihr Vater vom Feld nach Hause. Draußen brach gerade die Dunkelheit an.
child-933267_640    Die Mutter fragte Kevin, Katrins Bruder: „Habt ihr beiden schon zu Abend gegessen, oder soll ich euch noch etwas richten?“ „Katrin ist noch gar nicht hier“, antwortete Kevin etwas ängstlich.
Die Mutter erschrak: „Das kann doch nicht sein!“ Sie rannte zum Telefon und rief bei Leonies Eltern an. Sie erfuhr, dass Katrin pünktlich um halb fünf losgelaufen war, also schon längst zu Hause sein müsste. „Wir machen uns hier vom Dorf aus auf den Weg und suchen nach ihr“, sagte Leonies Mutter sofort.
Nun wurde in beiden Dörfern Alarm geschlagen. Sofort machten sich fast alle Bewohner auf den Weg um Katrin zu suchen. Zu Hause blieben nur die kleinen Kinder und die Alten, die auf die Kinder aufpassten. Leonie machte sich große Sorgen um ihre Freundin.
Die Bewohner von Kleinapfelweiler gingen im Abstand von etwa 5 Metern mit Taschenlampen bewaffnet nebeneinander den Weg in Richtung Großapfelweiler und die Bewohner von Großapfelweiler gingen genauso in Richtung Kleinapfelweiler.
Als sich die Bewohner etwa in der Mitte zwischen den beiden Ortschaften trafen hatte niemand etwas von Katrin gesehen. Jedoch hatte einer aus Kleinapfelweiler die rot-weiße Decke gefunden mit der Katrin ihre Puppe zugedeckt hatte und ein anderer hatte in der Nähe des Waldes das Körbchen mit der Puppe entdeckt. Jedoch von Katrin fehlte jede Spur.
Katrins Eltern ließen sich die Stelle zeigen wo das Körbchen mit der Puppe gefunden wurde. Die Stelle lag nah am Waldrand und so machten sich alle Leute auf, um den Wald abzusuchen der abseits vom Weg lag.
Schon nach kurzer Zeit rief Leonies Mutter: „Hier ist sie!“ Schnell kamen alle zu der Stelle und sahen Katrin in einer Mulde neben einem Tannenbaum liegen.
Katrins Vater beugte sich über das unbewegt daliegende Mädchen und untersuchte sie. Ihre Mutter fragte mit entsetztem Blick: „Ist sie …!“, weiter kam sie nicht, denn ihre Stimme versagte.
„Ich glaube nicht!“, sagte der Vater mit aufgeregter Stimme. „Sie ist warm, obwohl ich keinen Puls spüren kann. Sie schläft ganz fest.“ Alle Versuche das Kind wach zu bekommen hatten keinen Erfolg, aber immerhin kam ein leichter Seufzer aus dem Kindermund.
Schnell trug Katrins Vater sie auf seinen Armen nach Hause. Schon von unterwegs wurde von einem klugen Nachbarn mit dem Handy ein Arzt angerufen.
Dieser erschien schon kurze Zeit später und untersuchte Katrin ausführlich. „Ja, sie lebt“, bestätigte er, „aber diesen ungeheuer tiefen Schlaf kann ich mir nicht erklären.“ Denn auch jetzt blieben alle Versuche Katrin aufzuwecken vergeblich. Da meinte der Arzt plötzlich: „Höchstens … ja, das wäre möglich!“
Kurzerhand steckte er dem kleinen Mädchen seinen Finger in den Hals, diese begann zu röcheln und erbrach sich, wachte aber immer noch nicht auf.
pumpkin-995416_1280   „Sehen Sie“, meinte der Arzt und zeigte auf das Erbrochene, „ich hatte Recht!“ „Womit denn?“, fragte Katrins verzweifelte Mutter. „Tollkirschen“, sagte der Arzt, „das Kind hat Tollkirschen gegessen.“
„Oh Gott“, schluchzte Katrins Mutter und dann rief sie, „man muss doch etwas tun!“
„Der Notarzt ist schon informiert, im Krankenhaus werden sie Katrin den Magen auspumpen und wenn sie nicht zu viele gegessen hat dann wird sie wieder aufwachen“, meinte der Arzt.
Da kam auch schon der Notarztwagen mit lautem Martinshorn in das Dorf gefahren und im selben Moment wachte Katrin von dem lauten Geräusch auf. „Mami“, stammelte sie als wäre ihre Zunge gelähmt, „ich habe Durst.“
„Katrin“, sagte der Arzt, „wie viele von den Früchten hast du denn gegessen?“ Katrin überlegte kurz und dann hob sie 2 Finger in die Höhe. „Was für ein Glück!“, sagte der Arzt zu Katrins Mutter, „dann wird alles wieder gut.“
Einige Zeit später als Katrin wieder in die Schule gehen konnte wurde dort ausführlich über Tollkirschen geredet, die einerseits zwar süß schmecken, aber selbst einen Erwachsenen in den ewigen Schlaf schicken, wenn er zu viele davon gegessen hat. Deshalb werden sie in manchen Gegenden auch Teufelskirschen genannt.
Wenn du also irgendwann einmal im Herbstwald Früchte siehst, die ähnlich ausschauen wie Kirschen oder die du nicht kennst, dann lass lieber die Finger davon, sie können sehr gefährlich sein.

© Andreas Petz
Süße Früchte (aus dem Buch „Schneeflöckchens Traum und andere Kurzgeschichten“ von Andreas Petz)

Kleine Sterne: Mary Lambert * 26 * Sängerin aus den USA

dbr-mary-lambert-heart-on-sleeve-320x320Die frühere Brunchkellnerin und Barfrau aus Seattle, hat ihr erstes Buch „500 Tipps  für fette Mädels“ auf ihrer Website (2013) veröffentlicht.  Im Juli desselben Jahres hat sie die Single
“She keeps me warm” veröffentlicht. Das Stück ist inspiriert durch das Hiphopduo Macklemore und Ryan Lewis‘ und ihrer Hymne auf die gleich-geschlechtige Ehe “Same Love” aus dem Jahre 2012.  Mary Lambert, 26, selbst eine Lesbierin, die regelmäßig eine Pfingstkirche besucht, verarbeitet in ihren Liedern ihre eigenen inneren Konflikte „Sexualität vs. Religion“.
„Meine Lieder sind eine Art Beichtstuhl – meine Wahrheit zu verkünden, ist die einzige Art, die es mir erlaubt zu leben,“ sagt sie auf ihrer Website dazu…

Das Stück findet sich auf dem feinen Album aus 2014:“Hands on my sleeve“
….und für die Mannsbilder: Kopfkino erlaubt..aber behaltet es für Euch.

Das Video zum Song auf youtube.

Die Website der Sängerin.

Mannsbilder: Portrait des Stanislaw Bryniarski – Jacek Malczewski

 Jacek Malczewski
Jacek Malczewski

Jacek Malczewski (* 15. Juli 1854 in Radom; † 8. Oktober 1929 in Krakau) war ein polnischer Maler des Modernismus und Symbolismus. Malczewski malte zunächst ländliche Genrebilder und realistische Historiengemälde im Stil der Romantik in überwiegend dunklen Farben unter dem Einfluss Arthur Grottgers. Um 1890 begann er sich dem Symbolismus zuzuwenden, blieb inhaltlich jedoch den historischen Themen treu. Zu seinen berühmtesten Bildern gehören Śmierć Ellenai (Der Tod Helenas, 1883), Wigilia na Syberii (Heiligabend in Sibirien, 1892), Melancholia (Melancholie, 1890–1894) und Błędne koło (Der Teufelskreis, 1895–1897). Außerdem malte er eine Reihe von Selbstporträts.

Trotz seiner zahlreichen Auslandsaufenthalte (Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Türkei) beeinflussten ihn am stärksten die polnische Kunst und Folklore. Durch sein Werk wurde er um die Jahrhundertwende zu einer zentralen Figur der Bewegung Junges Polen. – Quelle: wikipedia

Jean-François Millet ¦ Académie masculine ¦

Jean-François Millet - Académie masculine - c 1837
Jean-François Millet – Académie masculine – c 1837 

Jean-François Millet (* 4. Oktober 1814 im Weiler Gruchy in Gréville-Hague, Normandie; † 20. Januar 1875 in Barbizon) war ein französischer Maler des Realismus. Neben Camille Corot ist er einer der führenden Künstler der Schule von Barbizon.

Ab 1863 wandte er sich, unter anderem beeinflusst durch seinen engen Freund Théodore Rousseau, der Landschaftsmalerei zu. Bilder wie das 1868–1873 entstandene Printemps (Frühling) nehmen bereits Stilelemente des Impressionismus vorweg. 1867 wurde eine große Zusammenstellung seiner Werke auf der Weltausstellung in Paris gezeigt. 1868 wurde er mit dem Orden eines Ritters der Ehrenlegion ausgezeichnet.
In seinen späten Lebensjahren, etwa ab 1865, fertigte Millet eine ganze Reihe von Pastellzeichnungen an. Seine späten Landschaftsgemälde und Zeichnungen mit ihrem mystischen Licht rücken ihn in die Nähe des Symbolismus. 1874 erhält er den Auftrag zum Ausmalen einer Kapelle im Pantheon. Er kam jedoch nicht dazu, diese Arbeit zu vollenden.
François Millet starb, durch wochenlange quälende Husten- und Migräneanfälle entkräftet, im Januar 1875 im Alter von 60 Jahren in Barbizon und wurde auf dem Friedhof von Chailly-en-Bière bestattet, wo auch Théodore Rousseau ruht.
Millets Gemälde waren und sind teilweise sehr populär, Les Glaneuses (Die Ährenleserinnen) beispielsweise wurde häufig als Kunstdruck vervielfältigt und als preiswerter Wandschmuck verkauft. – Quelle: wikipedia

Mannsbilder: Sizilianischer Jüngling – Wilhelm Von Gloeden

Wilhelm Von Gloeden - Sizilianischer Jüngling, um 1900
Wilhelm Von Gloeden – Sizilianischer Jüngling, um 1900

Der Fotograf: Wilhelm von Gloeden (* 18. September 1856 in Völkshagen (damals Volkshagen); † 16. Februar 1931 in Taormina), mit vollem Namen Wilhelm Iwan Friederich August von Gloeden, war ein deutscher Fotograf, der hauptsächlich in Sizilien arbeitete. Er gilt als einer der Pioniere künstlerischer Aktfotografie. Berühmt wurde er durch seine Akte sizilianischer Knaben mit antikisierenden Requisiten und Kostümen, die eine arkadische Antike suggerieren. Et in Arcadia ego („Auch ich war in Arkadien“) war zu Lebzeiten von Gloeden ein geflügeltes Wort und gab im 21. Jahrhundert einer Ausstellung über sein Werk den Namen.

Aus moderner Sicht ist sein Werk durch die kontrollierte Nutzung von Beleuchtung sowie die häufig eleganten Posen seiner Modelle bedeutungsvoll. Er war zudem der erste Fotograf, der mit Körperschminke (einer Mischung aus Milch, Olivenöl und Glycerin) arbeitete, um die unreine Haut der stets arbeitenden Knaben zu kaschieren. – Quelle: wikipedia

Mannsbilder: Gabriel von Max – Studie des Steinzeitmenschen

 Steinzeitmensch - circa 1890’s - Stift auf Papier -  33,0 x 21,0 - c The Daulton Collection

Steinzeitmensch – circa 1890’s – Stift auf Papier – 33,0 x 21,0 – c
The Daulton Collection

Steinzeitmenschen - Studie - circa 1900 Tinte auf Papier - 15,5 x 20,0 - Signatur: G v Max -  c The Daulton Collection
Steinzeitmenschen – Studienblatt – circa 1900
Tinte auf Papier – 15,5 x 20,0 – Signatur: G v Max – c The Daulton Collection

Gabriel von Max mit jungem Pavian, 1902, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
Gabriel von Max mit jungem Pavian, 1902, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Gabriel Cornelius Ritter von Max (* 23. August 1840 in Prag; † 24. November 1915 in München; bis 1900 Gabriel Cornelius Max) war ein deutscher Maler und Professor für Historienmalerei an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste, Darwinist und Spiritist.- Quelle: wikipedia

Mannsbilder mit Katze – befremdlich und schön zugleich

Michel Foucault mit Insanity (Irrsinn)
Michel Foucault mit Insanity (Irrsinn)

Ich habe im Netz einige Fotos von Männern mit „ihren“ Katzen gefunden. Leider war nur ein deutscher Mann dabei. Ich finde dabei zwei Dinge spannend:

Die Namen, die sie ihren Stubentigern gegeben haben.
Mann wirkt „weich“ auf den Fotos und ich frage mich: liegt es am Menschen selbst oder lassen  die Katzen es so wirken?! Hier meine Fundstücke:
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Mannsbilder – James K. Polk – 11. Präsident der USA

James k. Polk und seine Frau Sarah Childress Polk - Fotograf unbekannt
James k. Polk und seine Frau Sarah Childress Polk – Fotograf unbekannt

James Knox Polk (* 2. November 1795 in Pineville, Mecklenburg County, North Carolina; † 15. Juni 1849 in Nashville, Tennessee) war vom 4. März 1845 bis zum 4. März 1849 elfter Präsident der Vereinigten Staaten. Davor wirkte er als Gouverneur des Bundesstaats Tennessee (1839 bis 1841) und Sprecher des Repräsentantenhauses (1835 bis 1839). Polk gehörte der Demokratischen Partei an.Weiterlesen

Henriette Hell – Achtung, ich komme!: In 80 Orgasmen um die Welt​

ReiseLust neu definiert?!

Henriette Hell - Achtung, ich komme! In 80 Orgasmen um die Welt - c blanvalet
Henriette Hell – Achtung, ich komme! In 80 Orgasmen um die Welt – c blanvalet

Über das Buch:
Henriette Hell liebt Sex und ist äußerst experimentierfreudig. Dass sie beim normalen Rein-Raus keinen Orgasmus bekommt, ist für sie kein Drama. Für ihre Sexualpartner aber offenbar schon … Die sind gekränkt, wenn es nicht klappt, und machen Stress. Das ist Henriette irgendwann zu blöd.
Sie räumt ihr Konto leer und begibt sich auf eine Reise rund um die Welt. Der Plan: In jedem Land mit einem Einheimischen schlafen, um herauszufinden: Kommt man in anderen Ländern entspannter? Und ist der OrgasmusStress am Ende ein rein deutsches Problem?

Eine Bahnhofsbuchandlung kann ja durchaus eine Inspirationsquelle sein. Dank der verlässlichen Pünktlichkeit der Bahn hatte ich Gelegenheit, meine Büchersammlung um ein weiteres Exemplar zu erweitern.
Ich hatte ein Buch gesucht, in dem echter Sex vorkommt mit gelungener Rundumgeschichte und gut zu lesen fürs Kopfkino:
Eine Frau reist durch die Weltgeschichte und macht einfach, wonach ihr der Sinn steht. Auch wenn die Herren der Schöpfung das doof finden – wahrscheinlich  fühlen sie sich einfach nur in ihrer Ehre gekränkt – Henriette benimmt sich hier und da wie das Klischee eines ganzen Kerls, also ziemlich hormongesteuert und sehr selbstbewusst. Das dürfte so manchen Macho, der immer noch dachte, Erobern sei Männersache, ganz schön jucken.Auf ihrer Reise trifft sie sowohl Männer als auch Frauen. Dabei erfährt sie – und wir als LeserInnen – Interessantes und auch Schokierendes über die Kultur und Sexkultur im Besonderen der jeweiligen Länder. Und ganz nebenbei erwähnt, kann der Mann so einiges über die weibliche Sexualität lernen. Wobei Mann wohl auch akzeptieren muss, dass es mit der Weiblichkeit immer weniger wird, je mehr sich Frau dem männlichen Gebahren anpasst. Ich persönlich habe es ausprobiert und als nicht erstrebenswert abgehakt.

Fazit:  Sex macht manchmal Spaß, manchmal eben nicht – wo ist dabei völlig egal. Ob es sich um ein rein deutsches Problem handelt, wie oben erwähnt? Nein. Und irgendwie doch. Das Buch ist ein netter Zeitvertreib und hat meinem Kopfkino die ein oder andere schöne Sequenz beschert. Mehr sollten man und frau nicht erwarten.