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Reinhard Johannes Sorge • Dein Blut hat seinen Gesang • Lyrik

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Dein Blut hat seinen Gesang,
Mein Blut singt seltene Weisen,
Zwei Chöre, die Ewigkeit lang
Wollen den Weltherrn preisen.

Der Huldigung Fülle und Art
Webt ineinander die Töne –
Sieh! Neues Lied hebt sich zart
Auf in die göttliche Schöne!

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Reinhard Johannes Sorge – Dein Blut hat seinen Gesang
Aus: Nachgelassene Gedichte – 1925
Vier Quellen Verlag, Leipzig

Reinhard Johannes Sorge • Blind • Lyrik

Blind 

Wo du säst Liebe aus,
In Traum verloren,
Wird dir in tiefer Nacht
Zartes geboren.

Blind wirfst du Liebe hin,
Blinder drängt dichte
Dir sich die Ernte hin –:
Weinst du Gedichte.

Reinhard Johannes Sorge

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Reinhard Johannes Sorge auf Heimaturlaub in Berlin, 1915
Reinhard Johannes Sorge auf Heimaturlaub in Berlin, 1915

Reinhard Johannes Sorge (* 29. Januar 1892 in Rixdorf, heute Berlin-Neukölln; † 20. Juli 1916 in Ablaincourt, Somme) war ein deutscher Schriftsteller.

Reinhard Sorge stammte aus bürgerlichen Verhältnissen. Er musste infolge des frühen Todes seines Vaters das Gymnasium verlassen und begann eine kaufmännische Lehre, zuerst in einem Eisenwarengeschäft, danach in einer Bank. Ohne Abschluss wechselte er zurück auf das Gymnasium. Er verließ es vorzeitig, weil er seiner schriftstellerischen Ader folgen wollte. Unter dem Einfluss von Werken von Henrik Ibsen und Stefan George verfasste er erste eigene Dramen, Gedichte und Abhandlungen [Kinder der Erde (episch-dramatische Dichtung), Die alte Eiche (Drama), Ergänzung des Lessingschen Fragments Spartakus (eine Abhandlung)]

Mit seinem Stück Der Bettler , auf Vorschlag von Richard Dehmel mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, wurde er der Begründer der expressionistischen Dramatik.

Der Gottesacker – Jens Reinhardt – Fortsetzungsroman – Kapitel 1

Der Gottesacker - Jens Reinhardt - Ein Krimi in Fortsetzungen - Motiv: Caspar David Friedrich: Kügelgens Grab, 1822
Der Gottesacker – Jens Reinhardt – Ein Krimi in Fortsetzungen – Motiv: Caspar David Friedrich: Kügelgens Grab, 1822

Zweiundzwanzig Uhr dreißig

            Walburga weckte mich. Lange konnte ich nicht geschlafen haben. Um halb zehn waren wir ins Bett gegangen, hatten noch unsere ehelichen Pflichten erfüllt und sind dann schnell in Schlaf gesunken. Draußen stürmte es, Regen fiel, der ganze Tag war Schwerstarbeit gewesen, kurzum: ich schlief wie ein Murmeltier. Walburga rüttelte mich an den Armen, zog mir das Federbett weg und zog wieder an mir. Als ich schließlich ein wenig zu mir kam, begriff ich, dass sie mich aus dem Bett zwingen wollte. »Steh endlich auf« sagte Walburga. »Es klopft! Und es ist eh für Dich«.
Der Hund jaulte, als wäre man ihm auf die Rute getreten, und irgendwer hämmerte wild gegen die Haustür.  »Mach«, trieb mich Walburga an, »sonst wachen die Kinder auf…«Weiterlesen

Der März • bild dir nichts ein • a work in progress

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Folgende Beiträge finden Sie in unserer Märzausgabe (eine Auswahl):

Leserbrief an Lawrence Norfolk zu seinem Buch Lemprièrs Wörterbuch

Janosz Rehbaum • Die Kunst des Erzählens über die Kurzweil hinaus • Ein Gedankengang

Eine //Lit\\ Kolumne zu Christine Böers Buch „Darf ich Sie zeichnen?“

Maria Aronov stellt Ihnen Sultan Süleyman vor. Sein Leben und seine Gedichte.

anatol knotek – konkrete & visuelle poesie, textinstallationen & konzeptkunst – Ein Porträt

Die Autorin Alma Johanna Koenig

Paul Klee • In der Luft über dem Wasser • Randbemerkungen über seine Handzeichungen

Paul Klee und seine Handzeichnungen • Eine Galerie

Im Zauber des Lichts – Hitorische Fotografie aus den 1940er Jahren

Jurek Beckers Neuigkeiten – Aus der Reihe: Wörterbuch-Roman

Reinhard Johannes Sorge – Eine Auswahl seiner Gedichte

Franz Kafka • Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg

Der Barcode in der Kunst

Rainald Goetz – Fleisch – Eine Begehung

Der Tango • Klabund Die Lausitz und die Pariserinnen – …

Daniel Barbiero  • Die Anamnesis von Platon • musikalisch interpretiert

Ursula Poznanski- Erebos – Eine Rezension

Bosse – Engtanz – Eine Begehung [Erstveröffentlichung: 12. Februar 2016]

Arndt – Mein Besuch bei einer Amsterdamer Hure

Sybille Pauli über Reisebücher aus einer Zeit, wo jede Exkursion eine echte Herausforderung war:
Alma Johanna Koenig,
Annemarie Schwarzenbach,
Mark Twain,
Walter Benjamin…

Wir stellen Ihnen das Buch „Der lyrische Bass“ vor, dass am 18.03. im Verlag mannstreu erscheint.

Texte  und Leben des polnischen Autors Stanislaw Przybyszewski

Hat der Feminismus die Liebe kaputt gemacht? Eine Kolumne in Bezug eines Artikels in der „bild am sonntag“  und der Reaktionen einiger Feministinnen darauf.

„Kein Talent zum Tellerwäscher“ – Autobiografie Eric Godal – Eine //lit\\ Kolumne von Janosz Rehbaum

Über Ariadne von Schirach und ihre Bücher: Du sollst nicht funktionieren & Der Tanz um die Lust – Janosz Rehbaun

Erzählungen und Novellen:
Friedrich Glauser – Der alte Zauberer

Paul Scheerbart • Krebsrot • Ein Herren-Scherzo